Macht Butter dicker als Margarine?

Margarine wurde im Jahre 1867 von Kaiser Napoleon III. erfunden. Er suchte damals einen preiswerten Butterersatz für seine Heere und beauftrage den französischen Chemiker Meges-Mourièr, der den ersten Ersatz aus Rindertalg gewann. 1869 ließ er sich dieses Verfahren zur Streichfettgewinnung sogar patentieren.

Aus was besteht eigentlich Margarine?

Heute wird Margarine überwiegend aus pflanzlichen Ölen hergestellt und ist damit cholesterinfrei. Margarine enthält auch Wasser beziehungsweise Magermilch, Emulgatoren, Vitamine, Aroma- und Farbstoffe. Der Fettanteil liegt bei 80% und der Wasseranteil bei 18%.

Und die Butter?

Im Vergleich dazu wird Butter aus Milch und Sahne hergestellt, sodass egal ob Süßrahmbutter, mildgesäuerte Butter oder Sauerrahmbutter mindestens 82% Fett und höchstens 16% Wasser in der Butter enthalten sind.

Fazit

Die weit verbreitete Annahme, dass Margarine fettärmer sei als Butter stimmt also nicht. Der unwesentliche Unterschied im Fettanteil lässt keine Unterscheidung zu, welches Produkt nun dicker macht oder nicht.

Ernährungsexperten empfehlen die tägliche Fettzufuhr von 30 bis 35 Prozent nicht zu überschreiten. Generell gilt also für alle, die Fettzufuhr weitestgehend zu beschränken und Streichfette grundsätzlich sparsam zu verwenden. So sollte doch letztlich die Entscheidung, ob Butter oder Margarine eine Frage des Geschmacks bleiben.

Aktualisiert: 13.06.2018

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