Kolabaum

Kolabaum © istockphoto, TommyIX

Der Kolabaum ist im tropischen Westafrika heimisch, vornehmlich in Nigeria und von Sierra Leone bis Gabun. Der Anbau erfolgt in den Tropenregionen Asiens und Amerikas, aber auch in West- und Zentralafrika und auf Madagaskar. Kolasamen stammen vorwiegend aus Importen aus Nigeria und den westafrikanischen Ländern.

Kolabaum als Arznei

Als Droge werden die von der Samenschale befreiten, getrockneten Samenkerne verwendet (Colae semen). Die Entfernung der Samenschale kann auf unterschiedlichen Wegen geschehen: zum Einen durch Einweichen der Samen in Wasser und anschließendem Abziehen der Schale, zum Anderen durch Trocknen der frischen Samen und Abwaschen der eingerissenen Schale.

Kolabaum: Typische Merkmale

Kolasamen können von den beiden genannten Stammpflanzen, Cola nitida oder Cola acuminata (VENT.) SCHOTT & ENDL. abstammen. Cola acuminata ist ein bis zu 20 m hoher Baum. Die mächtige Krone entfaltet sich bei dieser Art schon 1-2 m über dem Boden, während die Verzweigung bei Cola nitida erst 5-10 m über dem Boden beginnt.

Die Blätter sind groß (15-25 cm lang) und ganzrandig; die Blätter von Cola nitida sind schmäler. Die Blüten entspringen meist direkt dem Baumstamm; sie sind gelblich-weiß, haben einen Durchmesser von etwa 1,5-2,5 cm und wachsen in trugdoldigen Blütenständen.

Früchte und Samen des Kolabaums

Der Baum trägt außerdem sternförmige Sammelbalgfrüchte – pro Frucht kann man circa 5-15 Samen mit weißer Samenschale zählen. Nach Entfernen der Samenschale zerfallen die Samen von Cola nitida in zwei, die Samen von Cola acuminata in vier unregelmäßige Teile.

Die getrockneten Samenkerne bzw. Stücke davon sind in der Droge zwischen 2 und 4 cm lang, hart und von rot- bis dunkelbrauner Farbe. Wesentlicher Bestandteil der Stücke sind die Keimblätter, die innen flach bis konkav, außen unregelmäßig gewölbt sind.

Kolasamen: Geruch und Geschmack

Kolasamen verbreiten einen schwach aromatischen Geruch. Der Geschmack von Kolasamen ist bitter und adstringierend ("zusammenziehend").

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Heilpflanzen-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte wählen Sie eine Kategorie: