Verletzungsrisiken beim Basketball

Aufwärmen und Ausrüstung schützen vor Verletzung

Auch wenn James Naismith bei seinem Entwurf ein möglichst friedliches, wenig kampforientiertes Spiel anstrebte, ist wie bei allen Ballsportarten auch beim Basketball ein Verletzungsrisiko gegeben. Durch die hohen Sprünge zum Korb kann es schnell passieren, dass ein Spieler beim Aufkommen mit dem Fuß umknickt und sich am Sprunggelenk oder den Bändern verletzt. Auch die Knie- und Fingergelenke sind gefährdet. Es kann zu Prellungen, Zerrungen, Stauchungen oder stumpfen Verletzungen kommen. Generell werden durch die vielen Sprünge und schnellen Sprints besonders Gelenke und Wirbelsäule belastet. Daher ist es enorm wichtig, das Aufwärmen vor dem Spiel oder Training nicht zu vergessen, um Muskeln geschmeidig und beweglich zu machen.

Richtige Schuhe sind wichtig

Auch die richtigen Schuhe können vor Verletzungen schützen. Handelsübliche Turnschuhe reichen zum Basketballspielen nicht aus, denn sie sind relativ niedrig geschnitten und lassen die Knöchel frei. Professionelle Basketballschuhe reichen meist bis über die Fußknöchel und bieten so Unterstützung für Bänder und Gelenke. Profis tragen unter den Schnürstiefeln oft noch zusätzliche Bandagen oder Schienen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Zur Basketball-Ausrüstung gehören außerdem Trikots, die der Bewegungsfreiheit halber meist ärmellos sind. Hinzu kommen Shorts aus Kunststoffmaterialien oder Baumwolle, welche meist weit geschnitten sind und bis über die Knie reichen.

Der Style der Straße

Bei wohl keiner anderen Ballsportart ist das Styling so wichtig, wie beim Basketball. Weite Hosen, ärmellose Shirts, Schweißbänder und Marken-Turnschuhe sind typische Kennzeichen für Basketballer. Der lässige Chic aus weiter und dennoch körperbetonter Kleidung, bunten Farben und einer starken Markentreue setzte sich vermutlich zuerst in den USA durch. Dort entwickelte sich in den Hinterhöfen von New York und Chicago Streetball, eine Abwandlung des konventionellen Basketball, bei der nur auf einen Korb gespielt wird. Die aus meist armen Verhältnissen stammenden Jugendlichen verschiedenster Herkunft fanden hier einen Weg, sich zu profilieren. Der Style der Straße, Rapmusik und der „American Dream“, es einmal vom Ghetto-Hinterhof zum hochbezahlten Profi zu schaffen, spielen seitdem eine ernstzunehmende Rolle im Basketball.

Dazu gehört auch ein Werteverständnis, das Toleranz, Integration und Gleichberechtigung vorsieht sowie Drogen und Gewalt ablehnt. Konflikte werden beim Streetball nicht mit Waffengewalt, sondern durch spielerische Wettkämpfe und Balltricks gelöst. Die Sportart Basketball trägt daher nicht nur zum Selbstbewusstsein der Spieler bei, sondern fördert auch Teamgeist und Toleranz. Hinzu kommen positive Auswirkungen auf den Körper: Die vielen Sprints verbessern Ausdauer und Beweglichkeit, die Wurftechnik fordert Arm-, Schulter-, Bein- und Po-Muskulatur. Eine Stunde Spielen verbrennt locker 500 Kalorien – so viele, wie in einer Tafel Schokolade stecken.

Aktualisiert: 27.10.2017 – Autor: Kristina Klement

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