Verhalten ändern - Was tun damit der Wille siegt?

Was tun, damit Ihr Wille siegt?

Nachdem Sie Ihr Ziel fixiert haben, nehmen Sie die zweite Stufe in Angriff. Auf dieser Stufe verbinden Sie unerträgliche Nachteile mit Ihrem alten Verhalten (das Sie ändern wollen) und unglaubliche Vorteile mit Ihrem neuen Verhalten. Konkret geht dies wie folgt: Überlegen Sie, was genau Sie tun wollen (Ihr fixiertes Ziel). Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn Sie es nicht angehen - die Nachteile, die dadurch entstehen würden.

Stellen Sie sich das Schlimmste vor, wie furchtbar es werden könnte, wenn Sie Ihr Verhalten nicht ändern. Geben Sie diesem Bild ein enormes Gewicht. Machen Sie es wuchtig und groß, so dass Sie dabei einen inneren Druck in sich aufbauen, um all dies zu vermeiden. Je schrecklicher Sie sich dieses Bild ausmalen, umso motivierter werden Sie in Ihren Handlungen sein, um das Negative abzuwenden.

Perspektive verändern

Nachdem Sie sich dies vorgestellt haben, verändern Sie nun Ihre Perspektive. Stellen Sie sich jetzt vor, wie es ist, wenn Sie Ihr neues, gewünschtes Verhalten annehmen. Malen Sie sich die unglaublichsten Vorteile aus, die Sie sich vorstellen können. Womöglich verhilft es Ihnen zu mehr Erfolg, zur Festigung Ihrer Persönlichkeit! Eventuell erhalten Sie Anerkennung, avancieren zum anerkannten Spezialisten auf Ihrem Gebiet oder werden einfach zufriedener in der Gewissheit, etwas Richtiges, Gutes getan zu haben. Fasziniert Sie dieses Ziel ausreichend?

Die Schwierigkeit bei der Verhaltensänderung liegt darin, dass wir sehr oft davon sprechen, was wir ändern könnten und sollten, es aber nicht als absolutes Muss ansehen. Viele Menschen werden Dinge nur dann sofort ändern, wenn sie sich zum Ändern gezwungen sehen.

Verhaltensänderung muss gewollt sein

Die Frage ist nicht, ob Sie sich ändern können, sondern ob sie sich wirklich ändern wollen. Das ist eine Frage der Motivation, und diese wiederum wird von Schmerz oder Freude bestimmt. Verhaltensänderungen werden oftmals erst dann wirklich herbeigeführt, wenn die "Schmerzgrenze" erreicht ist. Leider gibt es genügend Menschen, die sich erst in diesem totalen Schmerzzustand befinden müssen, um etwas zu ändern.

Ich empfehle Ihnen, nicht so lange zu warten, sondern Änderungsgründe zu sammeln. Gründe für Pro und Kontra. Achtung: Es ist nicht eine Frage des Aufwandes, den Ihre Änderung zwangsläufig nach sich zieht, es ist eine Frage des Preises, den Sie zu zahlen haben, wenn Sie sich nicht ändern.

Aktualisiert: 31.08.2016 - Autor: Sandra Baumann

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