Ahornsirup - Grad, Diät und Wirkung

Ahornsirup © piviso

Abhängig von der Erntezeit entstehen verschiedene Qualitätsstufen. Ahornsirup Grad AA steht für höchstklassigen, sehr hellen Sirup mit fein-mildem Geschmack. Diese Qualitätsstufe wird fast ausschließlich in Kanada verkauft und kaum exportiert. Ahornsirup Grad A ist ebenfalls qualitativ sehr hochwertig und hat einen milden, aromatischen Geschmack. Grad B ist meist wesentlich dunkler und schmeckt kräftig und aromatisch. Der bernsteinfarbene Ahornsirup Grad C schmeckt sehr kräftig und würzig. Die letzte Kategorie, Ahornsirup Grad D, wird in Kanada auch als „industrial syrup“ bezeichnet, denn er wird ausschließlich zur industriellen Verarbeitung verwendet. Sein Geschmack ist so kräftig, dass er schon fast unangenehm ist und die Farbe ist sehr dunkel. Grundsätzlich gilt also: Je heller der Ahornsirup ist, desto feiner und milder ist sein Geschmack.

Verwendung von Ahornsirup

Ahornsirup ist gesund, daran besteht kein Zweifel. Als reines Naturprodukt beinhaltet er je nach Bodenbeschaffenheit viele Mineralstoffe. Die meisten Vitamine gehen jedoch durch das mehrmalige Kochen beim Verarbeitungsprozess verloren.

Nichtsdestotrotz ist Ahornsirup in erster Linie ein stark zuckerhaltiges Lebensmittel – er süßt sogar noch stärker als herkömmlicher Kristallzucker. Für Menschen mit Diabetes ist Ahornsirup nicht geeignet. In Kombination mit Zitronensaft, Chili und Wasser ergibt sich zum Abnehmen eine Ahornsirup-Diät.

Ahornsirup als Zuckerersatz

Wer Ahornsirup zum Süßen von Speisen und Getränken verwenden möchte, der sollte darauf achten, dass bereits ein guter halber Esslöffel Sirup einen ganzen Esslöffel Zucker ersetzen kann. Allgemein gilt die Richtlinie, dass 100 Gramm Zucker durch 75 Gramm Sirup ersetzt werden können.

Ansonsten kann Ahornsirup generell überall anstelle von Zucker verwendet werden. Die Indianer würzten mit ihrem „Sinzibuckwud“, was in etwa „dem Holz entlockt“ bedeutet, übrigens fast alle Speisen, auch herzhafte Gerichte. Selbst als sie durch die Siedler erstmals mit Salz in Kontakt kamen, schmeckte es ihnen nicht besonders und sie blieben lieber bei ihrem Ahornsirup.

Ahornsirup: Gesunde Wirkung

Wer heute die goldfarbene Flüssigkeit verwendet, der kann sich sicher sein, ein hochwertiges Naturprodukt zu besitzen. Eine Tasse Tee oder heiße Milch mit Ahornsirup entspannt und hilft bei Schlafstörungen. Ein Löffel purer Sirup weckt neue Energien und vertreibt Trägheitsgefühle.

So vielseitig und lecker der Sirup auch ist, so birgt er dennoch auch Nachteile. Vom ökologischen Aspekt her sollten der weite Transport aus Übersee und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt durchaus kritisch beurteilt werden. Auch der Preis für eine Flasche Ahornsirup übersteigt den für ein Paket Zucker bei weitem. Da ein Baum pro Jahr nur etwa 40 Liter Saft abgeben kann, was einem Liter Ahornsirup entspricht, dürfte dieser Preis jedoch nachvollziehbar sein.

Aktualisiert: 08.12.2011 – Autor: Kristina Klement

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