starke Nikotin Entzugserscheinungen

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Miss Lu und alle anderen Leidensgefährten,

Nach etwa 10 Tagen am Stück ohne b.z.w. nur sehr mäßigen Beschwerden bin ich seit gestern und komplett durchwachter Nacht davor wieder
"voll drauf". Schwindel, panische Ängste, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche.
Bin jetzt über 22 Monate komplett rauchfrei und die Belohnung bleibt aus. Noch immer.
Seid ihr auch trotz allem noch immer tapfer?

Lieben Gruß: Micha

  • Beitrag vom 11.08.2019 - 21:38

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben und vorallem Micha,

Wie geht es Euch so?

***Achtung Gejammer! *****
Mir geht es seit 3 Tagen wieder richtig schlecht 😣

Davor hatte ich kaum bis keine Beschwerden.
Ich hatte mein Leben positiv auf den Kopf gestellt, meine Ernährung und Lifestyle geändert und mehr Bewegung und Sport integriert. Desweiteren meine Lebenseinstellung positiv ausgerichtet. Das alles hat mir enorm gut getan und ich wollte Euch schon überglücklich mitteilen, dass ich nun wohl über dem Berg bin. Mein Neurologe meinte, wenn es so weiter geht, können wir wohl bald die Medikamente (Mirtazapin) absetzen.
Zu früh gefreut!!!
Das ist wie verhext.
Seit ca. 3-4 Tagen geht es mir wieder sehr schlecht. Ursachen und Gründe finde ich keine. Meine Psyche spinnt plötzlich wieder ohne Ende (Angstattacken/Derealisation/Kopfmatsch/Hypochondrie). Dazu kommen starke Gesichts/ Kieferschmerzen, welche ins Gesicht und Schulter/Hals ausstrahlen. Diese Kieferbeschwerden habe ich schon länger, aber nie so schlimm wie im Moment.
Nun suche ich wieder nach Gründen, Ursachen usw.. und ich versuche nicht den Mut zu verlieren. Das ist gar nicht einfach.

Micha - ich hoffe dir geht es besser. Ich finde es sehr verständlich, wenn du immer wieder auch die Schnauze voll hast und über eine Alternative nach denkst... es geht mir ähnlich.
Wann hört der Mist mal dauerhaft auf????
Wir kämpfen beide schon so lange.

Ich fange auch nicht (!) wieder an zu rauchen. Das soll es ja eh nicht lindern.
Klar wer sich jahrelang vergiftet, sollte sich nicht wundern. Oder spielt uns das Suchtgedächtnis immer wieder einen Streich? Ich weiss es nicht.

Ich schau hier ins Forum immer mal rein,
Falls jemand schreiben, jammern mag, nur zu 😘
Bleibt alle tapfer und liebe Grüße
Lu

  • Beitrag vom 15.07.2019 - 16:38

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo ihr Lieben alle,

Vor exakt einem Monat hatte ich in meinem Post hier unter anderem geschrieben, dass ich mir nicht sicher bin, mehr als 2 Jahre in Folge durchzuhalten mit dem Rauchstopp, falls diese vermaledeiten vielfältigen "Entzugskrankheiten" mich bis dahin unvermindert quälen würden. Keineswegs lag es in meiner Absicht, hier irgendjemanden den Mut zu nehmen; sein Durchhaltevermögen zu gefährden. Ich war nur aufrichtig hinsichtlich MEINER Schwäche. Davon allerdings, dass das Wiederrauchen eine "Option" sei, war meinerseits mitnichten die Rede. Wie käme ich denn auch dazu? Wer irgendwann wieder raucht, der hat natürlich seinen Kampf gegen das Nikotin inklusive der Zusatzgifte verloren, wenn er auch immerhin mit einigem Stolz auf die Tage verweisen kann, an denen er rauchfrei geblieben war.

Ich bin jetzt seit 4.10.2017 - also über 20 Monate rauchfrei. Mir geht es noch immer an den meisten Tagen schlecht. Mag sein, dass nicht jedes Gebrechen ausschließlich mit der Nikotinabstinenz zu tun hat, allerdings kannte ich all diese Beschwerden in dieser Intensität vor Rauchstopp so nicht.

