Wer Freunde hat, lebt gesünder

Zwei glückliche Freundinnen
© istockphoto.com, Martin Dimitrov

Wer Freunde hat, hat ein stärkeres Immunsystem, eine stabilere Psyche und wird nach Krankheiten schneller gesund. Glaubt man aktuellen Studien haben vier von fünf Bundesbürgern enge Freunde, im Schnitt etwa drei. Ein Netzwerk an stabilen, intensiven Freundschaften trägt dazu bei, das Leben deutlich zu verlängern, denn in schwierigen Zeiten sind es vor allem Freunde, die einem beistehen können, Probleme anzupacken und das Selbstwertgefühl wieder zu heben. Wer in der Not von Freunden aufgefangen wird, landet in der Regel weicher. Denn heute ist es längst nicht mehr selbstverständlich, dass immer ein Lebenspartner, Eltern oder andere Familienmitglieder in der unmittelbaren Nähe sind.

Zutaten für eine lange Freundschaft

Doch worin liegt das Geheimnis einer langen, intensiven Freundschaft? In einer guten Mischung aus angenehmer Nähe und gesunder Distanz. Darin, dass Freunde über alles reden können, ein Grundverständnis füreinander haben und Vertrauen zueinander besteht. Freundschaften sind die zweitengsten Beziehungen, die es gibt - nach Liebesbeziehungen.

Eine intensive Freundschaft hängt nicht davon ab, wie oft man sich sieht. Vielmehr herrschen zwischen Freunden "ideale Schwingungen", kurzum: Harmonie. Man fühlt sich gemeinsam wohl, geht ehrlich und respektvoll miteinander um und verletzt das ineinander gesetzte Vertrauen nicht.

Studien zeigen, dass sich in Freundschaften gern Gleich und Gleich gesellt: ein ähnlicher sozialer Status, Beruf, das Alter und die Art des Humors spielen dabei eine Rolle. Freundschaften müssen aber auch gepflegt werden, denn Menschen bleiben nicht dieselben, sondern verändern sich. Wer irgendwann nur noch in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgt, verdrängt unter Umständen die Gegenwart. Er verkennt, dass sich sein Sandkastenfreund schon längst innerlich entfernt hat - und wundert sich, wenn sich dieser still und leise verabschiedet.

Aktualisiert: 02.08.2016

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