Rheuma – Untersuchungen bei Rheuma

Untersuchungen bei Rheuma

  • Anamnese
    Bei der Anamnese wird die Krankheitsgeschichte des Patienten befragt. Sowohl Lokalisation (welche Gelenke sind befallen?) als auch Beschwerdecharakter (sind die Gelenke morgens steif, seit wann bestehen die Beschwerden?) und Begleiterscheinungen (an Haut, Augen oder anderen Organen) geben Aufschluss, welche Art Rheuma vorliegt.
  • Inspektion (Betrachten) und Funktionstests
    Eine Schwellung der Gelenke (rheumatoide Arthritis), ein entzündetes Großzehengelenk (Gicht) und eine Bewegungseinschränkung (Hexenschuss) sind gut erkennbar. Da sich jedes Gelenk charakteristisch beugen und strecken lässt, wird der Bewegungsumfang durch Probieren aller Gelenke geprüft. Gerade im Krankheitsverlauf zeigen diese Werte, ob sich die Krankheit fortsetzt (wie oft bei Morbus Bechterew) oder ob eine entzündungshemmende Therapie Erfolg hat. 
  • Osteodensitometrie
    Mit dieser Methode wird die Knochendichte geprüft - bei Osteoporose besonders wichtig. Blutuntersuchungen und Hormonuntersuchungen helfen dann, die Ursache für den vermehrten Knochenabbau zu finden.
  • Blutuntersuchungen
    Blutuntersuchungen zeigen auch die Autoimmun-Antikörper, mit denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Mit einer Probe (Biopsie) des betroffenen Gewebes ist gerade bei den Bindegewebserkrankungen die Erkrankung dann der Vielzahl von Rheuma-Erkrankungen besser zuzuordnen.
  • Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie
    Die bildgebenden Verfahren dokumentieren das Ausmaß des Schadens am Knochengerüst. Bei entzündlichen Veränderungen zeigen sich oft im Vergleich zur gesunden Seite eindeutige Unterschiede im Röntgenbild. Im Ultraschall sind Gelenk- und Muskelveränderungen sichtbar. Selten wird in ein Gelenk hineingeschaut - dazu benötigt man dann ein Arthroskop.

Aktualisiert: 10.02.2017 – Autor: Nathalie Blanck

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?