Was sind Alterswarzen?

Alterswarze © istockphoto, Lipowski

Im mittleren Lebensalter können neben Altersflecken auch noch andere Hautveränderungen, wie beispielsweise Alterswarzen (Seborrhoische Keratose) auftreten. Bei Alterswarzen handelt es sich um dunkelpigmentierte Hautwucherungen, welche vermehrt im Gesicht oder am Oberkörper auftreten können. Auf den ersten Blick werden Alterswarzen häufig mit Basaliomen (weißer Hautkrebs) oder malignen Melanomen (schwarzer Hautkrebs) verwechselt. Allerdings handelt es sich bei seborrhoischen Warzen um gutartige Hauttumore, welche keinerlei Grund zur Beunruhigung geben.

Wie entstehen Alterswarzen?

Alterswarzen gelten als die am häufigsten auftretenden Hautwucherungen, doch sind sie weder infektiös noch gefährlich. Hinter ihrer Entstehung wird eine genetische Veranlagung vermutet. Äußere Umweltfaktoren wie chemische Reize oder UV-Strahlung sollen hingegen weniger zur Ausbreitung von Alterswarzen beitragen. Folglich kann jeder Mensch Alterswarzen bekommen, ganz unabhängig von seiner Lebensweise.

Wie erkennt man Alterswarzen?

Alterswarzen sind gutartige Hornhautwucherungen, welche bei Frauen wie Männern ab circa 50 Jahren gleich häufig auftreten und sich mit der Zeit vermehren können.

Das ist typisch für Alterswarzen:

  • Sie kommen im Gesicht, auf dem Kopf, am Nacken, an Händen und Armen, sowie an Brust oder Rücken vor.
  • Wie Altersflecken, sind auch Alterswarzen hellbraun bis dunkelbraun pigmentiert. Allerdings zeigen Alterswarzen im Gegensatz zu Altersflecken an vereinzelten Stellen dicke Verkrustungen auf.
  • In der Regel haben die Hautveränderungen einen Durchmesser von ungefähr einem bis maximal zwei Zentimetern.
  • Die betroffene Hautregion fühlt sich zudem fettig an.

Es gibt jedoch kein einheitliches Bild von Alterswarzen. Die Flecken und Verkrustungen treten differenziert auf, sodass es häufig auch zu Verwechslungen mit den bösartigen Tumoren des weißen oder schwarzen Hautkrebses kommen kann. Darum empfiehlt es sich, pigmentierte Hautveränderungen von einem Dermatologen genauer untersuchen zu lassen.

Behandlung von Alterswarzen

Aus medizinischer Sicht sind Alterswarzen unbedenklich. Die Entfernung von Alterswarzen ist folglich ein rein kosmetischer Eingriff. Hierfür bietet die Dermatologie drei Varianten zur Behandlung, durch die man Alterswarzen entfernen kann:

  1. Vereisen der Alterswarze (Kryotherapie): Hierbei handelt es sich um eine kalte Verbrennung der betroffenen Hautstelle. Nach der Behandlung setzt der Heilungsprozess der Haut ein, wobei die abgestorbenen Alterswarzen abfallen.
  2. Ausschaben der Alterswarze: Für diese Behandlung wird die betroffene Haut zunächst mit einem Eis-Spray betäubt. Anschließend wird die Alterswarze mit einem Skalpell entfernt. Diese Methode wird aufgrund der langen Heilungsphase nur selten angewandt.
  3. Lasern der Alterswarze: Mit der Laser-Methode wird das Gewebe der Alterswarze verdampft. Die Sitzung ist weitestgehend schmerzfrei und bedarf keiner örtlichen Betäubung. Der Heilungsprozess verläuft hier relativ kurz, wobei unauffällige Narben zurückbleiben können.

Nachdem der Dermatologe die Alterswarzen entfernt hat, ist es wichtig, die betroffenen Hautregionen sorgfältig zu pflegen und sie keinesfalls direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen bis die Wunden komplett abgeheilt sind.

Kann man Alterswarzen selbst entfernen?

Im Gegensatz zu anderen Warzen wird die Alterswarze nicht durch einen Virus erzeugt. Gängige homöopathische Hausmittel zur Abtötung der Warzenviren, wie beispielsweise Teebaumöl, können hier folglich keine Hilfe sein.

Zwar besteht beim Versuch, die Alterswarze selbst zu entfernen, keine Gefahr einer infektiösen Verbreitung, dennoch sollte man an der betroffenen Stelle keinesfalls herumschneiden oder -beißen. Denn dadurch entstehen offene Wunden, welche zu starken Blutungen und Entzündungen führen können. Sinnvoller ist es, die Alterswarzen von einem Dermatologen begutachten und bei Bedarf chirurgisch entfernen zu lassen.

Aktualisiert: 25.09.2018 – Autor: Miriam Erb

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