Volleyball - Klassiker im Breitensport

Volleyball-Spiel © istockphoto, monkeybusinessimages

Es heißt immer, man muss groß sein, um Volleyball erfolgreich spielen zu können. Diese weit verbreitete Meinung ist jedoch ein Irrglaube. Zwar gibt es Vorteile beim Angreifen und Blocken, nicht allzu klein zu sein, aber auch Menschen unter 1,80 Meter können exzellente Volleyball-Spieler werden. Volleyball ist eine Mannschaftsportart. Seine Geschichte ist jung. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ist Volleyball als Alternative zum beliebten Basketball in den USA entwickelt worden.

Regeln und Taktik

Bei dieser Sportart spielen zwei Mannschaften aus jeweils sechs Personen gegeneinander. Die Regeln sind recht einfach. Das Spielfeld ist durch ein 2,43 Meter (Männer) beziehungsweise 2,24 Meter (Damen) hohes Netz getrennt. Innerhalb des eigenen Spielfeldes ist es gemäß den Regeln das Ziel, den Ball von der gegnerischen Mannschaft anzunehmen. Der angenommene Ball wird dann zum Zuspieler gespielt und anschließend volley mit einem Angriffsschlag ins gegnerische Feld geschmettert, so dass die andere Mannschaft ihn nicht annehmen kann. Gelingt dies, gibt es einen Punkt sowie den nächsten Aufschlag für die angreifende Mannschaft. Hat sich beim Volleyball eine Mannschaft den Aufschlag zurückerobert, rotiert diese Mannschaft auf ihren Positionen. Theoretisch muss beim Volleyball also jeder Spieler jede Position spielen können.

In Amateur- und Profi-Mannschaften finden jedoch direkt nach dem Aufschlag, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte ist, Positionswechsel statt. Zuspieler stehen nach diesem Wechsel dann wieder am Netz und Angreifer im Angriff. Diese Taktik hat den Vorteil, dass sich jeder Spieler auf eine Position spezialisieren kann. So haben etwa größere Spieler meistens die Angriffspositionen inne, während kleinere, aber vielleicht technisch sauberere Spieler ihnen den Ball zum Angriff zuspielen. Dieses Vorgehen macht Volleyball nicht nur zu einer Sportart, bei der man schnell und fit sein muss, sondern wo auch strategische Überlegungen gefragt sind. Die Bewegungen im gegnerischen Feld und auch zum Beispiel deren Auswechslungen müssen immer mitbedacht werden.

Volleyball: Fitness ist gefragt

Volleyball ist nicht nur bei Spielern, sondern auch bei Zuschauer beliebt, da die Bewegungen je nach Spielniveau sehr elegant aussehen und mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommen. Was jedoch so leicht aussieht, ist oft Resultat jahrelangen Trainings und perfekter Technik, auf die es im Volleyball ankommt. Wird Volleyball auf einem professionellen Niveau gespielt, werden viele Muskeln des menschlichen Körpers beansprucht. Je nach Körpergewicht und Geschlecht liegt der Kalorienverbrauch zwischen 200 und 300 Kalorien pro Stunde. Im Vergleich zu anderen Sportarten ist dies relativ wenig. Zählt man das erforderliche Sprint- und Krafttraining hinzu, kommt man etwa auf die doppelte Kalorienzahl. Besonders Krafttraining im Arm- und Schulterbereich ist von hoher Bedeutung für den Sport Volleyball, da schnell fliegende Bälle gebremst und zurückgeschlagen werden müssen. Auch die Sprungmuskulatur sollte nicht vernachlässigt werden. Entscheidet doch so mancher Sprung am Netz über womöglich entscheidende Punkte in einer Partie Volleyball. Dabei kommt es im Volleyball auch auf Schnelligkeit an. Schnelle Antritts- und Sprintübungen sind daher empfehlenswert. Nicht zu vernachlässigen, wenn auch längst nicht so wichtig wie in anderen Sportarten mit höherem Laufanteil, ist das Ausdauertraining. Hierbei genügt es jedoch, wenn vor dem Spiel oder dem Training eine Viertelstunde zu joggen, so dass der Körper sich aufwärmen kann.

Aktualisiert: 24.08.2010 - Autor: Astrid Zehbe

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