Impfung - Schutz vor gefährlichen Krankheiten

Kind erhält Impfung © istockphoto, surabky

Ein kleiner Piekser nur, schon baut der Körper Abwehrkräfte gegen schwere und lebensbedrohliche Krankheiten auf. Immerhin geht ein Drittel aller Todesfälle weltweit auf das Konto von Infektionskrankheiten. Doch während bei Kindern dank umfangreicher Vorsorgeprogramme Impfungen meist konsequent durchgeführt werden, lässt die Impfbereitschaft in zunehmendem Alter nach. Für ältere Menschen jedoch kann z.B. eine vorbeugende Grippeimpfung lebensrettend sein.

Impfung ist Vorbeugung

Marianne S. (33) möchte ein Baby bekommen. Sie weiß nicht, ob sie als Kind an Röteln erkrankt ist - die Krankheit verläuft manchmal fast ohne Symptome. Ihr Frauenarzt macht zunächst einen Antikörper-Test, denn nur eine Blutuntersuchung zeigt, ob Marianne S. immun ist. Das Ergebnis beweist: Im Blut werden keine Antikörper gegen Röteln nachgewiesen. Der Arzt rät zu einer Impfung. Etwa 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter haben keinen Schutz gegen Röteln. Sie sollten sich mindestens drei Monate vor einer Schwangerschaft impfen lassen. Denn bei einer Infektion während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, treten in über 50 bis 90 Prozent Fehlbildungen auf, z.B. an Ohren und Herz des Ungeborenen. Nicht selten kommen geistige Behinderungen hinzu. Ähnliches gilt für Windpocken: Auch hier sollten sich Frauen, die ein Baby planen, impfen lassen.

Ein anderes Beispiel: Alfred H. ist 82 Jahre alt und herzkrank. Im Februar überrollt eine Grippewelle ganz Deutschland, Alfred H. wird angesteckt und bekommt eine lebensgefährliche Lungenentzündung. Mehrere Wochen liegt er im Krankenhaus, wird mit hochdosierten Antibiotika behandelt und hat es zum Glück geschafft. Doch noch vor dem nächsten Winter lässt er sich gegen Grippe impfen. Gerade ältere Menschen sind anfälliger für Infektionen wie Grippe (Influenza) und deren Komplikationen. Ungefähr 80 Prozent der grippebedingten Todesfälle tritt bei über 65-Jährigen auf - dies ergab eine Untersuchung der europäischen wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für Grippe (ESWI). Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Grippe-Impfung als wirksame vorbeugende Maßnahme.

Aktualisiert: 13.02.2017 – Autor: Udo Schmidt

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