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Kamille Echte – Dosierung

Kamille und Kamillentee © congerdesign

Kamillenblüten eignen sich zur äußerlichen und innerlichen Anwendung, wobei die Blüten als Kamillenextrakt oder in Form von Tee aufgetragen bzw. eingenommen werden können.

Kamillenblüten zur äußerlichen Anwendung

Für die äußerliche Behandlung von Wunden und Entzündungen der Haut und Schleimhäute werden feuchte Umschläge mit Kamillenblüten angefertigt oder Spülungen und Waschungen durchgeführt. Zur Herstellung von Umschlägen, Spül- und Gurgellösungen werden jeweils 3-10 g Kamillenblüten mit etwa 100 ml heißem Wasser gemischt.

Kamillenöl ist häufig in Bädern, Tropfen oder Salben zur äußerlichen Anwendung enthalten.

Innerliche Anwendung von Kamille

Für die Inhalation bei Reizzuständen der Atemwege werden 2 Esslöffel der Blüten mit einem halben Liter Wasser übergossen. Die Dämpfe sollten dann für mindestens 10 Minuten inhaliert werden.

Bei den Tees zur inneren Anwendung existieren Filterbeutel, Teemischungen vom Typ Magen-Darm-, Leber-Galle-, Schlaf- und Nerventee, Instant-Tees und Kamillepulver.

Darreichungsform beeinflusst Wirkstoffe

Im Bereich der pflanzlichen Arzneimittel gibt es verschiedenste Darreichungsformen wie Destillate, Infuse, Trocken- und Fluidextrakte aus Kamilleblüten.

Bei der Darreichungsform sollte beachtet werden, dass die Wirkstoffe jeweils durch die Art der Zubereitung beeinflusst werden. Das ätherische Öl der Kamillenblüten ist beispielsweise nur in alkoholischen Zubereitungen und Destillaten in ausreichend hoher Konzentration vorhanden, während die Flavonoide auch schon in wässrigen Zubereitungen (Tee) enthalten sind.

Mittlere Tagesdosis

Soweit nicht anders verordnet, kann bei Erkrankungen im Magen-Darmbereich 3-5mal täglich eine Tasse des frisch zubereiteten Tees zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Liegen Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich vor, sollte mehrmals täglich mit dem Tee gegurgelt bzw. gespült werden.

Zur äußerlichen Anwendung werden 3-10 %ige Aufgüsse für Umschläge und Spülungen hergestellt. Für ein Bad werden 50 g Kamilleblüten in 10 l Wasser gegeben.

Kamillenblüten: Zubereitung als Tee

Zur Teezubereitung werden 2-3 g Kamilleblüten (1 Teelöffel entspricht etwa 1 g) mit siedendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.

Es muss jedoch beachtet werden, dass im Kamillenblütenrückstand etwa 70 % des ätherischen Öls zurückbleiben. Für eine wirksame Therapie eignen sich deshalb eher wässrig-alkoholische, standardisierte Auszüge.

Hinweise zu Gegenanzeigen und Lagerung

Kamillepräparate sollten nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Kamille und anderen Korbblütlern wie Arnika, Ringelblumen oder Schafgarbe angewendet werden.

Die Droge sollte trocken und vor Licht geschützt gelagert werden.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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