Vorherrschend sind Schlaflosigkeit, Kopfdruck, Übelkeit, Schwindel, Angstschübe und Panikattacken.
Insgesamt litt ich seit 4.10.17 außerdem an Magen-Darmproblemen, Gliederschmerzen und Kribbeln (Arme, Rücken, Nacken), vermehrter Harndrang, Hautausschläge, trockenem Mund, Augen, Atemnot, Herzrasen, nächtliche Schweißausbrüche, ständige Unruhe bei gleichzeitiger Antriebslosigkeit, Augenflimmern, Ohrensausen, und sehr vieles mehr.
Bin seit 20 Monaten übrigens sowohl stationär als auch ambulant medizinisch intensiv untersucht - geradezu kopfgestellt - worden, ohne dass etwas gefunden wurde, was derartig arge Beschwerden erklären konnte.

Eigentlich wollte ich mich ja nur noch melden, falls sich mein Zustand deutlich gebessert haben sollte, was nun noch nicht der Fall ist, doch wollte ich oben erwähntes eben klarstellen, dass nämlich das Eingeständnis eigener Schwäche oder schwacher Momente bitte nicht als Aufruf an alle zu verstehen sei, rückfällig zu werden und dem Glauben zu erliegen, mit dem Wiederrauchen eine akzeptable Option zu ziehen.

Wenn es nun so ist, wie Miss Lu erfahren konnte, dass es 2-3 Jahre währen kann, bis die Entzugserscheinungen von den Ex-Rauchern ablassen, dann müssen wir da wohl oder übel durch, einige werden es schaffen, andere vielleicht nicht. Es wird wohl auch nur derart langwierig sein bei Smokern wie mir, die über 40 Jahre geraucht haben, die anderen werden sicher etwas früher befreit aufATMEN können. Da bin ich mir ziemlich sicher. Es gibt auch Leute, die 50 Jahre geraucht haben und bei denen es nach Stopp in einigen Wochen überstanden ist. Jeder Mensch, jede Psyche ist eben anders strukturiert.

Das mit dem Atmen hab ich neulich ein par Mal probiert, teilweise funktionierte es. Danke! Werde weiter trainieren.

So, Leute, Schluss für heute, ich hoffe, ich darf mich hier bei Euch irgendwann mal wieder melden?

Liebe Grüße und bleibt möglichst tapfer:
Micha
619 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 15.06.2019 - 18:23

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Liebe Lu,

danke das du Dir die Zeit genommen hast zu schreiben und uns Mut zu machen :) Ich habe ja schon mitbekommen das es Dich und Micha schwerer erwischt hat, als manch Anderen. Aber ich gebe Dir vollkommen Recht... jetzt aufzugeben (ich hab ja nichtmal Verlangen nach Nikotin) nur um später schlimmere Krankheiten zu bekommen ist absolut keine Option!

Deine Tips sind auch sehr gut und mir hilft am besten eine bewusste Atmung, Meditation und insbesondere positive Affirmationen. Wenn die eigene
Stimmung positiv ist, erträgt man so manches Symptom wesentlich besser und fokussiert sich nich so darauf.

Dieses Nadelstichgefühl hat schon nachgelassen, dafür fühle ich so manchmal jetzt ein Taubheitsgefühl in der Hand / teilweise sogar den ganzen Arm. Aber komischerweise auch nicht den ganzen Tag sondern Abschnittsweise... ist schon zum verrückt werden, aber ich versuche mich nicht darauf zu fokussieren.

Leider kann ich die Stimmungsschwankungen nicht immer kontrollieren. Zur Zeit ist es teilweise so das ich den halben Tag total entmutigt und depressiv verstimmt bin und dann auf einmal wieder das totale Gegenteil. Eine Achterbahn der Gefühle sozusagen.
Ich hoffe das dies bald ein Ende, mit der Neuordnung des Dopaminhaushalts im Gehirn hat und die Stimmung allgemein durchweg positiver bleibt, das unterstützt die Heilung dann auch ungemein wie du schon richtig erwähnt hast.

LG an alle, paddy

  • Beitrag vom 04.06.2019 - 09:44

  • Autor:

    paddy3k

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben und willkommen,

Paddy, ich bin seit ca. 1,8 Jahren Rauchfrei (Zigaretten und ab und zu Cannabis). Ich hatte anfangs auch extrem Kribbeln und Nadelstiche!
Ich hatte dies abwechselnd mal in Beinen, mal in Füssen, Händen, Armen und sogar Nasenspitze, Wangen... Ich bin fast verzweifelt. ...😕😣🙁
Ich war diesbezüglich bei vielen Ärzten. Ich hatte auch so schlimm Angst MS oder einen Gehirntumor zu haben!! Alle haben mir aber bestätigt, dass man da ganz andere Symptome hat. Karin hier im Forum hat mir dies aus ihrer Erfahrung auch bestätigt.

