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Brennnessel – Dosierung

Brennnessel und Brennnesseltee © Mareefe

Brennnesselkraut und -blätter werden vorrangig in Form von Tee aufgenommen. Die Droge ist als Filterbeutel, aber auch als Bestandteil zahlreicher Teemischungen (Blasen- und Nierentees) erhältlich. Daneben kann man das Kraut und die Blätter auch als Mono- oder Kombinationspräparate in Form von Tropfen, Bonbons, Dragees und Kapseln einnehmen.

Die Wurzel wird weniger als Tee, sondern mehr in Form von Filmtabletten und anderen den Trockenextrakt enthaltenden Zubereitungsformen eingenommen. Einige Kombinationspräparate der Gruppe Urologika enthalten ebenfalls Brennnesselwurzel.

Dosierung der Brennnessel

Die mittlere Tagesdosis beträgt, soweit nicht anders verordnet, 8-12 g Brennnesselkraut/ -blätter bzw. 4-6 g Brennnesselwurzel.

Brennnessel zubereiten

Zur Zubereitung eines Tees aus Brennnesselkraut werden 1,5 g des fein geschnittenen Krautes (1 Teelöffel entspricht etwa 0,7 g) entweder mit 250 ml kochendem Wasser übergossen oder mit kaltem Wasser angesetzt und kurz aufgekocht. Nach 10 Minuten wird alles durch ein Teesieb gegeben.

Zur Anwendung als harntreibendes Mittel kann mehrmals täglich eine Tasse des Tees getrunken werden. Für einen Tee aus Brennnesselwurzel werden 1,5 g der grob gepulverten Wurzel (1 Teelöffel entspricht 1,3 g) mit kaltem Wasser angesetzt, etwa 1 Minute gekocht und nach 10 Minuten abgeseiht.

Gegenanzeigen bei Brennnessel

Bei bestehenden Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) infolge einer eingeschränkten Herz- oder Nierentätigkeit sollte keine Durchspülungstherapie mit Brennnesselkraut/ -blättern durchgeführt werden. Bei Brennnesselwurzel existieren derzeit keine Kontraindikationen.

4 besondere Hinweise

  • Bei der Durchführung einer Durchspülungstherapie muss auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter/Tag) geachtet werden.
  • Liegt eine Vergrößerung der Prostata vor, muss regelmäßig ein Arzt zur Kontrolle des Wachstums aufgesucht werden.
  • Wenn Sie im Urin Blut finden, bei Fieber und anhaltenden Beschwerden über einen Zeitraum von mehr als 7 Tagen sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.
  • Die Droge sollte trocken und vor Licht geschützt gelagert werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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