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Wassermelonen als gesunde Erfrischung

Kind isst Wassermelone © Jill Wellington

Die Wassermelone erfreut sich vor allem im Sommer großer Beliebtheit, denn an heißen Tagen lassen wir uns die saftige Frucht besonders gerne schmecken. Ein hoher Wassergehalt und fruchtiger Geschmack machen Wassermelonen zur gesunden Erfrischung – fast ohne Kalorien. Am liebsten wird diese Melonensorte frisch und roh verspeist, doch leckere Wassermelone-Rezepte wie Bowle, Smoothies oder Fruchtsorbet sind der Renner auf jeder Gartenparty.

Vitamine in der Wassermelone

In erster Linie enthält eine Wassermelone – wie der Name schon sagt – Wasser, und zwar zu etwa 90 bis 95 Prozent. Abgesehen davon stecken in den Fruchtfasern jedoch auch viele Vitamine, vor allem Vitamin A und etwas Vitamin C.

Hinzu kommen ein nennenswerter Eisen-Anteil sowie Magnesium, Phosphat und Kalzium.

Außerdem enthält die Wassermelone einen geringen Natriumgehalt in Verbindung mit Kalium, welche zusammen mit dem vielen Wasser die Nieren entwässern und reinigen.

Wassermelone: Kalorien und Nährwerte

Eine Wassermelone hat kaum Kalorien, lediglich etwa 24 bis 39 kcal pro 100 Gramm. Auch die Kerne der dieser Melone sind nicht zu verachten, denn sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß.

Ein Blick auf die restlichen Nährwerte der Wassermelone zeigt: Ihr Fruchtfleisch enthält fast gar kein Fett. Ballaststoffe und Eiweiß enthält sie nur in geringen Mengen, Kohlenhydrate machen etwa sechs bis acht Prozent des Fruchtfleischs aus.

Wassermelonen: Saison und Kauf-Tipps

Die Saison für Wassermelonen ist aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes grundsätzlich das ganze Jahr über. In Deutschland gibt es sie jedoch meist nur in den Sommermonaten zu kaufen.

Da beim Kauf der grünen, dicken Schale die Reife der Frucht nicht anzusehen ist, hilft hier ein kleiner Trick: Ertönt beim Klopfen auf die Wassermelone ein dumpfer, klangvoller Ton, ist die Frucht reif. Tönt es hingegen hohl und metallisch, ist die Melone noch nicht zum Verzehr bereit.

Da die meisten Menschen ohnehin keine ganze Wassermelone auf einmal essen können und die Frucht im Kühlschrank nach ein paar Tagen schlecht wird, empfiehlt es sich, beim Obsthändler eine halbe Melone zu kaufen. Diese werden meist mit Klarsichtfolie frisch gehalten und sind ebenso gut wie ganze Wassermelonen.

Allerdings lässt sich hier mit Blick auf das aufgeschnittene Fruchtfleisch leichter der Zustand und die Reife der Wassermelone beurteilen. Das Fleisch sollte gleichmäßig in einem saftigen Rot- oder Rosa-Ton gefärbt sein.

Rezepte mit Wassermelone

Die häufigste Art der Zubereitung einer Wassermelone ist, diese einfach in der Mitte zu zerteilen, dann zu vierteln und in Scheiben zu schneiden. Aufgrund ihrer kräftigen, leuchtenden Farbe ist die Wassermelone auch ein beliebtes Mittel zur Dekoration von Speisen.

Für Sommerpartys eignet sich folgendes Rezept für eine Wassermelonen-Bowle:

  1. Von einer großen Wassermelone eine Art Deckel abschneiden.
  2. Das Fruchtfleisch entfernen, bis wie bei einem Halloween-Kürbis nur noch die hohle Schale übrig ist. Diese dient als Gefäß für die Bowle.
  3. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
  4. Die ausgehöhlte Wassermelone nun mit einer Flasche Weißwein und 0,5 Liter Wodka füllen.
  5. Das Fruchtfleisch der Wassermelone sowie eine Dose gemischte Früchte hinzugeben.
  6. Anschließend den Deckel wieder aufsetzen und die Bowle über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  7. Kurz vor dem Servieren eine gekühlte Flasche Sekt hinzugeben.
5 Fakten über Wassermelonen (Infografik)

5 Fakten über Wassermelonen – © istockphoto, chekat

Smoothie mit Wassermelone

Eine tolle Erfrischung an heißen Tagen ist auch der alkoholfreie Wassermelonen-Smoothie, der einfach nach diesem Rezept zubereitet werden kann:

  • 300 Gramm entkerntes Fruchtfleisch mit einem Becher Joghurt, 120 ml Milch und 1 EL Puderzucker pürieren.
  • Anschließend zwei Kugeln Vanilleeis hinzugeben.
  • Den Shake schaumig mixen.
  • In zwei Gläser füllen, mit Minze-Blättchen dekorieren und servieren.

Wassermelone: Anbau und Herkunft

Ursprünglich stammt die Wassermelone aus Südafrika. Da sie Sonne und trockenen, sandigen Boden liebt, wächst sie dort auch heute noch wild in der Steppe. Wilde Wassermelonensorten schmecken allerdings meist bitter und sind eher wegen ihrer Samen beliebt. Diese werden in vielen südlichen Ländern wie Sonnenblumenkerne geröstet und gesalzen und so als gesunder Snack verspeist. Auch Mehl oder Öl wird aus Wassermelonen-Kernen hergestellt.

Die Domestizierung und das Anbauen der Wassermelone begannen schon bei den alten Ägyptern. Nach Europa kam die Frucht allerdings relativ spät. Heute zählen China, die Türkei, USA, Iran und Brasilien zu den wichtigsten Ländern für den Anbau dieser Art der Melone.

Ebenso wie ihre Verwandten wachsen die einjährigen, krautigen Wassermelonen-Pflanzen in verzweigten Ranken auf dem Boden. Eine ausgewachsene Wassermelone kann bis zu 100 Kilogramm schwer werden – normalerweise wiegen die Früchte jedoch zwischen drei und 25 Kilogramm.

Ist die Wassermelone ein Gemüse?

Die Wassermelone zählt, ähnlich wie die restlichen Melonensorten zum Fruchtgemüse. Alle Melonen gehören der Familie der Kürbisse an, manche Melonenarten sind jedoch besonders eng mit den Gurkengewächsen verwandt, beispielsweise die Honigmelone oder die Zuckermelone. Genaugenommen ist die Wassermelone also ein Gemüse und kein Obst, auch wenn sie als Obst gehandelt und gegessen wird.

Aktualisiert: 09.07.2019 – Autor: Kristina Klement

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