Dann hat mir irgendwann ein Neurologe erklärt, dass Angstattacken schuld sein können!!!

Und zwar atmet man dann unbewusst (!) falsch: Zu schnell, zu wenig und zu oberflächlich= Hyperventilieren. Helfen kann die so genannte "Tütenatmung" 😄klingt lustig aber hilft. (Am besten mal googeln.)

Erst dachte ich: "Der spinnt doch." Aber dann habe ich mich immer mal beobachtet und festgestellt, dass ich echt oft bei Angst-Attacken unbewusst die Luft angehalten oder oberflächlich geatmet habe. Dann hat es gekribbelt und Angst vor MS dann falsche Atmung usw...Teufelskreis....Außerdem ist man ja noch extrem oral fixiert 😥 der Kopf sucht irgendwas zum einatmen, "einziehen" aber da kommt ja nichts mehr ... manche nehmen dann abgeschnittene Trinkröhrchen oder Kugelschreiber statt Zigaretten und saugen daran. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. .... Dann habe ich wirklich angefangen meine Atmung zu beobachten (sobald es wieder gekribbelt hat). Papiertüte war mir zu peinlich, also habe dann immer in meine Handfläche geatmet, langsam und tief. Und es wurde nach einiger Zeit viel besser. Nun habe ich das gar nicht mehr!!!

Ausserdem habe ich so meine eigene Theorie, dass unsere Nerven, Körper und Psyche durch das viele Nikotin zu lange betäubt wurden und nun ohne diese "Bremse" total überreagieren.

Ich bin vorallem psychisch immer noch angeschlagen, manche Tage mehr und manche weniger... aber ich halte es wie Karin: Rauchen ist keine Option mehr für mich. Jeden Tag kämpft man sich in Richtung Freiheit und Leben. Warum dies wieder aufgeben? Um später schwer krank zu werden? Nein.
Ich bin sehr dankbar dieses Forum gefunden zu haben. Man merkt wirklich nicht alleine zu sein.

Paddy, ich hoffe das hat dir und anderen hier etwas geholfen. Es muss bei euch auch auf keinem Fall so lange dauern!!!! Und wenn doch hört es auch irgendwann auf! 🤗

Und wenn es Euch mal wieder so richtig mies geht dann kommt hier her und schreibt was das Zeug hält....oder lenkt euch ab, macht Sport, Meditation oder belohnt euch mit gesunden schönen Dingen (kuscheln mit Haustier, flirten, Lieblingsobst, ein lang ersehnter Traum, neues Hobby, schöner Ausflug usw) ! Das bildet die Glückshormone auf natürliche Weise. Das muss der Körper nämlich wieder lernen und fördert so die Selbstheilung.
Und alles besser als Rauchen!!!

Liebe Grüße an Euch alle 😙und ganz viel Sonnenschein
Lu

  • Beitrag vom 03.06.2019 - 18:19

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Dann hoff ich das Beste. Du hast es schon so lange geschafft und sicher verschwinden bei Dir auch bald die letzten unangenehmen Symptome! Ich tue meinem Körper das bestmöglichste in Form von gesunder Ernährung, Bewegung und Entspannung für die Seele und vertraue darauf das die Selbstheilungskräfte dann optimal arbeiten können. Für Ärzte habe ich jedenfalls keine Kraft mehr... nächste Woche habe ich einen Termin beim Heilpraktiker. Vielleicht kann der noch etwas Besserung verschaffen. Wer sich etwas Balsam für die Seele wünscht dem kann ich Hörbücher von Louise L. Hay ans Herz legen. Sie hat sich selbst mit positiven Affirmationen von Krebs geheilt und hat eine wunderbare Erzählweise, die einem selbst neue Hoffnung schenkt! Ich höre sie über Amazon Audible (Hörbuch Platform). Bei Neuanmeldung kann man sich einen Titel kostenlos aussuchen. So na dann wünsch ich euch allen einen schönen, beschwerdefreien sonnigen Sonntag. Hier ist wunderbares Wetter, bei euch hoffentlich auch :)

