Influenza – so wichtig ist die Grippeimpfung im Herbst

Die Virusgrippe (Influenza) ist eine schwerwiegende Erkrankung. Jedes Jahr erkranken mehrere tausend bis zehntausend Menschen an der Grippe. Im schlimmsten Fall kommt es zu Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. Wer sollte sich impfen lassen und wie lange sollte der Abstand zur Corona-Impfung sein?

Mann erhält Grippe-Impfung

Besonders schwere Folgen der Grippe-Erkrankung sind Lungenentzündungen oder Herzmuskelentzündungen, eine Impfung kann das Risiko eines schweren Verlaufs reduzieren.

Influenza: Die Grippe kurz erklärt

Die Influenza ist eine Viruserkrankung – für die saisonale Grippewelle sind sowohl die Influenza-A-Viren als auch B-Stämme des Influenzavirus verantwortlich. Die Grippe wird durch eine Tröpfcheninfektion, etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Die jährliche Inzidenz unterscheidet sich von Jahr zu Jahr – da 2020 aufgrund von Kontaktbeschränkungen und Corona-Lockdown nur wenige Influenza-Erkrankungen aufgetreten sind, rechnen Expert*innen dieses Jahr mit einer hohe Grippe-Inzidenz. Die Zeit vom Moment der Ansteckung bis zur Erkrankung (Inkubationszeit) dauert durchschnittlich ein bis zwei Tage.

Die Symptome treten bei einer Grippe meist plötzlich und stark auf:

Die Krankheitsdauer liegt zwischen fünf und sieben Tagen – bei Komplikationen kann die Influenza allerdings auch länger andauern.

Influenza: Wann ist die Grippeimpfung sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung besonders für Risikogruppen und ältere Personen. Doch auch einige Menschen, die nicht gefährdet sind, sollten sich impfen lassen, um andere zu schützen.

Diese Risikogruppen sollten sich impfen lassen:

  • Erwachsene ab 60 Jahren
  • Personen mit Vorerkrankungen und chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes mellitus Typ 2 oder Autoimmunerkrankungen
  • Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen
  • Alle gesunden Schwangeren ab dem 2. Trimester
  • Schwangere mit chronischer Grunderkrankung ab dem 1. Trimester
  • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal
  • Personen mit Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln, um Doppelinfektionen mit humanen und aviären Viren zu vermeiden. Bei aviären Viren handelt sich um Viren, welche eigentlich nur Wildvögel infizieren.

Die Grippeimpfung wird im Oktober und November empfohlen, um den Impfschutz bereits vor der Grippewelle zu erreichen, der vollständige Schutz ist nach zehn bis 14 Tagen aufgebaut.

Impfreaktionen der Grippeimpfung

Wie bei vielen anderen Impfungen können auch nach der Grippeimpfung Impfreaktionen auftreten. Das Vakzin ist allgemein aber gut verträglich. Mögliche Begleiterscheinungen sind:

  • Schmerzen, Rötung und Schwellung der Einstichstelle
  • Fieber
  • Frösteln
  • Schwitzen
  • Müdigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Die Impfreaktionen dauern meist ein bis zwei Tage an.

Wann gegen Grippe und Corona impfen?

Der Pharmahersteller Novavax führt bereits erste Studien mit einem Kombinationsimpfstoff aus Grippe- und Corona-Impfung durch.

Aktuell sollten zwischen den beiden einzelnen Impfungen allerdings noch mindestens zwei Wochen Abstand liegen, da das Paul Ehrlich-Institut mögliche Impfreaktionen der Corona-Impfung weiterhin erfasst und die Daten ohne Störfaktoren, beispielsweise die Grippeimpfung, auswerten will.

Aktualisiert: 17.09.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin