Lifeline Logo

Maiglöckchen

Maiglöckchen © istockphoto, iurii Konoval

Das Maiglöckchen stammt aus Europa und Nordostasien, auf dem nordamerikanischen Kontinent wurde die Pflanze eingebürgert. Das medizinisch nutzbare Material wird aus Wildsammlungen in Osteuropa importiert. Daneben ist Maiglöckchen aber auch im Garten ein beliebter Bodendecker.

Maiglöckchen als Heilpflanze

In der Pflanzenheilkunde nutzt man vorrangig die oberirdischen Teile beziehungsweise die Blüten der Pflanze. Diese werden zur Blütezeit gesammelt und vor Gebrauch getrocknet.

Maiglöckchen: Merkmale der Pflanze

Maiglöckchen ist eine kleine, mehrjährige Pflanze. Unterirdisch liegen zahlreiche Wurzeln und der Wurzelstock, aus dem jeweils zwei elliptische, glattrandige Blätter herauswachsen.

Die kleinen, weißen, nickenden Blüten haben die Form von Glocken und duften stark. An einem Blütenstängel hängen jeweils mehrere Blüten, die sich zur selben Seite neigen. Als Früchte trägt das Maiglöckchen kleine rote Beeren, die sich im August aus den Blüten entwickeln.

Hilfsmittel bei künstlicher Befruchtung?

In den letzten Jahren haben Maiglöckchen auch im Rahmen der künstlichen Befruchtung für Schlagzeilen gesorgt. Forscher fanden heraus, dass menschliche Spermien Geruchsrezeptoren besitzen, die auf Maiglöckchenduft anspringen, was die Spermien mit doppelter Geschwindigkeit zur Eizelle schwimmen lässt.

Wie riechen Maiglöckchen?

Maiglöckchenkraut beziehungsweise insbesondere die Blüten verströmen einen intensiv süßen, duftenden Geruch. Schon Heinrich Heine wusste, dass dieser Duft "das Eis des Winters und der Herzen bricht".

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Heilpflanzen-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte wählen Sie eine Kategorie: