Rhabarber: Saures Gemüse mit Superkraft oder giftig?

Rhabarber macht im Kompott, im Kuchen oder Limonade eine gute Figur. Das Gemüse schmeckt sauer und leicht fruchtig und wird oft fälschlicherweise dem Obst zugeordnet. Zudem enthält Rhabarber wichtige Nährstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium, sowie die Vitamine C und K. Das Stangengemüse kann allerdings auch giftig sein, mehr dazu erfahren Sie hier.

Rhabarber © Getty Images/ Westend61

Der Geschmack von Rhabarber kann an der Stielfarbe erkannt werden. Rhabarber mit grünem Fleisch ist sehr sauer und herb, während der rote Rhabarber milder schmeckt und ein leichtes Himbeeraroma enthält.

Vorsichtig giftig: Rhabarber sollte vor dem 24. Juni geerntet werden

Je älter Rhabarber, desto höher ist der Anteil an Oxalsäure. Daher wird Rhabarber üblicherweise nur im Zeitraum von April bis zum Johannistag, am 24. Juni geerntet. Oxalsäure ist in geringen Mengen in jedem Obst und Gemüse vorhanden, kommt neben Rhabarber auch in Spinat oder Mangold vermehrt vor. In sehr hoher Konzentration kann Oxalsäure die Nieren schädigen.

Personen mit Rheuma, Arthritis oder Gicht sollten den Verzehr von Rhabarber deutlich reduzieren oder vermeiden. Schwangeren und Kleinkindern wird grundsätzlich von Rhabarber abgeraten.

Das Gemüse sollte zudem nicht mit Metallen wie Alufolie, Aluminium oder Zinktöpfen in Verbindung gebracht werden, da die chemischen Kombinationen mit Oxalsäure ebenfalls giftig sein können.

Die schädliche Wirkung der Oxalsäure kann durch Kalzium neutralisiert werden. Daher empfiehlt es sich, den Rhabarber mit Milch und Milchprodukten zu kombinieren.

5 Gründe warum Rhabarber das TOP-Gemüse im Frühling ist

  1. Rhabarber unterstützt das Immunsystem: Die Stangen des Rhabarbers verfügen über einen hohen Anteil an Vitamin C. Das Vitamin unterstützt den Körper bei der Entgiftung und kann Infektionen durch Bakterien sowie Viren vorbeugen. Auch bei Entzündungen beispielsweise des Zahnfleischs oder Herpesbläschen kann Rhabarber helfen, die Mundschleimhäute schneller zu heilen.
  2. Rhabarber reinigt den Darm und fördert die Verdauung: Die Rhabarberstiele enthalten Anthranoide, welche die Darmbewegung fördern und die Verdauung in Schwung bringen. Auch die Ballaststoffe des Gemüses können Magen und Darm unterstützen und den Darm reinigen.
  3. Gesunde Abnehmhilfe: Mit nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Rhabarber die perfekte Unterstützung bei Diäten und Kuren. Dank dem großen Anteil an Quell- und Ballaststoffen macht das Stängelgemüse dennoch satt.
  4. Sorgt für gute Nerven: Neben Vitamin C enthält Rhabarber auch viele wichtige B-Vitamine (B1, B2, B3, B5 und B6). Diese können helfen Stress besser zu verarbeiten und Verstimmungen zu reduzieren.
  5. Rhabarber für Diabetiker: Aufgrund seiner geringen Zuckermenge und dem niedrigen Anteil an Kohlenhydraten, eignet sich Rhabarber besonders gut für Diabetiker.

Das Stangengemüse kann dank seiner Nährstoffe das Gehirn schützen, die Blutbildung fördern und den Blutdruck senken.

Tipp: Den Rhabarber nach dem Kauf in eine feuchte Küchenrolle wickeln und im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Dadurch bleibt er länger frisch und knackig. Das Gemüse kann sowohl roh als auch bereits verarbeitet eingefroren werden.

Aktualisiert: 05.05.2021 - Autor: Alexandra Maul, News-Redakteurin