Eisenmangel und Überdosierung

Eisenmangel: 3 typische Auslöser

Erscheinungen von Eisenmangel sind weit verbreitet. Besonders Frauen im gebärfähigen Alter kommen wegen des monatlichen Blutverlustes nicht selten in eine Situation mit Eisenmangel. Prinzipielle Ursachen von Eisenmangel sind:

  1. Eisenverlust: Längerandauernde Blutungen durch Geschwüre oder chronische Entzündungen im Magen-Darmtrakt, Hämorrhoidalblutungen oder starke Monatsblutungen führen zu einem Eisenverlust. Bei hoher sportlicher Belastung steigt der Verlust an Mineralstoffen und Spurenelementen über die Niere oder den Schweiß.
  2. Zu geringe Eisenzufuhr: Menschen, die keine tierischen Nahrungsmittel zu sich nehmen, haben oft einen erniedrigten Eisenspiegel. In pflanzlichen Nahrungsmitteln ist zwar genügend Eisen enthalten, jedoch liegt es in einer Form vor, die der Körper nicht verwerten kann.
  3. Erhöhter Bedarf: Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der erhöhte Bedarf an Eisen in vielen Fällen nicht über die Nahrung auszugleichen. In diesem Falle ist die Einnahme von Eisentabletten nötig. Auch Kinder in der Wachstumsphase und Pubertät benötigen eine höhere Eisenzufuhr.

Eisenmangel: Symptome und Folgen

Der Körper kann einen Eisenmangel über einen bestimmten Zeitraum kompensieren, allerdings treten in dieser Phase bei Eisenmangel bereits Symptome wie brüchige Haare und Nägel, trockene Haut, Einrisse in den Mundwinkeln, Schleimhautveränderungen im Mund und der Speiseröhre und Zungenbrennen auf.

Wird die Anzahl der sauerstofftragenden roten Blutkörperchen immer weniger, verschlechtert sich auch die Sauerstoffversorgung der Zellen. Hat der Körper also über längere Zeit zu wenig Eisen, kommt es durch diesen Eisenmangel zur Blutarmut (Anämie) mit den typischen Symptomen: Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Blässe, Schwindel und Kopfschmerzen.

Überdosierung von Eisen

Eine Eisenanhäufung ist in einem gesunden Körper kaum vorstellbar, da genügend Regulationsmechanismen bestehen, die dies verhindern. Die Eisenüberladung des Organismus kommt lediglich im Rahmen von Krankheiten (Hämochromatose, Hämosiderose) vor. Unkontrollierte hohe Eisenzufuhr ist jedoch auch für Gesunde nicht ratsam, da vermutet wird, dass bei hohen Eisenkonzentrationen die vor Krebs schützende Wirkung von Vitaminen verloren geht.

6 Tipps zur Vorbeugung von Eisenmangel

  • Mit einer gesunden, ausgewogenen Mischkost nimmt man normalerweise genügend von dem Spurenelement Eisen auf.
  • Fleisch, Innereien sind die Hauptlieferanten für Eisen – deshalb drei bis vier mal die Woche eine Portion mageres Fleisch oder Leber essen.
  • Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen oder weiße Bohnen liefern Eisen und andere wertvolle Mineralstoffe.
  • Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlicher Nahrung, deshalb: Die Mahlzeiten mit Vitamin-C-reichem Gemüse wie Paprika, Rosenkohl, Sauerkraut oder Kartoffeln kombinieren oder ein Glas Orangensaft zum Essen genießen.
  • Keinen Kaffee oder Tee zu eisenreichen Mahlzeiten trinken, halten Sie mindestens eine halbe Stunde Abstand dazwischen! Andere "Eisenräuber" sind Phosphate und Oxalsäure (zum Beispiel in Rhabarber, Spinat).
  • Bei drohendem Eisenmangel Kräuterblutsaft aus der Apotheke oder dem Reformhaus trinken.

Aktualisiert: 05.04.2017 – Autor: Dagmar Reiche

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