Diese Tabletten helfen gegen Kopfschmerzen

Frau nimmt Tabletten gegen Kopfschmerzen © JESHOOTS

Es gibt eine große Auswahl an Tabletten, die gegen Kopfschmerzen helfen. Hauptsächlich werden klassische Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen verwendet. Doch welche Tablette hilft am besten gegen Kopfschmerzen? Und sind Wechselwirkungen bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol zu erwarten? Wir informieren Sie ausführlich über das Thema Kopfschmerztabletten.

Welche Kopfschmerztablette hilft?

Generell gilt, dass bei Kopfschmerzen Tabletten mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen empfehlenswert sind. Gut geeignet sind außerdem Kombinationspräparate mit Acetylsalicylsäure und Koffein oder Paracetamol und Koffein.

Wenn Sie sich für die Einnahme einer Tablette entscheiden, sollten Sie dies möglichst frühzeitig tun. Je länger Sie warten, desto schlimmer werden die Schmerzen in der Regel und desto mehr Schmerzmittel müssen zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Vergessen Sie jedoch auch nicht, dass es alternative Möglichkeiten gibt, um Kopfschmerzen zu behandeln. Hier finden Sie 10 Tipps, wie Sie Kopfschmerzen ganz ohne Tabletten loswerden können.

Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure ist ein Wirkstoff, der häufig zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt wird. Das Schmerzmittel ist auch zur Linderung von Kater-Kopfschmerzen empfehlenswert. Für Kinder ist Acetylsalicylsäure dagegen nicht geeignet. Bei ihnen kann durch die Einnahme das lebensbedrohliche Reye-Syndrom ausgelöst werden.

Generell gilt, dass Sie täglich nicht mehr als vier Gramm Acetylsalicylsäure einnehmen sollten. Eine Tablette enthält meist zwischen 400 und 500 Milligramm des Wirkstoffes. In einigen Fällen kann es durch die Einnahme zu einer Reizung der Magenschleimhaut und Sodbrennen kommen. Bei langfristiger Einnahme sind Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und Ohrensausen möglich.

Paracetamol

Paracetamol gilt als gut verträglich und wird deswegen häufig zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt. Auch Kinder dürfen den Wirkstoff in einer geeigneten Dosis einnehmen. Wer unter Kater-Kopfschmerzen leidet, sollte dagegen besser nicht zu Paracetamol greifen. Da der Wirkstoff genau wie Alkohol in der Leber abgebaut wird, stellt die Einnahme eine zusätzliche Belastung für die Leber dar.

Ähnlich wie bei Acetylsalicylsäure sollte auch bei Paracetamol eine Tagesdosis von vier Gramm nicht überschritten werden. Eine Kopfschmerztablette enthält in der Regel 500 Milligramm Paracetamol. Zwischen jeder Einnahme sollten zwischen sechs und acht Stunden liegen. Durch die Einnahme der Tabletten sind kaum Nebenwirkungen zu befürchten. Eine Überdosierung kann jedoch schwere Leberschäden zur Folge haben.

Ibuprofen

Ibuprofen ist ein zuverlässiges Mittel gegen Kopfschmerzen. Der Wirkstoff kann jedoch nicht nur gegen Schmerzen, sondern auch zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu entzündlichen Erkrankungen ist zur Therapie von Kopfschmerzen nur eine geringe Dosis nötig.

Rezeptfrei ist Ibuprofen in Dosen bis 400 Milligramm erhältlich. Eine solche Dosis reicht zur Behandlung von Kopfschmerzen in der Regel aus. Als mögliche Nebenwirkungen können Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Magenschmerzen auftreten. Von Kindern sollte der Wirkstoff erst nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.

Wenn die Kopfschmerztablette nicht wirkt

Wenn die Kopfschmerztablette bei Ihnen nicht wirkt, kann es sein, dass die eingenommene Dosis zu niedrig war. Schauen Sie jedoch unbedingt in den Beipackzettel, bevor Sie eine weitere Tablette einnehmen. Möglich ist auch, dass Sie auf den eingenommenen Wirkstoff nicht ansprechen. Greifen Sie bei der nächsten Kopfschmerz-Attacke zu einem anderen Schmerzmittel und überprüfen Sie, ob Ihnen dieses besser hilft. Nehmen Sie jedoch auf keinen Fall verschiedene Tabletten durcheinander ein.

Haben Sie häufiger Kopfschmerzen, die sich nicht durch Tabletten behandeln lassen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt bei Ihnen eine Migräne vor, die mit anderen Medikamenten therapiert werden muss. Greifen Sie außerdem auf alternative Maßnahmen zurück: Neben Tabletten können Kopfschmerzen auch durch genügend Entspannung, etwas frische Luft und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gelindert werden.

Gefahren von Kopfschmerztabletten

Ab und zu eine Kopfschmerztablette zu nehmen, ist völlig in Ordnung. Zu häufig sollten Sie jedoch nicht zu Tabletten greifen, denn dadurch können schmerzmittelbedingte Kopfschmerzen auftreten. Generell gilt, dass Schmerzmittel höchstens an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden sollten. Außerdem sollten Sie nicht länger als drei Tage am Stück zu Kopfschmerztabletten greifen.

Wenn Sie häufiger unter Kopfschmerzen leiden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Wichtig ist nämlich, dass die Ursache der Beschwerden gefunden wird und anschließend eine adäquate Behandlung erfolgen kann. Durch Kopfschmerztabletten lassen sich dagegen lediglich die Symptome unterdrücken.

Kopfschmerzen, Tabletten und Alkohol

Wenn Sie eine Kopfschmerztablette eingenommen haben, sollten Sie keinen Alkohol trinken. Ansonsten kann es zu schweren Wechselwirkungen kommen. Da viele Schmerzmittel ebenso wie Alkohol von der Leber abgebaut werden, kann es zu Verzögerungen im Abbau und somit zu einer Wirkungsverstärkung kommen. Außerdem wird die Leber durch die doppelte Beanspruchung stark belastet.

Kopfschmerztabletten in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft dürfen viele Medikamente nicht eingenommen werden. Gleichzeitig treten bei vielen Frauen aber gerade in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten häufig Kopfschmerzen auf.  Wenn Sie unter solche Beschwerden leiden, sollten Sie zunächst immer versuchen, diese durch alternative Methoden wie Entspannung, Wärme, Bewegung, Schlaf oder Flüssigkeitszufuhr zu lindern.

Lassen die Schmerzen nicht nach, können Sie eine Kopfschmerztablette einnehmen. Paracetamol gilt als unbedenklich – wenn es nicht zu häufig und nicht in zu hohen Dosen eingenommen wird. Sprechen Sie sicherheitshalber jedoch immer mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie eine Tablette einnehmen. Medikamente wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen sollten dagegen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Aktualisiert: 25.01.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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