  • Beitrag vom 02.06.2019 - 10:34

  • Autor:

    paddy3k

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Paddy ... Habe nach 8 Monaten noch ab und zu diese Nadelstiche in den Händen, bzw. im Unterarm. Wobei ich nicht genau weiß, ob es noch am Entzug liegt, oder an meinen verspannten Nacken / Schulterbereich. Kenne das, bin letztes Jahr nur bei Ärzten gewesen, man entwickelt sich zum Hypomaniker .. und das nur weil man nicht mehr rauchen will.... da kann man Mal sehen, was Nikotin alles anrichtet .... Lg....

  • Beitrag vom 02.06.2019 - 08:52

  • Autor:

    Gelöschter Nutzer

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hi Andy! Dann wünsch ich Dir viel Erfolg das du es bald überstanden hast. Bist ja schon ein wenig länger von dem Teufelszeug weg als ich :) Unruhig im Geiste bin ich ned aber gestern und heute hatte ich wieder so ein Gefühl der "schweren Atmung"... vermutlich alles nur Einbildung. Die meisten Sorgen mach ich mir um die Missempfindungen (Nadelstiche / Taubheitsgefühle) in den Händen. Hab ja noch andere aktuelle Probleme, die aber denke ich nichts mit dem Rauchstopp zu tun haben und eher von einem Unfall vor einigen Wochen herrühren. Halt echt blöd das nun alles zusammenkommt und ich gar nicht mehr weiß was nun echt oder nur eingebildet ist und was man ernst nehmen sollte und vllt doch mal zum Arzt gehen oder was man ignorieren kann. Naja man soll ja auch gar nicht die ganze Zeit drüber reden, damit macht mans nur schlimmer. Wünsch allen Leidensgenossen auch ein schönes Rest WE und baldige Besserung :)
VG, paddy

  • Beitrag vom 01.06.2019 - 18:20

  • Autor:

    paddy3k

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo, liebe Leidensgenossen :D :D

mein Arzt meinte, im Durchschnitt braucht der Körper wohl 6 -9 Monate ... hängt aber auch davon ab, wie stark man psychisch ist. Es kann also auch länger dauern, Ablenkung, Sport, und spazieren gehen hilft ungemein ... Habe mir Baldrian besorgt und einen Beruhigungstee ... was ich in den Abendstunden nehme .... das hilft mir ... In diesem Sinne, ein schönes rauchfreies Wochenende .... und immer schön Stolz darauf sein, was man schon geschafft hat .... Lg PS: wer Interesse hat, habe bei Facebook eine Gesundheitsseite, Link gerne per PN ...

  • Beitrag vom 01.06.2019 - 08:12

  • Autor:

    Gelöschter Nutzer

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo tesa1, andi64 udn semuel

tut gut zu wissen, das man nicht allein da steht. Ich hoffe sehr das es uns bald wieder besser geht. Ja nach so vielen Jahren braucht der Körper vermutlich länger als ein paar Wochen um wieder normal zu funktionieren. Ich war ein paar Tage bei meiner Mom zu Besuch und habe dort (sehr abgelegen, viel Natur) festgestellt das es meinem Wohlbefinden sehr gut tat. Die Entspannung, die Natur und viel draußen... das half sehr mal das eine und andere WehWehchen zu vergessen und wieder positive Gedanken zu fassen.
Ich wünsche mir das sich zumindest die Stimmungsschwankungen bald wieder normalisieren (soll wohl durch den Nikotin Rezeptoren Abbau in der Woche 8-12 "normal" sein). Denn mit positiven Gefühlen und Gedanken schwinden auch die körperlichen Symptome bzw. werden zumindest erträglich.

Ich würde mich freuen wenn wir hier weiterhin im Austausch bleiben können. Leider finden sich nicht viele andere Foren im Internet zu diesem Thema.

Viele Grüße!

