Klatschmohn – Anwendung

Klatschmohn © TanteTati

Klatschmohnblüten werden ausschließlich in der Volksmedizin sowie als Schönungsdroge in Teemischungen verwendet. Da die Wirksamkeit der Blüten bisher noch nicht wissenschaftlich belegt wurde, wird die therapeutische Anwendung nicht befürwortet.

Derzeit gibt es kein zugelassenes Fertigarzneimittel mit definierter Indikation. Klatschmohnblüten wurden auch von der Kommission E negativ bewertet.

Klatschmohn für die Schönheit

Keine Einwände bestehen jedoch gegen den Gebrauch der Blüten als Schönungsdroge, das heißt um dem Tee ein schöneres Aussehen zu verleihen.

Volksmedizinische Anwendung von Klatschmohn

Volksmedizinisch werden Klatschmohnblüten bei Erkrankungen und Beschwerden, die mit den Atemwegen zusammenhängen, wie Husten und Heiserkeit genutzt. Bei Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege oder der Bronchien kann die Droge zur Schleimlösung und so zum besseren Abhusten beitragen.

Daneben können Teezubereitungen aus Klatschmohnblüten bei Schmerzen und Schlaflosigkeit sowie als Beruhigungsmittel eingesetzt werden. Hauptsächlich sind Klatschmohnblüten jedoch als Schönungsdroge Bestandteil verschiedener Teemischungen.

In der Literatur finden sich keine Hinweise auf die homöopathische Verwendung der Blüten.

Inhaltsstoffe von Klatschmohnblüten

Klatschmohnblüten enthalten Anthocyane wie Cyanidin und Flavonoidglykoside wie Hyperosid, Rutin und Astragalin. Ferner kommen Kämpferöl, Luteolin, Quercetin und weitere phenolische Verbindungen vor. Auch Schleimstoffe sind in der Droge enthalten.

Klatschmohnblüten: Indikation

Nur volksmedizinisch kommen Klatschmohnblüten zur Anwendung bei:

  • Husten
  • Heiserkeit
  • Atemwegsbeschwerden
  • Schmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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