Basketball im Profil

Basketball © rawpixel

Basketball – der aus den USA stammenden Sportart eilen viele Vorurteile voraus: Es sei ein verletzungsträchtiger Sport und ohnehin nur etwas für Zwei-Meter-Riesen. Frauen hätten beim Basketball nichts verloren und wenn, dann nur große, muskelbepackte Mannsweiber. Die Sportart Basketball wird oft mit Ghetto, Rapmusik und Gangstertum in Verbindung gebracht. Dabei ist die Sportart nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland stark im Kommen. Die Sportart Basketball fördert nicht nur Teamgeist, Ausdauer und Koordination, sondern verbrennt auch noch ordentlich Kalorien.

Historie der Sportart Basketball

Bereits 1891 entwickelte der kanadische Arzt und Pädagoge James Naismith die Sportart mit dem Ziel, seinen Studenten eine friedliche Sportart mit geringem Verletzungsrisiko zu bieten. Dazu hängte er einen Pfirsichkorb an jedes Ende der Sporthalle und dachte sich 13 Grundregeln aus, die so bis heute fast unverändert geblieben sind. Auch die damals willkürlich festgelegte Höhe der Körbe bei 3,05 Meter ist nach wie vor international gültig.

Heute ist die Sportart Basketball weltweit verbreitet und zählt neben Fußball, Volleyball und den olympischen Disziplinen zu den beliebtesten Sportarten. Auch hierzulande liegt das Spiel um den orangen Ball stark im Trend. Der wohl bekannteste deutsche Spieler, Dirk Nowitzki, das „German Wunderkind“, konnte sowohl in der Bundesliga, als auch in der nordamerikanischen Profiliga NBA mit seinem Verein Dallas Mavericks große Erfolge erzielen. Für die Saison 2006/07 erhielt Nowitzki als erster Europäer die Auszeichnung als wertvollster Spieler der NBA.

NBA, Bundesliga & Co.

Die National Basketball Association (NBA) wurde 1946 gegründet und entwickelte sich schnell zur stärksten und bekanntesten Basketball-Liga der Welt. Stars wie Michael Jordan, Charles Barkley, Earvin „Magic“ Johnson oder Kobe Bryant machten sich dort einen Namen. Im Vierjahresturnus findet die Basketball-Weltmeisterschaft statt, alle zwei Jahre wird der Europameister ermittelt. Amtierender Weltmeister ist bei beiden Wettkämpfen Spanien. In Deutschland gibt es eine Basketball-Bundesliga (BBL), welche jedes Jahr den Deutschen Meister ermittelt.

Eine der erfolgreichsten Mannschaften ist dabei Alba Berlin: Bereits achtmal hat die Mannschaft die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Zusätzlich gibt es eine zweite Basketball Bundesliga, sowie eine Nachwuchs-Bundesliga, jeweils für Damen und Herren. Zahlreiche weitere Mannschaften und Vereine kämpfen in kleineren Regional-, Bezirks-, und Kreisligen um den Aufstieg. Auch Rollstuhlbasketball hat sich mittlerweile zu einer der bedeutendsten Behindertensportarten entwickelt. Bereits seit 1960 ist es fester Bestandteil der Paralympics, alle vier Jahre findet eine Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft statt.

Taktik und Regeln im Basketball

Generell dreht sich beim Basketball alles um einen orangefarbenen Ball, der entweder aus synthetischem Material oder aus Leder gefertigt wird. Männer spielen dabei mit der offiziellen Größe sieben, welche einen Umfang von 749–780 Millimeter hat und etwa 600 Gramm wiegt. In den Damen-Ligen wird seit 2004 mit Bällen der Größe sechs gespielt. Dabei ist der Ball etwas kleiner (724–737 Millimeter) und wiegt im Durchschnitt 50 Gramm weniger als der Herren-Ball.

Ziel des Spiels ist es, so oft wie möglich den Ball im Korb der gegnerischen Mannschaft zu versenken – wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. Jede Mannschaft hat dazu fünf Spieler im Feld. Davon stehen meist einer oder zwei direkt unter dem Korb (Center), ein oder zwei Aufbauspieler (Guards) sind für die Korbwürfe von außen und den Aufbau des Spiels verantwortlich und zwei Flügelspieler (Forwards) versuchen, von der Seite oder aus nächster Nähe Punkte zu erzielen.

Ein erfolgreicher Korbwurf bedeutet zwei Punkte, Treffer außerhalb der Drei-Punkte-Linie bringen drei Punkte, Freiwürfe lediglich einen Punkt. Das Spielfeld ist 28 mal 15 Meter groß und hat einen harten Boden, meist aus Gummi oder Linoleum. Verschiedene Linien kennzeichnen die „Zone“, also den Freiwurfraum, die Drei-Punkte-Linie und die Mittellinie. Ein Basketballspiel besteht aus vier Vierteln von jeweils zehn Minuten, wobei aber bei jeder kurzen Spielunterbrechung die Zeit gestoppt wird. Insgesamt kann ein Spiel also gut 80 bis 100 Minuten dauern. Spieler dürfen beliebig oft ausgewechselt werden.

Aktualisiert: 29.05.2012 – Autor: Kristina Klement

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