Salbei – Anwendung

Äußerlich angewendet kann man mit Salbeiblättern Zahnfleischentzündungen und generelle Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute behandeln. Salbei hilft beispielsweise bei Druckstellen im Mund, die durch das Tragen von Prothesen oder Zahnspangen entstanden sind, aber auch bei Rachenentzündungen, die mit Halsschmerzen einhergehen. Aufgrund des stark aromatischen Geruchs von Salbei können die Blätter auch bei Mundgeruch angewendet werden.

Salbei zur inneren Anwendung

Die innerliche Anwendung von Salbei eignet sich zum einen zur Therapie von Verdauungsbeschwerden, zum anderen zur Minderung übermäßiger Schweißsekretion, beispielsweise auch beim Auftreten von Nachtschweiß. Bei innerer Anwendung wirkt die Pflanze verdauungsfördernd und hat deshalb lindernde Effekte bei verdorbenem Magen, Blähungen und Durchfall.

Bei experimentellen Studien konnte ferner eine hemmende Wirkung von Salbei auf das Herpesvirus (Herpes simplex) beobachtet werden.

Geschichtliche Bedeutung in der Medizin

Der lateinische Name der Pflanze, Salvia, leitet sich vom lateinischen Wort "salvare" ab, was so viel wie "heilen" bedeutet. Die Herleitung des Namens zeigt bereits, welche Bedeutung Salbei schon seit vielen Jahrhunderten in der Gesellschaft hat.

Schon die alten Ägypter nutzten die Pflanze gegen Unfruchtbarkeit und in der Antike wurde Salbei bei verschiedensten Beschwerden wie Durchfall und Entzündungen der Atemwege verwendet. Seit dem Mittelalter nutzte man Salbei dann zur Behandlung von Zahnfleischentzündungen, zur Verdauungsförderung und als hustenstillendes Mittel.

Salbei in der Volksheilkunde

Heute findet Salbei in der Volksmedizin aufgrund seiner hemmenden Wirkung auf die Milchproduktion Anwendung beim Abstillen und soll ferner auch blutzuckersenkende und menstruationsfördernde Wirkung haben. Dies ist jedoch bisher nicht wissenschaftlich bewiesen.

Salbei wird neben dem medizinischen Einsatz auch als Gewürz und in der Lebensmittelindustrie zur Verzögerung des Ranzigwerdens von Fetten in Fleischprodukten eingesetzt.

In der Homöopathie nutzt man Salbeiblätter bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems und Störungen der Schweißsekretion.

Inhaltsstoffe von Salbei

Salbeiblätter enthalten 1 bis 2,5 Prozent ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Campher, Cineol und α- und β-Thujon. Außerdem kommen in den Blättern in größeren Mengen Gerbstoffe sowie Bitterstoffe, Triterpene, Flavonoide und Steroide vor.

Salbei: Indikationen

Bei folgenden Indikationen kommt Salbei zur Anwendung:

  • Schleimhautentzündung
  • Halsschmerzen
  • Zahnfleischentzündung
  • Mundgeruch
  • Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Blähungen oder verdorbener Magen
  • übermäßige Schweißsekretion, übermäßige Schweißabsonderung oder Nachtschweiß
  • Herpes


Autor*in: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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