Ohrenschmerzen – 7 Tipps und Tricks

Ohrenschmerzen können im äußeren Ohr, im Mittelohr oder Innenohr auftreten. Die Schmerzen können auf beiden Ohren oder nur einseitig vorkommen – auch eine schmerzende Ohrmuschel zählt zu den Ohrenschmerzen. Meist sind Kinder betroffen, aber auch Erwachsene leiden an Ohrenschmerzen. Ohrenschmerzen sind nicht immer auf Entzündungen des Ohres zurückzuführen. Oft sind auch Atemwegsinfektionen der Ursprung der Schmerzen. Nervenbahnen, die auch durch das Ohr laufen, können dann den Schmerz in das Ohr weiterleiten. Diese 7 Tipps und Hausmittel helfen bei Ohrenschmerzen.

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1. Zwiebelsäckchen – ein beliebter Tipp bei Ohrenschmerzen

Kind wird an den Ohren untersucht © Getty Images/Ivan-balvan
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Die Zwiebel ist das Hausmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen und Ohrenschmerzen. Dank ihrer antibakteriellen Wirkung wird die Zwiebel vielseitig eingesetzt – bei Ohrenschmerzen ist das Auflegen von Zwiebelsäckchen eine beliebte Methode.

So geht’s: Zwiebel klein schneiden und in einem Topf erhitzen, anschließend in ein Geschirrhandtuch wickeln und leicht zerdrücken, bis etwas Zwiebelsaft austritt. Alternativ kann die Zwiebel auch nur gehackt, in ein Tuch gewickelt und dann im Ofen oder der Mikrowelle kurz erwärmt werden.

Das warme (nicht heiße) Päckchen auf das betroffene Ohr legen und mit einem Stirnband oder einer Mütze fixieren. Das Päckchen für 20 Minuten einwirken lassen und dabei zur Ruhe kommen.

Bei Erkältungen kann auch Zwiebelsaft mit Honig Abhilfe schaffen. Die Zwiebel schneiden, mit einem Löffel Honig vermischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am Morgen darauf einen Teelöffel Zwiebelsaft mit Honig einnehmen.

2. Ausruhen und schlafen

Kind schläft © Getty Images/d3sign
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Wer krank ist, sollte sich ausruhen. Bei Ohrenschmerzen und weiteren Erkältungssymptomen ist Schlaf die beste Medizin. Es empfiehlt sich, den Körper zu entlasten und die Selbstheilung so zu unterstützen. Ruhe und Schlaf bieten den besten Weg der Erholung.

3. Petersilie – ein Geheimtipp bei Ohrenschmerzen

Petersilie wird gehackt © Getty Images/andreygonchar
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Petersilienumschläge sind eine gute Alternative zum Zwiebelumschlag: Die Petersilie wird ebenfalls in kleine Stücke gehackt, in ein Tuch gewickelt und auf das entzündete Ohr gelegt. Dann eine halbe Stunde lang einwirken lassen. Die ätherischen Öle in der Petersilie wirken entzündungshemmend und können helfen, die Schmerzen zu lindern.

4. Wärme bei Ohrenschmerzen – Rotlicht unterstützt

Rotlichtlampen helfen bei Ohrenschmerzen © Getty Images/edwardolive
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Ohrenschmerzen zeigen sich oft durch unangenehmes Brennen, Ziehen oder Stechen. Meist entstehen die Entzündungen im Ohr an kalten und windigen Tagen. Wärme kann helfen, die Schmerzen zu lindern und einen schnellen Heilungsverlauf fördern. Es empfiehlt sich, Mützen und Stirnbänder zu tragen – auch zu Hause.

Auch Wärmflaschen oder ein warmes Kirschkernkissen können auf die betroffene Stelle gelegt werden, um die Ohren zu wärmen. Achtung: Lassen Sie Kissen oder Wärmflasche leicht auskühlen, um Verbrennungen zu verhindern.

Wer eine Rotlichtlampe zu Hause hat, kann diese ebenfalls nutzen. Achten Sie auf 50 Zentimeter Abstand zwischen Lampe und Ohr und bestrahlen Sie das entzündete Ohr für zirka 10 Minuten. Wärme kann besonders bei Mittelohrentzündungen helfen, bei Schmerzen im äußeren Gehörgang können jedoch kalte Umschläge helfen, die Schmerzen zu lindern.

5. Kamille – zum Inhalieren oder als Dampfbad

Kamillenbad mit Blüten © Getty Images/Francesco Carta fotografo
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Kamille dient als Tee, Dampfbad oder zum Inhalieren als natürliches Hausmittel bei Erkältungen und Ohrenschmerzen. Ein Kamillendampfbad kann bei Mittelohrentzündungen helfen und die Heilung fördern.

So funktioniert’s: Geben Sie zwei Esslöffel Kamillenblüten in kochendes Wasser und lassen Sie diese für zirka fünf Minuten ziehen. Halten Sie das betroffene Ohr im Anschluss für einige Minuten über den Dampf. Der Dampf kann zudem Inhaliert werden, dies hilft bei Atemwegsinfekten und kann den Druck auf die Gehörgänge reduzieren.

Kamillenteebeutel können zudem doppelt verwendet werden: Der warme Tee sorgt als Getränk für ausreichend Flüssigkeit, die Teebeutel selbst können anschießend leicht abgekühlt auf das betroffene Ohr gelegt werden.

6. Frisches Senfmehl oder Heilerde

Senfmehl und Senfpaste © Getty Images/Avtor
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Kann Ohrenentzündungen lindern: Frisches Senfmehl oder Heilerde, welche im Supermarkt, online oder in Apotheken erhältlich sind, ergeben mit warmem Wasser vermischt eine Paste. Diese kann einfach auf ein leichtes Geschirrtuch gestrichen werden. Legen Sie das Tuch für etwa 15 Minuten auf das betroffene Ohr. Bei Schmerzen und Brennen der Haut sollte der Umschlag entfernt werden.

7. Inhalation mit ätherischen Ölen

Eukalyptusöl mit Handtüchern © Getty Images/amberto4ka
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Neben Kamille können auch ätherische Öle bei Erkältungen helfen. Besonders bei Atemweginfekten, welche mit starkem Schnupfen einhergehen, kann Inhalieren das Sekret lösen. Das ätherische Öl in einem Topf mit heißem Wasser ziehen lassen und den Wasserdampf tief einatmen. Die Öle sind in der Apotheke oder in Drogeriemärkten erhältlich, es empfehlen sich:

  • Eukalyptus
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Tannenöle

Vorsicht: Ätherische Öle sollten nur bei Erwachsenen angewendet werden, bei Kindern könnte dies zu allergischen Reaktionen und/oder Atemproblemen führen.

Quellen

Aktualisiert: 05.10.2021
Autor*in: Alexandra Maul, News-Redakteurin