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Melisse

Melisse © istockphoto, emer1940

Melisse kommt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum (Kleinasien und Balkan) und Westasien. Die Pflanze ist außerdem in einigen Teilen Deutschlands (Thüringen, Franken, Sachsen-Anhalt, Süddeutschland), Spanien und Südfrankreich verbreitet. In Osteuropa wird Melisse angebaut.

In der Pflanzenheilkunde werden die getrockneten Blätter (Melissae folium) und das ätherische Öl aus diesen (Melissae aetheroleum) verwendet.

Merkmale von Melisse

Melisse ist eine mehrjährige, nach Zitronen riechende Staude, die etwa 70 cm hoch wird. Die deutlich behaarte Pflanze trägt gestielte, rundliche Blätter, die gekreuzt gegenständig am Stängel angeordnet sind. Auf der Unterseite der Blätter treten deutlich die Blattadern hervor, der Blattrand ist gesägt.

In den Blattachseln sitzen jeweils mehrere lilafarbene oder weiße, etwa 1 cm große Blüten mit zweilippigem Kelch.

Melissenblätter als Arznei

Das Drogenmaterial besteht aus mehr oder weniger lang gestielten Melissenblättern, die eiförmig, rund oder herzförmig sind. Die etwas zerknittert wirkenden Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und schwach behaart, unterseitig heller und unbehaart; auf der Unterseite sind außerdem deutlich die Blattadern zu erkennen.

Geruch und Geschmack von Zitronenmelisse

Auch die getrockneten Blätter von Melisse verbreiten einen besonderen, würzig-aromatischen Geruch, der an Zitrone erinnert. Der Geruch ist jedoch insbesondere nach langer Lagerung der Droge nur sehr schwach. Selbst bei den frischen Blättern ist er oft erst nach Zerreiben der Blätter wahrnehmbar.

Der Geschmack von Zitronenmelisse ist angenehm würzig.

Autor: Dr. med. Carmen Monasterio

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