Volleyball - Übungen und Verletzungen

Volleyball-Spiel © TaniaVdB

Beim Volleyball haben die beiden gegnerischen Mannschaften keinen direkten Körperkontakt. Fouls und daraus resultierende Verletzungen sind darum im Volleyball eher selten. Trotzdem ist Volleyball keine ungefährliche Sportart. Vor allem die Finger sind beim Volleyball durch das permanente Blocken und Pritschen gefährdet. Nimmt ein Spieler einen Ball mit hoher Geschwindigkeit versehentlich falsch an, drohen Verletzungen an Sehnen, Gelenken und Knochen. Erfahrenen Spielern passiert dies wesentlich seltener als Anfängern. Darum gilt gerade zu Beginn des Volleyballtrainings, den Schwerpunkt der Übungen auf die Technik und saubere Ballannahme sowie Ballabgabe zu legen. Auch gründliches Aufwärmen der Finger zum Vorbeugen von Verletzungen ist jedem Spieler wärmstens ans Herz zu legen.

Verletzungen vorbeugen

Viele professionelle Spieler im Volleyball bandagieren sich ihre Finger teilweise mit Sport-Tape, um eventuell leicht lädierte Finger zu schützen. In jedem Fall sollte so ein Vorgehen jedoch vorher mit einem Arzt besprochen werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist ein qualitativ hochwertiger, ausreichend aufgepumpter Volleyball. Billige Bälle vom Discounter sind aufgepumpt oft zu hart oder verlieren schnell Luft, so dass die Flugeigenschaften sich verändern. Auch hier liegen mögliche Risiken für Verletzungen. Ein großes Risiko für Volleyballer besteht auch bei Verletzungen am Knie. Sehr hart geschmetterte Bälle verlangen Spieler in der Annahme manchmal, dem Ball auf Knien entgegen zu rutschen, um ihn sauber anzunehmen. Dieses „Auf die Knie gehen“ kann für das ganze Knie sehr ungesund sein. Eine Schürfwunde oder Schmerzen am Knie sind dann keine Ausnahmen. Auf Knieschoner sollte darum in keinem Fall verzichtet werden, am besten ist es jedoch zu versuchen, möglichst sanft auf den Knien zu landen beziehungsweise es gänzlich zu vermeiden. Auch hier hilft gezieltes Training bei der Ballannahme zur Vorbeugung, wobei Knieschoner sehr empfehlenswert sind. Wirft man einen Blick in die Volleyball Bundesliga in Deutschland sieht man einige Spieler mit Knieschoner.

Volleyball: Körperliche Fitness gefragt

Aber auch bei Fußgelenken und Bändern bestehen Gefahren beim Volleyball Spielen. Durch die teils ruckartigen und schnellen Bewegungen auf dem Spielfeld sowie die zahlreichen Sprünge am Netz kann man leicht wegknicken. Verstauchungen, Prellungen oder gar Bänderrisse können die Folge sein. Spezielle Schuhe können auch dieses Risiko jedoch mindern. Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings im Volleyball sollte der Aufbau des Muskel- und Schultertrainings darstellen, um hier Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Durch die oft sehr schnellen, harten Bälle sind die Muskelpartien von Schultern und Armen häufig enormen Belastungen ausgesetzt. Ein entsprechend stabiler Oberkörper und gezieltes Aufwärmen verhindern Ballannahmen mit Schmerzen. Auch die Rumpfmuskulatur sollte im Volleyball mit gezielten Übungen gestärkt werden. Ist sie zu schwach, werden die Kräfte bei Sprung- und Drehbewegungen eins zu eins auf die Gelenke der Wirbelsäule übertragen. Die Folge können Arthrose sowie Schmerzen und Muskelverspannungen sein.

Übungen und Training für Volleyball

Konzentriert man sich jedoch von Anfang an auf die richtige Spieltechnik und trainiert die wichtigen Muskelpartien entsprechend, ist das Risiko schwerer Verletzungen insgesamt beim Volleyball jedoch geringer als bei vielen anderen Sportarten. Vor allem das gegenseitige Zuspielen des Balls fördert die Fingerfertigkeiten, Übungen mit Medizinbällen trainieren die Arm- und Schulter-Muskulatur. Bei schönem Wetter kann das Training auch nach draußen verlegt werden. Als Abwechslung bietet sich zudem eine Partie Beachvolleyball an. Vor allem für Menschen, denen Ausdauersport und laufintensive Sportarten nicht liegen oder keinen Spaß macht, dürften beim Volleyball auf ihre Kosten kommen. Zwar ist auch hier eine gewisse Kondition gefragt, aber wichtiger ist oft ein präzises Spiel des Balls sowie Taktik und das Einleiten von Überraschungsmomenten für den Gegner.

Aktualisiert: 17.08.2010 - Autor: Astrid Zehbe

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