Prävention – Was kann ich tun?

Prävention und Gesundheitsvorsorge erfordern die aktive Mitarbeit jedes einzelnen. Es gibt viele Ansatzpunkte, die es ermöglichen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Zur Vorsorge gehört das Vermindern von Risikofaktoren genauso wie das Fördern positiver Faktoren, die den Körper gegenüber negativen Einflüssen stärken. Daneben kommt auch einer Steigerung des psychischen und sozialen Wohlbefindens eine wichtige Bedeutung zu.

Prävention erfordert Information

An erster Stelle steht die Information – nur wenn ich weiß, was gut und schädlich für mich ist, kann ich etwas daran ändern. Gute Anlaufstellen sind die Hausärzte – sie können Hinweise und Hilfestellungen geben und häufig auch weitere Ansprechpartner vermitteln. Darüber hinaus sind Ärzte auch diejenigen, die für die medizinische Prävention wie Check-ups und Krebsvorsorgeuntersuchungen zuständig sind und selbstverständlich auch bei bereits eingetretener Erkrankung dem Patienten zur Seite stehen.

Krankenkassen bieten mittlerweile eine breite Palette an Informationsveranstaltungen, Seminaren und Kursen an, deren Teilnahme oft mit Bonuspunkten versüßt wird. Auch der Staat ist an vielen Projekten und Informationskampagnen beteiligt – einen guten Überblick bieten zum Beipiel die Internetangebote der entsprechenden Ministerien wie das Bundesministerium für Gesundheit.

Bewegung, Ernährung, Berufsalltag: wichtige Faktoren der Prävention

  • Eine wichtige Rolle kommt der Bewegung zu – gepaart mit Training von Ausdauer, Kraft und Dehnung. Oft fällt es in der Gruppe leichter, den inneren Schweinehund zu überwinden – viele Vereine, Volkshochschulen und ähnliche Einrichtungen bieten gesundheitsorientierte Sportprogramme zur Prävention an.
  • Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ernährung – auch da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zusammen mit anderen Menschen und unter fachlicher Anleitung etwas am eigenen Lebensstil zu ändern. Eine Vorbildfunktion haben die Eltern – was sie ihren Kindern vorleben, prägt entscheidend deren Verhaltensweisen. Ein gesundheitsbewusst gestalteter Alltag mit Bewegung und ausgewogener Ernährung wird genauso selbstverständlich übernommen wie regelmäßiges Zähneputzen und Besuche beim Zahnarzt.
  • Für die Prävention im Berufsalltag sind vor allem Betriebsärzte zuständig. Laut Arbeitssicherheitsgesetz besteht für Unternehmen – in Abhängigkeit von der Art des Betriebes sowie Anzahl und Zusammensetzung der Beschäftigten – die gesetzliche Verpflichtung, Betriebsärzte zu bestellen. Sie beraten nicht nur den Arbeitgeber in Fragen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung, sondern stehen auch den Beschäftigten für Untersuchungen und Beratungen zur Verfügung. So lässt sich unter ihrer Anleitung zum Beispiel der Arbeitsplatz möglichst gesundheitsfreundlich und ergonomisch gestalten.

Aktualisiert: 25.07.2017 - Autor: Dagmar Reiche

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