Seifenkraut

Seifenkraut
© istockphoto, Gratysanna

Die Pflanze stammt aus Europa und Asien, in Nordamerika wurde sie eingebürgert. Weltweit ist Seifenkraut mittlerweile eine beliebte Gartenpflanze, kommerzieller Anbau findet jedoch vor allem in China, dem Iran und der Türkei statt. Auch die Drogenimporte stammen aus diesen Ländern.

Pflanzenheilkundliche Verwendung

In der Pflanzenheilkunde verwendet man die getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcke der Pflanze (Saponariae rubrae radix). Seltener werden die oberirdischen Pflanzenteile angewendet.

Merkmale von Seifenkraut

Seifenkraut ist eine mehrjährige, bis zu 80 cm hohe Pflanze, die gerne entlang von Flüssen und in lichten Auwäldern wächst. Der Wurzelstock besitzt zahlreiche lange Ausläufer.

Die Stängel tragen gegenständige, längliche Blätter und an den Spitzen blassrosa Blüten, die in rispenartigen Blütenständen stehen.

Woher stammt der Name "Seifenkraut"?

Die zerstoßenen Wurzeln entwickeln beim Reiben in Wasser dichten Schaum, weshalb Seifenkraut früher als Seifenersatz und Waschmittel gebraucht wurde. Der lateinische Name "Saponaria" leitet sich von "sapo", zu deutsch "Seife", ab.

Seifenwurzeln als Arznei

Das Drogenmaterial besteht aus den runden, etwa 3-10 mm dicken Wurzelstücken. Diese sind außen rotbraun, im Querschnitt kann man die helle, weiße Rinde und innen den zitronengelben Holzkörper erkennen.

Seifenwurzel verströmt keinen besonders typischen Geruch. Der Geschmack des Wurzelmaterials ist zuerst bitter-süß und geht dann in einen kratzenden Geschmack über.


Autor*in: Dr. med. Carmen Monasterio, Fachärztin für Innere Medizin

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