Johanniskraut – Dosierung

Johanniskraut wird in Form der geschnittenen Droge, als Drogenpulver oder als feste und flüssige Zubereitungen oral angewendet. Zur äußerlichen Anwendung eignen sich flüssige und halbfeste Zubereitungen.

Durch Ausziehen der Blüten mit fetten Ölen wie Oliven-, Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl gewinnt man Johannisöl, das äußerlich oder innerlich angewendet werden kann.

Johanniskraut als Extrakt und Tee

Die Droge kann auch zerkleinert und mit einem Gemisch aus Wasser und Methanol zu einem Extrakt verarbeitet werden. Wenn sich die Inhaltsstoffe nach mehreren Stunden gelöst haben, können sie vom Extrakt getrennt und zu Kapseln oder Tabletten weiterverarbeitet werden.

Trockenextrakte sind in zahlreichen Monopräparaten enthalten.

Auch wenn die Anwendung in Form von Tee nicht mehr empfohlen wird, existieren doch zahlreiche Tee-Monopräparate ("Johanniskrauttee").

Welche Dosis?

Die mittlere Tagesdosis beträgt für die innerliche Anwendung 2-4 g der Droge bzw. 0,2-1,0 mg Gesamthypericin in anderen Darreichungsformen.

Johanniskraut: Zubereitung als Tee

Zur Zubereitung eines Tees werden 2-4 g der fein geschnittenen Droge (1 Teelöffel entspricht etwa 1,8 g) mit siedendem Wasser übergossen und nach 5-10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.

Die Teezubereitung wird jedoch aufgrund stark schwankender Konzentrationen der Inhaltsstoffe heute nicht mehr empfohlen. Auch sollten bei dauerhafter Anwendung die Nebenwirkungen beachtet werden.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Derzeit sind keine Gegenanzeigen bekannt. Bitte beachten Sie jedoch die aufgeführten Wechsel- und Nebenwirkungen.

Die Wirkung von Johanniskraut tritt meist erst nach 2-3 Wochen ein, eine nachhaltige Wirkung wird sogar erst nach 3-6 Monaten erzielt. Johanniskraut-Präparate sollten deshalb, unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen, nicht zu früh abgesetzt werden.

Johanniskraut sollte trocken und vor Licht geschützt gelagert werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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