Was ist Halitosis?

Selbst merkt man es in den seltensten Fällen, aber Reaktionen des Gegenübers können einen auf die richtige Fährte bringen. Foetor ex ore oder Halitosis wird das übel Leiden wissenschaftlich genannt. Halitus stammt aus dem lateinischen und bedeutet Hauch bzw. Atem. Die Endung -osis wurde aus dem griechischen übernommen und wird mit "krankhaftem Zustand" übersetzt. Millionen Menschen verströmen schlechten Atem. Die Ursache für Mundgeruch liegt zu 90 % aller Fälle in der Mundhöhle. Mit der täglichen Mundhygiene sollte sich intensivst befasst werden. Mit Utensilien wie Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide wird versucht, den Mund- und Rachenraum in Schuss zu halten, und dem Mundgeruch vorzubeugen. Warum dies nicht immer von Erfolg gekrönt ist, erfahren Sie hier!

Knobi, Zwiebeln & Co.

Der Grund für einen kurzzeitigen Mundgeruch findet sich in der Regel auf dem Speiseplan. Schwefelhaltige Verbindungen der Essensbestandteile lösen sich im Blut und werden dann u.a. ausgeatmet. Folglich helfen auch Zahnbürste und Mundwasser nur vorübergehend. Hier hilft nur abwarten!

In aller Munde

Unsere Mundhöhle ist eine wunderbare Brutstätte für Mikroorganismen. Hunderte Bakterienarten finden in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und Zungenpapillen einen optimalen Lebensraum. Diese Bakterien, die meist ohne Sauerstoff auskommen, zersetzen z.B. Essensreste, Blut und Zellen und produzieren dabei schwefelhaltige Endprodukte, die dem Atem eine unangenehme Note verpassen. Schlechte Mundhygiene oder entzündetes Zahnfleisch können die Ursache für die Bakterienausdünstungen sein. Eine ausgetrocknete Mundhöhle, wie sie durch langes Reden, atmen durch den Mund oder einige Medikamente zustande kommt, führt ebenfalls zu einem schlechtem Atem, denn ein ausreichender Speichelfluss verringert die Bakteriendichte. Das Problem des Mundgeruchs kann uns aber auch buchstäblich auf der Zunge liegen, da sich hier Bakterien besonders gut einnisten können. Es empfiehlt sich daher, so seltsam das auch klingen mag, auch die Zunge bei der Mundhygiene mit einzubeziehen. Diese am Besten morgens und abends mit einer weichen Zahnbürste in Längsrichtung "mitputzen".

Was der Atem uns verrät

Einige Erkrankungen oder Veränderungen des Körpers lassen sich teilweise über den Mundgeruch entdecken. So kann der Atem von Diabetikern nach Aceton riechen. Menschen die wenig essen, können einen urinähnlichen Geruch ausströmen. Meldet sich der Magen zu Wort, gerät der Atem säuerlich.

Aktualisiert: 20.04.2012

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