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Sauna – Schwitzen Sie sich gesund!

Pärchen schwitzt in der Sauna © istockphoto, kzenon

Für den Menschen ist Schwitzen lebenswichtig: Deshalb ist der Besuch der 85 bis 100 °C heißen Sauna hierzulande populär wie nie zuvor. Doch werden bei dem Naturheilverfahren aus dem hohen Norden immer wieder gravierende Fehler gemacht, die den Erfolg der "gesunden Aktion" beeinträchtigen. Wir erklären, was beim Saunagang zu beachten ist – vom Duschen über die beste Position in der Sauna bis hin zum richtigen Abkühlen.

Was ist beim Duschen zu beachten?

Da der austretende Schweiß auch den sogenannten Säureschutzmantel der Haut aufbaut, empfehlen Mediziner, sich zwar vor dem Besuch der Schwitzkabine unter der Dusche gründlich mit Seife zu reinigen, aber hinterher den Schweiß nur noch mit bloßem Wasser abzuspülen.

Regeln für den Saunagang

In der Schwitzkabine sollte der Besucher möglichst in liegender Position auf der mittleren oder höheren Stufe mindestens acht, besser aber zwölf, höchstens jedoch 15 Minuten verbringen. Liegend deshalb, weil dadurch eine einheitliche Erwärmung des ganzen Körpers erfolgt. Eine bis zwei Minuten vor dem Verlassen der Sauna sollte eine Sitzposition eingenommen werden.

Richtig Abkühlen nach dem Saunagang

Die Abkühlung ist nach jedem Saunagang wichtig. Der Vorgang sollte am besten mit einem kühlen Luftbad von zwei bis fünf Minuten beginnen. Dann erfolgen kalte Schlauchgüsse oder Schwallbrausen, stets bei den Händen und Füßen beginnend und allmählich zur Körpermitte fortschreitend. Dadurch wird das Training der Blutgefäße in der Haut gefördert.

Der Abkühlvorgang kann durch warme Fußbäder (bis 40 °C, nur knöchelhoch) beschleunigt werden. Denn Fußbäder weiten die durch das Kaltwasser verengten Hautgefäße und begünstigen so den Abtransport der überschüssigen Wärme über die Kapillaren der Haut. Danach sollte der Saunabesucher für zwölf bis 15 Minuten auf einer Liege ausruhen.

Entgegen der landläufigen Vorstellung bringt die Sauna bei richtiger Anwendung trotz der starken Wärmeeinwirkung keine übermäßig hohe Belastung für Herz und Kreislauf mit sich. Sauna wird sogar ausdrücklich Hochdruckpatienten in frühen Stadien empfohlen.

9 Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Nie abgehetzt oder unmittelbar nach anstrengendem Sport in die Saunahitze; es drohen Kreislaufbeschwerden.
  • Immer gut abgetrocknet in die Schwitzkabine, dann schwitzen Sie besser.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung in der Hitze. Schon Reden kann überanstrengen.
  • Nie während eines akuten Virusinfektes in die Sauna.
  • Erst nach dem Saunabad trinken, sonst wird der Entgiftungseffekt zunichte gemacht.
  • Nach dem Schwitzbad nicht warm duschen, sondern immer kalte Güsse. Das unterstützt den Abkühleffekt.
  • Unbedingt "Nachschwitzen" vermeiden, auch wenn warme Becken oder Nachschwitzräume vorhanden sind. Es drohen Kreislaufüberlastungen und Infektionen.
  • Kalte Fußbäder nach dem Schwitzbad können Gefäßkrämpfe bewirken.
  • Gymnastik oder Schwimmen nach der Sauna verzögert das Abkühlen und fördert Infektionen.

Aktualisiert: 13.09.2016

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