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Faulbaum – Dosierung

Die geschnittene oder pulverisierte Faulbaumrinde und der Trockenextrakt können in Form von flüssigen oder festen Darreichungsformen und als Tee oder Kaltmazerat eingenommen werden. Die Rinde ist heute nur noch in einigen wenigen Teepräparaten, auch in Filterbeuteln, enthalten.

Mittlere Tagesdosis

Die mittlere Tagesdosis beträgt, soweit nicht anders verordnet, 20-30 mg Hydroxyanthracenderivate, berechnet als Glucofrangulin A. Individuell sollte jedoch einfach die geringste Dosierung gewählt werden, die für einen weichgeformten Stuhl erforderlich ist.

Faulbaum: Zubreitung

Zur Zubereitung eines Tees aus Faulbaumrinde werden 2 g der klein geschnittenen Rinde (1 Teelöffel entspricht etwa 2,4 g) mit siedendem Wasser übergossen und nach 10-15 Minuten abgeseiht. Alternativ kann Faulbaumrinde auch mit kaltem Wasser angesetzt und etwa 12 Stunden bei Raumtemperatur ziehen gelassen werden. Die Einnahme von Faulbaumrinde in Form von Tee ist heute jedoch kaum mehr üblich.

Wann sollte man Faulbaum nicht anwenden?

Faulbaumrinde ist bei Darmverschluss, Blinddarmentzündung (Appendizitis), entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie Bauchschmerzen unbekannter Ursache nicht anzuwenden. Auch Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und stillende Mütter sollten Faulbaumpräparate aufgrund unzureichender Untersuchungen und Erfahrungswerte nicht einnehmen.

Hinweise zur Anwendung von Faulbaum

  • Bitte beachten Sie, dass der Wirkeintritt bei Faulbaumrinde erst nach 8-10 Stunden erfolgt.
  • Abführende Mittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht länger als 1-2 Wochen am Stück eingenommen werden. Bei längerer Einnahme kann es zu einer Verstärkung der Darmträgheit kommen.
  • Faulbaumrinde sollte bei Verstopfung nicht das Mittel der Wahl sein, vorher sollte immer erst versucht werden, durch Ernährungsumstellung oder Quellstoffpräparate die Verstopfung zu beseitigen.
  • Faulbaumrinde sollte trocken, kühl und vor Licht geschützt gelagert werden.
  • Vor der Anwendung sollte die frische Rinde mindestens ein Jahr gelagert oder mit Hitze behandelt werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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