Lifeline Logo

Atemtherapie: Atemübungen

Den Atemrhythmus zu finden trainiert man, indem man durch die Nase in den Bauch hineinatmet und etwa doppelt so lange ausatmet. Ausatmen bringt die eigentliche Entspannung. Nach dem Einatmen nicht die Luft anhalten, sondern gleich ruhig ausatmen. Erst danach eine kurze Atempause einlegen, bis der Körper wieder nach Luft verlangt. Jetzt atmen Sie automatisch tief ein.

Wirkung von Ein- und Ausatmen

Beobachten Sie Ihre Atmung. Wie die meisten Menscher werden Sie vermutlich beim Ausatmen etwas zusammensinken, doch so wird der Energiefluss gehemmt. Das Ausatmen sollte Sie daher im Gegenteil aufrichten. Das Einatmen hilft dabei, dass Sie sich sammeln. Denn beim Einatmen empfangen Sie etwas: Sie lassen etwas zu. Das Ausatmen ist aktiv: Sie tun etwas.

Probieren Sie die Hauchatmung. Damit bekommen Sie einen tiefen und ruhigen Atemrhythmus. Hauchen Sie langsam in die Handfläche, als wollten Sie sie anfeuchten. Nun atmen Sie wieder durch die Nase ein. Diese Übung wiederholen Sie, bis Ihre Hand ganz warm geworden ist.

Einfache Atemübung

Sie atmen langsam durch die Nase ein. Atmen Sie ebenso langsam durch die Nase aus. Denken Sie dabei langsam ein zweisilbiges Wort wie "Ruhe". Wiederholen Sie diese Übung und achten Sie darauf, wo ihr Atem hinfließt, ob eher in den Bauch oder weiter oben in die Brust. Atemtherapeuten empfehlen die Bauchatmung:

  • Beim Einatmen sollte sich das Zwerchfell zusammenziehen und abwärts bewegen. Die Bauchdecke sollte sich dabei nach vorne wölben. Im Brustraum entsteht so ein Sog. Dadurch entfalten sich die Lungen, man atmet ein. Bei der Brustatmung werden die Rippen nach oben gezogen und voneinander entfernt. Dadurch vergrößert sich der Brustraum und es entsteht wieder Unterdruck, der zur Einatmung führt.
  • Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell. Damit wird verbrauchte Luft aus den Lungen gepresst. Ein Zusammenziehen der Rippen unterstützt diesen Prozess. Doch ob aus Bewegungsmangel oder durch falsche Haltung – viele Menschen atmen zu sehr in die Brust. Bei der Brustatmung weitet sich zwar der Brustkorb, doch das Zwerchfell bewegt sich kaum.

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: bo, Susanne Köhler / Überarbeitung: Nathalie Blanck

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?