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Adipositas – Folgen

Frau mit Adipositas © istockphoto, VioletaStoimenova

Starkes Übergewicht macht krank – darüber sind sich Fachleute einig. Adipositas, aber auch Übergewicht, sind ein Risikofaktor für zahlreiche Zivilisationskrankheiten, allen voran Erkrankungen der Gefäße und des Herz-Kreislauf-Systems: Hypertonie (Bluthochdruck), Arteriosklerose samt Folgen wie Herzinfarkt sowie Schlaganfall. Dieses Risiko steigt, wenn zum Übergewicht neben Hypertonie auch noch eine Zuckerkrankheit (Diabetes) sowie Fettstoffwechselstörung auftritt ("tödliches Quartett").

Folgen und Risiken von Adipositas

Insbesondere bei Adipositas permagna (BMI ab 40) sind folgende Risiken keine Seltenheit:

  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Linksherzvergrößerung, Arteriosklerose
  • Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Gestörter Zuckerstoffwechsel bis hin zum Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Verstärkte Blutgerinnung
  • Gicht, Wirbelsäulenkrankheiten, Arthrose
  • Gallenblasenerkrankungen, Fettleber, Refluxkrankheit
  • Demenz
  • Hormonstörungen (beispielsweise eingeschränkte Fruchtbarkeit)
  • Lungen- und Atemprobleme
  • Schlafapnoe
  • Krebs (beispielsweise Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Darmkrebs, Gallenblasenkrebs, Nierenkrebs)
  • Wundheilungsstörungen, erhöhtes Operations- und Narkoserisiko, erhöhte Komplikationsraten während der Schwangerschaft

Adipositas: Folgen allgemeiner Art

Dazu kommen allgemeine Beschwerden bei Adipositas wie verstärktes Schwitzen, Kurzatmigkeit sowie Gelenkschmerzen. Bei Adipositas permagna sind häufig auch die Aktivitäten des täglichen Lebens eingeschränkt. Viele Betroffenen empfinden ihr massives Übergewicht als Einschränkung der Lebensqualität oder leiden unter den Reaktionen ihrer Umwelt.

Bei Menschen mit Adipositas ist die Rate an Depressionen und Angststörungen erhöht. Zahlreiche Studien zum Thema Adipositas haben gezeigt, dass ein großer BMI mit einer verkürzten Lebenserwartung einher geht.

Adipositas: BMI und Fettverteilung

Das Risiko für Folgeerkrankungen bei Adipositas hängt nicht nur vom BMI ab, sondern auch stark davon, wie sich das Übergewicht verteilt:

  • Mittlerweile weiß man, dass der sogenannte Apfeltyp, bei dem sich die Fettspeicher um die Körpermitte (und damit auch an den inneren Organen) befinden, ein besonders großes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten hat.
  • Der Birnentyp dagegen, bei dem es sich die Fettpolster eher an Hüften und Oberschenkel gemütlich machen, ist weniger gefährdet.

Generell dient als grober Indikator der Taillenumfang – bei Frauen zeigt dieser ab 80 cm ein erhöhtes Risiko an, bei Männern ab 94 cm. Übrigens: Ein körperlich fitter Mensch mit einem höheren BMI hat vermutlich ein geringeres Risiko für Folgeerkrankungen als jemand mit nur leichtem Übergewicht, der sich nie bewegt.

Aktualisiert: 19.10.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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