10 wohltuende Heilpflanzen für den Magen

Zitronenmelisse und Melissentee für den Magen © congerdesign

Ob stressbedingte Magenschmerzen oder stechende Magenkrämpfe nach einem fettigen Essen – oft ist es die heilende Wirkung von pflanzlichen Präparaten wie beispielsweise Heilkräutertees, welche Magen-Darm-Beschwerden lindern können. Viele natürliche Heilpflanzen und Heilkräuter aus dem heimischen Garten können bei Magenbeschwerden helfen. Wir haben für Sie eine kleine Heilpflanzenkunde mit den zehn wirkungsvollsten Heilkräutern bei Magenbeschwerden zusammengestellt.

1) Bittere Schleifenblume: Reguliert die Magenmuskulatur

Diese Heilpflanze wirkt entkrampfend auf die Magenmuskulatur, regt aber ebenso die Beweglichkeit des Magens an. Darum gilt die Bittere Schleifenblume als bewährtes Pflanzenheilmittel gegen Magenkrämpfe, Blähungen und Völlegefühl.

Zudem schützt sie vor Magengeschwüren, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und wirkt vorbeugend gegen Magenschleimhautentzündungen und Sodbrennen.

2) Angelikawurzel: Löst Magenkrämpfe

Wer unter Völlegefühl und leichten Blähungen leidet, der kann seinen Magen mithilfe der heilenden Wirkung der Angelikawurzel beruhigen. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe der heilenden Wurzel lösen Darm- und Magenkrämpfe, mildern somit Blähungen sowie Völlegefühl und wirken darüber hinaus antimikrobiell.

In Form von Tees oder als Bestandteil von heilpflanzlichen Präparaten kann die Angelikawurzel ihre entzündungshemmende Wirkung entfalten und Magengeschwüren vorbeugen.

Außerdem dient die Heilpflanze als Appetitanreger, falls das Hungergefühl aufgrund von Magenproblemen einmal ausbleiben sollte.

3) Kamillenblüte: Die klassische Heilpflanze für den Magen

Die Kamille ist das wohl altbewährteste heilpflanzliche Hausmittel gegen Magenschleimhautentzündungen und zum Beruhigen des Magen-Darm-Traktes. Darum empfiehlt es sich, bei Durchfall- und Magen-Darm-Erkrankungen Kamillentee zu trinken.

Das milde und heilende Pflanzenextrakt der Kamille wirkt entkrampfend und beruhigend auf Magen und Nerven. Zudem reguliert sie die Produktion der Magensäure, wirkt entzündungshemmend und beugt Magengeschwüren vor.

4) Kümmelfrucht: Hilft bei Magenkrämpfen und Blähungen

Viele verdauungsfördernde Heilpräparate beinhalten Kümmel. Und das nicht umsonst, denn das Heilgewürz aus Fernost reguliert die Magensäureproduktion und beugt überdies Magenkrämpfen und Koliken vor. Die ätherischen Öle in den Samen der Heilpflanze reduzieren die Entstehung von Gärungsgasen im Darm und wirken somit Blähungen entgegen.

Treten nach übermäßigem Verzehr von fettreicher und blähender Kost vermehrt Magenschmerzen und Magenkrämpfe auf, kann Kümmeltee daher helfen.

5) Mariendistelfrucht: Schützt vor Magengeschwüren

Die Mariendistel hat eine ganz besondere heilende Wirkung: Sie schützt die Zellen und beugt der Entstehung von Magengeschwüren vor. Außerdem reguliert die Mariendistel die Produktion der Magensäure und hilft bei Magenkrämpfen.

6) Melissenblätter: Bei einem unruhigen Magen

Bei gereiztem Magen können Blätter der Zitronenmelisse helfen. Die Inhaltsstoffe der Melissenblätter wirken entkrampfend und schmerzlindernd auf den Magen.

Ein frisch aufgegossener Tee aus den Blättern der Melisse regt zudem die Gallensaftbildung an und bringt eine träge Verdauung wieder in Schwung.

7) Pfefferminzblätter: Aromatische Frische für den Magen

Aufgrund ihres erfrischenden Geschmacks gilt Pfefferminze als heilpflanzliches Wundermittel gegen Übelkeit und Magenkrämpfe. Der Genuss von Pfefferminztee beugt Entzündungen im Magen und Magengeschwüren vor.

Bei einer Magenschleimhautentzündung sollte die minzige Heilpflanze jedoch nur in Maßen genossen werden, denn ihr hoher Mentholgehalt könnte den Magen zusätzlich reizen.

5 Fakten über Minze (Infografik)

5 Fakten über Minze – © Silke Hamann

8) Schöllkraut: Bringt einen trägen Magen in Schwung

Dieses Heilkraut, auch Warzenkraut genannt, fördert die Aktivität des Magens. Seine Bitterstoffe, Alkaloide und Flavone wirken beruhigend und krampflösend, kurbeln aber gleichzeitig den gesamten Verdauungsapparat an.

Doch Vorsicht: Wegen seiner Alkaloide zählt Schöllkraut zu den heimischen Giftpflanzen. Es sollte daher nicht direkt verzehrt, sondern nur in Form von fertigen Heilpflanzenpräparaten, beispielsweise als Globuli, zu sich genommen werden.

9) Süßholzwurzel: Wohltuendes Heilkraut für den Magen

Die heilenden Pflanzenextrakte der Süßholzwurzel können Magenkrämpfe lösen und der Entstehung von Magenschwüren entgegenwirken. Zudem reguliert die Heilkrautwurzel die Säurebildung im Magen.

Auch bekannt ist die Heilpflanze als Bestandteil von Lakritz. Allerdings wird der bitterschmeckenden Süßigkeit keine heilende Wirkung nachgesagt.

10) Fenchel: Gegen Magenkrämpfe und Blähungen

Die Kultur- und Heilpflanze aus Mitteleuropa weist einen hohen Gehalt an Kalium und ätherischen Ölen auf, welche sich beruhigend auf den Magen-Darm-Apparat auswirken.

Wegen seines milden Geschmacks wird Fencheltee auch gerne als pflanzliches Heilgetränk zur Linderung von Blähungen und Völlegefühl bei Babys und Kleinkindern gereicht.

Aktualisiert: 13.11.2018 - Autor: Miriam Erb

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