Malve – Anwendung

Die Blüten und Blätter der Pflanze werden gleichermaßen zur Behandlung von Entzündungen der Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes und damit einhergehendem Reizhusten verwendet. Die Blätter nutzt man außerdem bei entzündlichen Prozessen der Schleimhäute der Atemwege (Katarrh der Atemwege). Aufgrund der leicht zusammenziehenden (adstringierenden) Wirkung werden Malve auch günstige Effekte auf Magen-Darm-Entzündungen zugeschrieben.

Malve in der Volksmedizin

Traditionell werden insbesondere Malvenblüten unterstützend zur Schleimlösung im Bereich der Atemwege genutzt. In der Volksmedizin verwendet man Malvenblüten und -blätter bei Erkältungskrankheiten, Husten, Heiserkeit und Blasenleiden sowie äußerlich in Form von Umschlägen zur Behandlung von Wunden.

Malve wird volksmedizinisch außerdem bei Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes wie Reizmagen oder Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) verwendet.

Homöopathische Anwendung von Malve

Die homöopathische Anwendung von Malve entspricht im weitesten Sinn der offizinellen Anwendung, das heißt zur unterstützenden Behandlung von Reizungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum.

Inhaltsstoffe von Malve

In beiden Pflanzenteilen, den Blättern und den Blüten, sind hohe Anteile an Schleimstoffen (5-12 %) enthalten. Diese bestehen vorwiegend aus neutralen und sauren Polysacchariden. Wichtig zu erwähnen ist der hohe Anthocyangehalt der Blüten. Ferner sind Spuren an Gerbstoffen und Sesquiterpenen, Flavonoide und Diterpene im Drogenmaterial enthalten.

Malve: Bei welcher Indikation?

Indikationen, bei den Malve helfen kann, sind:

  • Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum
  • Schleimhautentzündungen
  • Katarrh der Atemwege
  • Reizhusten

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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