Rheuma – Ursachen und Entstehung

Während bei degenerativen Erkrankungen ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und der Belastbarkeit eines Gelenkes besteht (bei Übergewicht leicht vorstellbar), ist beim Weichteilrheumatismus noch unklar, was genau der Auslöser für die Erkrankung ist. Momentan geht man davon aus, dass genetische Einflüsse eine Rolle spielen – genau wie bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, bei denen das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern gegen Körperbestandteile reagiert.

Rheumatoide Arthritis und Stoffwechselerkrankungen

Bei der rheumatoiden Arthritis und den Kollagenosen/Vaskulitiden - das sind die Erkrankungen von Bindegewebe und Gefäßen - werden fälschlicherweise auf den Zellen des Körpers bestimmte Andockstellen ausgebildet (HLA-Rezeptoren), die dem Immunsystem als Ziel dargeboten werden. So erkennt das Immunsystem die körpereigenen Zellen (von Gelenken, Haut, Gefäßen oder Verdauungstrakt) als Feind.

Bei den Stoffwechselerkrankungen hingegen ist es so, dass zuviel Harnsäure (wie bei der Gicht) oder zuwenig Kalzium und Vitamin D (wie bei der Osteoporose) zu einer Veränderung der Knochen oder der Gelenke führen. Rücken- oder Nackenschmerzen können außerdem auch durch eine Fehlbelastung (falsches Sitzen, einseitige Belastung) oder Verspannungen der Muskulatur entstehen - Hexenschuss oder Lumbago sind die Folgen.

Wie äußern sich Rheuma-Erkrankungen?

Schmerzen - sei es in Gelenken oder in Muskeln, Sehnen und Bändern - sind das Hauptsymptom bei Rheuma-Erkrankungen. Der Schmerz variiert je nach Erkrankung und Betroffenem und führt meist zu einer Bewegungseinschränkung. Daneben sind auch Beschwerden an anderen Organen möglich – gerade bei Bindegewebserkrankungen. So findet man trockene Augen beim Sjögren-Syndrom, gerötete Hautflächen bei der Lupus-Erkrankung und eine abnehmende Elastizität von Haut, Zunge und Speiseröhre bei Sklerodermie.

Aktualisiert: 10.02.2017 - Autor: Nathalie Blanck

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