Was hilft gegen Muskelkater?

Boxtraining gegen Muskelkater © istockphoto, Lorado

Wenn Sie einige Tipps zur Vorbeugung beachten, können Sie die Gefahr für einen Muskelkater nach dem Training verringern. Machen sich die Muskelschmerzen aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz bemerkbar, können Sie einiges tun, die Beschwerden zu lindern. Hier finden Sie einige ebenso einfache wie wirksame Tipps gegen Muskelkater.

Vorbeugung von Muskelkater

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Muskelkater vorzubeugen:

  • Vorsicht vor Selbstüberschätzung: Muskeln halten zwar enorme Kräfte aus, aber meistens überschätzt man die eigene Belastbarkeit und mutet sich ungewohnte oder zu starke körperliche Betätigungen zu. Untrainierte Muskeln sollten möglichst nicht sofort zu stark und zu lange belastet werden. Regelmäßiges sportliches Ausdauertraining, vielleicht mehrmals die Woche, hilft, Muskelkater vorzubeugen. Ferner ist es sinnvoll, die sportlichen Leistungen nur langsam und moderat zu steigern. Am besten stellen Sie sich einen Trainingsplan zusammen, der langsam aufbaut.
  • Durchblutung fördern: Die Muskulatur vor dem Sport mit durchblutungsfördernden Muskelölen oder Lotionen einzureiben verringert ebenfalls das Risiko für einen Muskelkater. Hier haben sich Produkte mit Rosmarin oder Arnika bewährt.
  • Aufwärmen hilft: Aufwärmen verbessert die Funktionsfähigkeit der Muskulatur, die Koordination und fördert die Durchblutung. Auch Dehnungsübungen können ins etwa 15-minütige Aufwärmprogramm eingebaut werden. Letzteres verringert die Verletzungswahrscheinlichkeit und den Muskelkater nach dem Sport. Für langsames Joggen oder Walken muss man sich jedoch nicht aufwärmen.
  • Langsam aufhören: Nach dem Training langsam wieder auslaufen und mit Dehnübungen den Muskeltonus wieder senken.

Wenn der Muskelkater schon da ist

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nach dem Sport doch Muskelkater auftritt, sollten Sie diese Tipps beachten:

  • Bitte nicht durchkneten: Massagen tragen nicht zur Heilung eines Muskelkaters bei. Im Gegenteil: Zu starke Massagen stellen eine zusätzliche mechanische Irritation der bereits lädierten Muskeln dar und verzögern somit den Heilungsprozess.
  • Wohlige Entspannung: Nach dem Sport ist ein entspannender Saunabesuch oder ein heißes Bad mit Arnika, Eukalyptus, Fichtennadeln oder auch Rosmarin sehr empfehlenswert. Die Kombination aus Heilpflanzen und Wärme regt die Durchblutung an. Viele empfinden auch die zunächst auf der Haut kühlende und innerlich aber wärmende Wirkung von Franzbranntwein als angenehm. Treten zusätzlich zum Muskelkater Krämpfe auf, hilft Magnesium – etwa in Form von Brausetabletten.
  • Nach dem Sport ist nicht vor dem Sport: Bislang gibt es zwar keine Hinweise, dass der ungeliebte Muskelkater die Muskeln auf Dauer schädigt, dennoch sollte man während der Ausheilungsphase erneute große Belastungen vermeiden – der geplagte Muskel braucht jetzt seine Erholung. Leichte Aktivitäten mit sanften Bewegungen wie Schwimmen, Spazierengehen oder ein wenig Gymnastik sind trotzdem erlaubt, denn sie fördern die Durchblutung und unterstützen so die Regeneration.

Homöopathische Anwendungen mit Arnica (Globuli, Gel) werden zwar empfohlen, haben sich aber in Studien als nicht wirksam erwiesen. Falls die Schmerzen nach einigen Tagen noch nicht abgeklungen sein sollten oder andere Beschwerden dazu kommen, ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Er kann feststellen, ob ein anderer Auslöser wie eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss für die Muskelschmerzen verantwortlich ist.

Aktualisiert: 25.10.2016 – Autor: Dagmar Reiche

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