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Blutspende

Mann bei der Blutspende © istockphoto, IttoIlmatar

In einer Notsituation kann Blut helfen, Leben zu retten. Doch damit Patienten in Krankenhäusern überhaupt eine Bluttransfusion erhalten können, sind sie auf Blutspender angewiesen: Nur durch regelmäßige Blutspenden von Gesunden kann sichergestellt werden, dass Kranken im Fall eines Falles geholfen werden kann. Denn Blut kann man nicht kaufen und künstliches Blut gibt es nicht. Mit einer Spende könnten Sie Unfallverletzten oder kranken Menschen das Leben retten. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Wer darf Blut spenden?

Jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 72 Jahren mit einem Mindestgewicht von 50 kg kann Blut spenden. Erstspender dürfen ihren 65. Geburtstag noch nicht erreicht haben.

Ausnahmen: Wer darf nicht spenden?

Gespendet werden darf nicht bei:

  • dauerhafter Einnahme von Medikamenten (zum Beispiel blutdrucksenkende Mittel)
  • akuten Allergien
  • starkem Eisenmangel

Auch darf nicht gespendet werden, wenn Sie krankgeschrieben sind oder sich nicht gesund fühlen. Wenn Sie an Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, einer Fehlfunktion der Schilddrüse oder Zöliakie sollten Sie zuvor Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Trockene Alkoholkranke oder ehemalige Drogenabhängige sollten individuell abklären lassen, ob sie als Blutspender geeignet sind.

Zeitliche Einschränkungen für die Blutspende

Gespendet werden darf erst (zeitlich eingeschränkt):

  • nach Abklingen der Symptome bei Einnahme von Antiallergika (zum Beispiel bei Heuschnupfen)
  • 7 Tage nach Abklingen eines leichten Infekts
  • 4 Wochen nach dem Beenden der Einnahme eines Antibiotikums
  • 6 Monate nach Reisen in Malaria-Epidemiegebiete und 12 Monate nach Reisen in Infektionsrisikogebiete (zum Beispiel Südamerika, Südostasien). Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Risiko für Dengue-Fieber, Chikungunya oder West-Nil-Virus gilt eine Frist von einem Monat, sofern in dieser Zeit keine Symptome aufgetreten sind.
  • 6 Monate nach Schwangerschaft oder Schwangerschaftsabbruch und erst nach dem Abstillen
  • 4 Monate nach einer Tätowierung, dem Stechen von Piercings und Ohrlöchern oder anderen kosmetischen Hautverletzungen (zum Beispiel Permanent Make-up)
  • wenn seit der letzten Blutspende 55 Tage vergangen sind. Frauen dürfen viermal in einem Jahr spenden, Männer sechsmal.

Nach einer Operation können – in Abhängigkeit von der Art des Eingriffs – Wartezeiten von bis zu vier Monaten erforderlich sein.

Hormonelle Verhütung und Nahrungsergänzungsmittel

Gespendet werden darf uneingeschränkt bei Einnahme von:

  • Vitamintabletten
  • Eisenpräparaten
  • Antibabypille oder Hormonpräparaten zur Verhütung

Aktualisiert: 08.03.2019 – Autor: Deutsches Rotes Kreuz; überarbeitet: Silke Hamann

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