Medizinische Fußpflege: Die Behandlung

Die Behandlung durch einen Podologen beinhaltet Maßnahmen aus den Bereichen der Orthopädie, Dermatologie, Chirurgie und Inneren Medizin. Mit seiner Behandlung bekämpft der Podologe akute Fußprobleme und kann somit eventuelle Folgeschäden abwenden. Dazu kommen spezielle Therapietechniken und eine fachmännische Beratung zum Einsatz. Details zum Ablauf einer medizinischen Fußbehandlung erfahren Sie hier.

Ablauf der Fußbehandlung beim Podologen

Eine podologische Behandlung beginnt meist mit einem entspannenden Fußbad, anschließend untersucht der Podologe die Füße sorgfältig. Nachdem er sich dabei ein Bild über den Gesamtzustand der Füße gemacht hat, sucht er gezielt nach Fußproblemen wie zum Beispiel:

  • Entzündungen
  • Geschwüre
  • offenen Wunden
  • Druckstellen
  • Blasen
  • Warzen
  • Hornhaut
  • Hühneraugen
  • eingewachsene Fußnägel

Falls notwendig werden solche Fußprobleme mit speziellen Arbeitsgeräten behandelt. Selbst Pilzbefall, der in einigen Fällen von trockener Haut kaum zu unterscheiden ist, entgehen seinem fachmännischen Auge nicht.

Auch Schuhe und vorhandene Einlagen werden inspiziert. Zusätzlich gibt er nützliche Tipps für die tägliche Fußpflege zu Hause.

Wie lange dauert eine podologische Behandlung?

Eine professionelle podologische Behandlung, die eine individuelle Beratung, Fußinspektion und -pflege einschließt, dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Die Erstbehandlung kann auch länger dauern.

Eine podologische Komplexbehandlung, die meist bei Diabetikern notwendig ist, erfolgt in Absprache mit dem behandelnden Arzt in regelmäßigem Abstand drei- bis viermal innerhalb von sechs Wochen und nimmt 40 bis 50 Minuten in Anspruch.

Wer benötigt medizinische Fußpflege?

Neben den Patienten, die vom Arzt – meist vom Diabetologen, Hautarzt oder Orthopäden – geschickt werden, nehmen auch Menschen mit kurzzeitigen Problemen medizinische Fußpflege in Anspruch. Hornhaut oder Hühneraugen müssen dann entfernt, Druckstellen und Blasen versorgt oder ein Fußpilz behandelt werden.

Diabetiker neigen besonders zu Pilzerkrankungen und anderen Infektionen, da nach langer Diabetesdauer oft auch die Funktion der Schweißdrüsen beeinträchtigt ist. Ohne Schwitzen aber kommt es zu einer Überwärmung, die Haut trocknet aus und wird anfälliger für Verletzungen und den Befall durch Pilze und andere Krankheitserreger.

Fußbehandlung als Vorsorge

Auch Menschen, die einfach Wert auf gesunde Füße legen und diese präventiv versorgen wollen, können den Podologen aufsuchen. Dieser kann dann auch Tipps für die sorgfältige und regelmäßige Fußpflege zu Hause geben. So muss es gar nicht erst zu Fußproblemen kommen.

Was kostet die medizinische Fußpflege?

Eine Behandlung beim Podologen kostet, je nach Dauer und Aufwand, zwischen 30 und 45 Euro, wobei Beratungsleistungen oder kleinere Teilbehandlungen, die nur einige Minuten in Anspruch nehmen, auch günstiger sein können.

Von der Krankenkasse werden diese Kosten allerdings nur übernommen, wenn eine medizinische Notwendigkeit, zum Beispiel ein diabetisches Fußsyndrom, und eine entsprechende Heilmittelverordnung vom Arzt vorliegt.

Trotzdem: Wer als Gesunder auf seine Füße achtet und sie gesund hält, tut seinem ganzen Körper etwas Gutes.

Aktualisiert: 01.04.2019 – Autor: Dagmar Reiche

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