  • Beitrag vom 31.05.2019 - 10:45

  • Autor:

    paddy3k

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo allerseits... bin jetzt 8 Monate rauchfrei, aber die Folgen des Nikotinentzuges merke ich immer noch .... Schmerzen im Rücken und Nacken, Kribbeln, Schwindel, Herzrasen, alles was Euch auch leider widerfährt. Habe die Hoffnung, das es irgendwann Mal besser wird. Schön, das hier wieder etwas mehr los ist :) Mein Arzt meint, das größte Problem ist wohl, das der Stoffwechsel nach 36. Jahren Raucherei, ewig braucht, wieder normal zu funktionieren... also, übe ich mich in Geduld .... Schönen Tag für Euch ...

  • Beitrag vom 29.05.2019 - 08:55

  • Autor:

    Gelöschter Nutzer

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Semuel, hallo Paddy,

die gesundheitlichen Probleme, die Ihr zur Zeit habt, die hatte ich auch alle. Ich habe im Oktober 2017 mit dem Rauchen aufgehört und die ganze Palette mitgemacht. Auch bei mir waren die ersten Wochen gut und dann ging es los. Der Schwindel war so schlimm, dass ich an einen Hirntumor dachte. Kribbeln in den Händen und Armen, auch in den Füßen und Beinen war auch ständig da. Magenschmerzen, Benommenheit, Herzstiche, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Panik, Angststörungen, Magenschmerzen...
Ich kann überhaupt nicht alles aufzählen, jeden Tag was anderes, man wird zum Hypochonder.
Ich hatte 40 Jahre geraucht. Und seit Oktober 2017 von heute auf morgen keine mehr geraucht, kalter Entzug also.
Und heute ? Ich bin noch immer nicht fit, habe noch immer Probleme, z. B. Magenprobleme oder innere Unruhe, Kopfschmerzen, auch ab und zu Schwindel und noch andere Sachen, die ich, als ich rauchte, alle nicht hatte.
Trotzdem werde ich jetzt nicht zur Kippe greifen.
Macht Euch also keine Gedanken darüber, dass Ihr sehr krank seid. Das ist alles normal, was bei Euch abläuft. Ihr müsst durchhalten, bei manchen geht der Zustand schnell vorüber und andere kämpfen ewig.
Ich drücke Euch die Daumen.

Viele Grüße

  • Beitrag vom 28.05.2019 - 21:02

  • Autor:

    tesa1

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Grüßt euch...

Ich habe ca. 17 Jahre lang geraucht (die letzten 7 Jahre davon mehr eZigarette gedampft). Vor knapp über 9 Wochen hab ich komplett aufgehört und die ersten 5 Wochen waren sehr leicht und ich war eher euphorisiert.

In der 6. Woche bekam ich plötzlich aus heiterem Himmel eine Panik Attacke (hatte ich noch nie im Leben). Kurz darauf hatte ich immer mal wieder ein Engegefühl in der Brust und das Gefühl nicht genug Luft beim Einatmen zu bekommen. Hab auch öfters mal Herzklopfen (also das Gefühl als wenn das Herz doller schlägt). Bluttest / EKG etc. wurde alles gemacht ohne Auffälligkeiten.

Seit 2 Wochen hab ich so ein Nadelstechen / Jucken / Taubheitsgefühle überwiegend in der linken Hand, manchmal aber auch in der rechten.

Hab in den letzten Wochen eine Ärzte Odysseey hinter mir und so langsam
kann ich nicht mehr. Jeden Tag scheint was Neues dazu zu kommen. Ich kann schon nicht mehr einschätzen ob es nun was psychosomatisches ist oder was "Richtiges", da meine Gedanken zur Zeit fast nur um die ganzen WehWehchen kreisen.

Von der einstigen positiven Einstellung im Geist (mir ging es vor 5 Wochen noch richtig richtig gut) ist auch kaum etwas übrig geblieben. Ich versuche mithilfe von Meditation und positiven Affirmationen aber durchzuhalten und hoffe das es wirklich alles nur an der Umstellung des Körpers liegt. Ich habe gelesen das in der Woche 8-12 Nikotin Rezeptoren im Gehirn abgebaut werden. Vielleicht ist es auch der Abbau von diesem Nornikotin?

Schmacht auf Nikotin oder dergleichen hab ich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich fühle mich schon seit Wochen wie ein jahrelanger Nichtraucher. Ich habe mit der Allen Carr Methode aufgehört und ich war offenbar jemand bei dem es "klick" gemacht hat. Habe überhaupt kein Verlangen danach, egal in welcher Situation, was mich aber offenbar dennoch nicht von den Entzugserscheinungen bewahrt. Einige kämpfen ja selbst nach vielen Monaten noch, was ich bisher so gelesen hab. Muss natürlich nicht alles vom nicht mehr rauchen her rühren aber ich denke schon das es Zusammenhänge geben kann.

