Kurkuma

Kurkuma © istockphoto, 14031857

Kurkuma stammt ursprünglich vermutlich aus Indien, wird jedoch heute weltweit in den tropischen Gebieten angebaut. Die Wurzelstöcke werden zur medizinischen Verwendung aus China, Indien, Indonesien, Malaysia, Afrika und Madagaskar importiert.

Kurkuma: Wurzel als Arznei

In der Pflanzenheilkunde wird der gesamte, unterirdisch liegende Wurzelstock der Gelbwurzel (Curcumae longae rhizoma) verwendet. Die Nebenrhizome werden in Scheiben geschnitten und getrocknet.

Der Wurzelstock wird nach dem Verblühen der Pflanze geerntet, mit heißem Wasser abgebrüht und anschließend getrocknet. Das Abbrühen soll das Austreiben der Pflanze verhindern.

Kurkuma – typische Merkmale

Kurkuma ist eine mehrjährige, tropische Staude, die dem Ingwer sehr ähnelt. Sie besitzt grundständige, sehr große und breite Blätter ohne Behaarung und mit annähernd parallel verlaufenden Blattnerven. Die relativ großen gelben Blüten mit drei Blütenblättern stehen in länglichen Ähren.

Die Pflanze entwickelt sich aus einem fleischigen Wurzelstock (Rhizom) und mehreren Nebenrhizomen, die außen mit einer braunen Korkschicht versehen sind und innen aufgrund der enthaltenen Curcuminoide orangegelb gefärbt sind.

Besonderheiten der Gelbwurzel

Das medizinisch verwendete Material besteht aus fingerförmigen Nebenrhizomen mit einem Durchmesser von bis zu 15 mm und den eiförmigen Hauptrhizomen der Pflanze, die bis zu 4 cm lang werden. Die Wurzelfragmente sind außen gelbbraun bis graubraun und fleckig, was auf das Abbrühen nach der Ernte zurückzuführen ist. An den Bruchstellen sind die Wurzeln gleichmäßig orangegelb gefärbt und glänzen leicht.

Gelbwurzel verströmt einen schwachen, würzig-aromatischen Geruch. Geschmacklich ist die Wurzel bitter und brennend scharf.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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