Lifeline Logo

Alkohol als Droge

Person mit Alkohol-Flasche © rawpixel (Symbolfoto)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als Droge jeden Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen verändern kann und gleichzeitig kein Nahrungsmittel ist. Anders als in englischsprachigen Ländern, wo der Begriff "drug" auch Arzneimittel umfasst, ist der Drogenbegriff in Deutschland etwas enger definiert. Als Drogen werden hierzulande Stoffe und Zubereitungen betrachtet, die einen Rauschzustand oder eine Bewusstseins- und Wahrnehmungsveränderung bewirken können und zu einer Abhängigkeit führen.

Dabei unterscheiden sich die Drogen in ihrer Herstellung, Zusammensetzung und Wirkungsweise. So kann man sie etwa in biogene und synthetisch hergestellte, harte und weiche, legale und illegale Drogen klassifizieren.

Alkohol (Ethanol) als Droge

Alkohol zählt zu den gesellschaftlich akzeptierten, legalen Drogen. Da der Genuss von Alkohol in den meisten westlichen Ländern mit Geselligkeit und Spaß verbunden wird, wird er oft nicht als Droge angesehen. Gegen ein gelegentliches Glas Wein oder Bier ist im Grunde auch nichts einzuwenden. Wird Alkohol jedoch regelmäßig und/oder im Übermaß konsumiert, ist der Weg in den Alkoholismus vorprogrammiert.

Alkohol zählt zu den Drogen mit sehr hohem Schadenspotential. Trinkalkohol wird durch die Vergärung und Destillation verschiedener Grundstoffe wie etwa Getreide, Obst oder Zuckerrohr gewonnen.

Wirkung von Alkohol

In geringen Dosen hat Alkohol eine enthemmende Wirkung. Er macht kontaktfreudiger und mutiger und kann eine Stimmungsveränderung herbeiführen. Bei einem richtigen Rausch kann es zu Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zum kompletten "Filmriss" kommen. Betrunkene sind oft in ihrer Koordinations- und Sprachfähigkeit eingeschränkt, was zu Schwanken und Lallen führt.

Am Tag nach dem Rausch verspüren Konsumenten meist einen "Kater", der mit Kopfschmerzen, Übelkeit und körperlicher Schwäche einhergeht. Langfristige Folgen von Alkoholmissbrauch können Herzprobleme, erhöhte Gewaltbereitschaft, Leberschäden, Depressionen und ein körperlicher wie sozialer Verfall sein. Alkoholabhängige haben Studien zufolge eine 20 Jahre geringere Lebenserwartung als die Durchschnittsbevölkerung.

Aktualisiert: 25.09.2017 – Autor: Kristina Klement

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?