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Bisoprolol gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck messen nach Bisoprolol-Einnahme © istockphoto, dolgachov

Bisoprolol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Betablocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina pectoris eingesetzt wird. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Bisoprolol zählen Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Wird der Wirkstoff plötzlich abgesetzt, können auch schwerere Nebenwirkungen auftreten. Wir informieren Sie umfassend über Nebenwirkungen, Gegenanzeigen, Wechselwirkung sowie die Dosierung von Bisoprolol.

Betablocker Bisoprolol

Der Wirkstoff Bisoprolol gehört zur Gruppe der Betablocker (Beta-Rezeptoren-Blocker). Er wird zur Behandlung von essentiellem Bluthochdruck sowie einer stabilen Angina pectoris verwendet. Zusätzlich kann Bisoprolol gemeinsam mit anderen Medikamenten bei einer chronischen Herzschwäche eingesetzt werden.

Wirkstoffe aus der Gruppe der Betablocker besetzen die Beta-Rezeptoren am Herzen. Dadurch kann das Hormon Adrenalin an diesen Rezeptoren nicht mehr andocken. Adrenalin sorgt im Körper unter anderem dafür, dass die Herzleistung und der Blutdruck steigen.

Durch die Einnahme von Betablockern wie Bisoprolol schlägt das Herz langsamer und weniger kraftvoll und der Blutdruck sinkt. Zudem verbraucht das Herz weniger Energie und Sauerstoff, wodurch typische Angina pectoris Symptome wie Atembeschwerden und Schmerzen in der Herzgegend gemildert werden.

Nebenwirkungen von Bisoprolol

Genau wie bei anderen Wirkstoffen kann es auch durch die Einnahme von Bisoprolol zu Nebenwirkungen kommen. Häufig treten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Empfindungsstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung auf.

Gelegentlich können während der Einnahme des Betablockers außerdem folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Verwirrtheit, Stimmungsschwankungen, Depressionen und Schlafstörungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Muskelschwäche und Gelenkerkrankungen
  • Hautausschläge und Hautjucken
  • verlangsamter Herzschlag, gestörte Herzfunktion und Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfungen und Bauchschmerzen

Selten kommt es nach der Einnahme von Bisoprolol außerdem zu Nebenwirkungen wie einem verminderten Tränenfluss, einem Anstieg der Blutfette, Atemstörungen, Schwitzen, Luststörungen sowie einer Gewichtszunahme.

Dosierung von Bisoprolol

Wie genau Bisoprolol dosiert wird, muss vom behandelnden Arzt individuell festgelegt werden. Bitte verstehen Sie die folgenden Hinweise zur Dosierung deswegen nur als allgemeine Richtlinien. Generell gilt, dass bei der Einnahme mit einer niedrigen Dosis begonnen wird, die bei Bedarf dann schrittweise gesteigert werden kann.

Wird Bisoprolol zur Behandlung von Bluthochdruck oder Angina pectoris eingesetzt, wird in der Regel mit einer Dosis von fünf Milligramm pro Tag begonnen. Bei Bedarf kann die Dosis auf 10 Milligramm pro Tag gesteigert werden. In Ausnahmefällen ist eine weitere Erhöhung der Dosis möglich. Liegt lediglich ein leichter Bluthochdruck vor, kann die Gabe von 2,5 Milligramm Bisoprolol bereits ausreichend sein.

Haben Sie eine Überdosis Bisoprolol zu sich genommen, sollten Sie sofort einen Arzt benachrichtigen. Je nachdem wie hoch die Dosis war, kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen. Zu diesen zählen ein starker Blutdruckabfall, ein verlangsamter Herzschlag, eine Herzmuskelschwäche sowie ein kardiogener Schock. Zudem können Bewusstseinsstörungen, Atembeschwerden sowie Übelkeit und Krampfanfälle auftreten.

Bisoprolol absetzen

Ohne Rücksprache mit einem Arzt sollte weder die Dosierung von Bisoprolol geändert noch der Betablocker abgesetzt werden. Ansonsten kann eine Verschlechterung des Zustandes des Patienten die Folge sein. Soll Bisoprolol abgesetzt werden, geschieht dies in der Regel über eine schrittweise Senkung der Dosis. Meist dauert es zwischen drei und zehn Tagen, bis der Wirkstoff vollständig abgesetzt werden kann.

Wird Bisoprolol abrupt abgesetzt, kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen. Zu diesen zählen eine Minderdurchblutung des Herzmuskels mit erneuter Verschlimmerung einer Angina pectoris, ein Herzinfarkt sowie ein schnell wieder auftretender Bluthochdruck.

Aktualisiert: 19.04.2017 – Autor: Kathrin Mehner

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