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Allgemeines zur Vorsorgeuntersuchung

Mit steigendem Alter werden immer mehr Vorsorgeuntersuchungen für Frauen von der Krankenkasse bezahlt – und es ist ratsam, diese Vorsorgeuntersuchungen auch in Anspruch zu nehmen. Welche Untersuchungen Frauen ab 50 Jahren zustehen, welche Vorsorge Schwangere in Anspruch nehmen können und was außerdem in Bezug auf iGel-Leistungen & Co. zu beachten ist, erfahren Sie im Folgenden.

Vorsorge für Frauen ab 50

Da ab dem 50. Lebensjahr auch das Risiko für Darmkrebs steigt, kommen für alle Versicherten eine Dickdarm- und Rektumsuntersuchung in Frage. Diese erfolgt durch Abtasten des Enddarms sowie einen sogenannten Hämokulttest auf Blut im Stuhl.

Ab dem 55. Lebensjahr erweitert sich die Vorsorge um die Darmspiegelung. Frauen und Männer haben zweimal im Abstand von zehn Jahren Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung. Wahlweise können die Patienten aber auch weiter alle zwei Jahre eine Stuhluntersuchung durchführen.

Besondere Untersuchungen zur Vorsorge gilt es grundsätzlich zu beachten, wenn eine Schwangerschaft vorliegt.

Vorsorge während der Schwangerschaft

Zusätzliche Untersuchungen finden während einer Schwangerschaft statt, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Zur Vorsorge in der Schwangerschaft gehört die Betreuung vor, während und nach der Entbindung.

Neben einer umfassenden Beratung zu Ernährung und Gesundheitsrisiken haben Frauen in der Schwangerschaft prinzipiell Anspruch auf regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen sowie drei Ultraschalluntersuchungen. Hinzu kommen bei einer Schwangerschaft Untersuchungen auf Infektionen wie etwa HIV.

Vorsorgeuntersuchungen – Was beachten?

Unter Umständen können die Vorsorgeuntersuchungen schon früher beginnen: Liegen beim Patienten spezielle Risikofaktoren wie eine erbliche Vorbelastung vor, dann kommt die Krankenkasse auch schon früher und in kürzeren Abständen für die Vorsorgeuntersuchung auf.

Zusätzlich zu den gesetzlich festgelegten Vorsorgeuntersuchungen, können Versicherte eine Reihe von Zusatzuntersuchungen zur Vorsorge in Anspruch nehmen, die sie jedoch selbst bezahlen müssen. Solche Leistungen bezeichnet man als "iGeL"-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen).

Allerdings ist der Nutzen dieser Zusatzleistungen teilweise umstritten, sodass ein Gespräch mit dem Arzt ratsam ist. Der Arzt muss seinem den Patienten auf jeden Fall vor der Durchführung solcher iGeL-Leistungen darüber informieren, wie viel die Untersuchung kostet. Vorher lohnt es sich auch zu klären, ob nicht doch die Krankenkasse die Kosten übernimmt, da die Untersuchung im Einzelfall womöglich sinnvoll und vielleicht sogar notwendig ist.

Aktualisiert: 08.04.2019 – Autor: Astrid Zehbe

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