Ingwer – Dosierung

Ingwer als Knolle und gemahlen © Ajale

Die übliche Form, Ingwer zu therapeutischen Zwecken einzunehmen, ist ein Ingwer-Tee. Dieser ist auch als Teemischung oder in Filterbeuteln zu kaufen. Die gepulverte Droge ist außerdem in Form von Kapseln erhältlich.

Daneben enthalten viele Kombinationspräparate in Form von Säften, Bonbons, Tropfen oder sogar Salben Ingwerauszüge. Das Essen von Ingwerstäbchen hat vermutlich keinen therapeutischen Effekt.

Ingwer – die richtige Dosis

Die mittlere Tagesdosis beträgt etwa 2-4 g der Droge.

Ingwer sollte trocken und vor Licht geschützt gelagert werden.

Ingwer: Zubereitung als Tee

Die eigene Zubereitung eines Ingwer-Tees ist nicht gebräuchlich. Unter Umständen können jedoch 0,5-1 g der grob gepulverten Droge (1 Teelöffel entspricht etwa 3 g) mit kochendem Wasser übergossen und nach 5 Minuten durch ein Teesieb gegeben werden.

Zur Entfaltung des übelkeitlindernden Effekts können 2 g der frisch gepulverten Droge mit etwas Wasser eingenommen werden.

Wann sollte man Ingwer nicht anwenden?

Ingwer sollte bei Schwangerschaftserbrechen nicht angewendet werden, da hierzu bislang kontrollierte Studien und Anwendungsbeobachtungen fehlen. Bei Gallensteinen sollte Ingwer nur nach vorheriger Konsultation eines Arztes eingenommen werden.

Bei Einnahme über längere Zeit oder in hoher Dosis kann Ingwer unter Umständen die Blutgerinnung und den Blutdruck beeinflussen sowie den Blutzuckerspiegel senken. Deshalb ist bei Diabetikern, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, und Menschen mit Bluthochdruck besondere Vorsicht geboten.

Auch das Absetzen von Ingwerpräparaten vor geplanten Operationen ist in Absprache mit einem Arzt in Erwägung zu ziehen.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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