Mir machen insb. diese Missempfindungen in den Händen (Kribbeln / Taubheitsgefühle) Angst. Hat noch Jemand Probleme Ähnlicher Art seit dem Rauchstopp?

Viele Grüße

  • Beitrag vom 28.05.2019 - 10:53

  • Autor:

    paddy3k

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Guten Morgen zusammen,

bin vorhin zufällig auf diese Seite hier gestoßen. Ich wollte ebenso meinen Leid mit euch teilen. Ich habe nach ca. 20 Jahren am 28 Januar meine letzte Zigarette geraucht. Die ersten 10 bis 14 Tage war alles okay ABER DANN fing es an! Benommenheitsgefühl der immer noch da ist mal mehr mal weniger Tagesabhängig, komisches Druckgefühl im Kopf, Schlafstörungen und wenn ich mal geschlafen habe bin ich Nachts mit einem Puls mit über 100 augewacht, nächtliches schwitzen Verwirrheitszustand, Konzentrationsprobleme, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und natürlich hat die Psyche verrückt gespielt. Ich fühlte so eine innere Leere in mir. Leider habe ich mich immer mehr hinein gesteigert und fing an auf jedes Körpergefühl zu achten jedes pieksen jedes zwicken und bildete mir somit ein schwer Krank zu sein. War dann auch bei einigen Ärtzen. Großes Bildblut alles okay. Wegen dem Schwindel bzw. Benommenheitszustand war ich beim HNO, Orthopäden, Neurologen, sogar im MRT da dieser Zustand jeden Tag da war um einfach sicher zu gehen. Kein Befund, Organisch alles okay. Es hat sich in meinem Leben nichts verändert, außer das ich aufgehört habe zu Rauchen also vermute ich stark das dies alles Entzugserscheinungen waren. Nach 4 Monaten begleitet mich nur noch dieses Benommenheitsgefühl leider immer noch, aber nicht mehr wie am Anfang. Dieser Zustand hat meine Lebensqualität sehr stark eingeschränkt. Nach dem ich auch eure Beiträge gelesen habe kann es keine Einbildung und auch kein Zufall gewesen sein. Es sind wohl wirklich Entzugserscheinungen. Ich hoffe das es uns allen sehr bald wieder besser geht.

Lg

  • Beitrag vom 27.05.2019 - 09:27

  • Autor:

    semuel

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Miss Lu, hallo Jörn JCB,

Ihr beide hängt also auch immer noch gelegentlich in den Seilen! Mir geht es noch immer schlecht, es ist unterm Strich überhaupt nicht besser geworden. Kopfdröhnen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, rasend machende Unruhe, Angstschübe, Herzrasen und ab und an auch noch regelrechte, lang andauernde Panikattacken. Tausend kleine Krankheiten und wohl auch eingebildete sind darunter. Also auch Hypochondrie.
Miss Lu, hattest Du nicht damals vor etwa einem Jahr hier im Forum vom E-Zigarettenrauchen ohne Nikotin gesprochen? Mit Nikotin hattest Du die auch geraucht? Aber das war dann wohl vor Oktober 2017?
Also ich finde im Netz PAWS nur immer lediglich als abgekürzte Definition für Entzugserscheinungen bei/nach Drogenkonsum allgemein – sprich – finde nichts über die spezifischen Entwöhnungsmerkmale bei/nach Nikotinstopp. In englischsprachigen Foren ist das spezieller dargelegt? Da hast du sicher mehr erfahren können, als ich bislang. Wäre natürlich schon wichtig zu wissen. Also ich sag Euch offen: Hab jetzt über 19 Monate rum, kalter Entzug ohne jegliche Hilfen oder Unterbrechungen (Rückfälle) - nochmal fast die gleiche Zeit mit ähnlicher Beschwerden-Intensität und Komplexität bis hin zu 3 Jahren insgesamt – das halt ich nicht durch. So ist das bei mir – ohne Rumdrucksen festzustellen.
2 Jahre mach ich aber auf jeden Fall voll bis Anfang Oktober – dann muss man sehen. Tja, so ist das – ich oute mich hier geradeheraus als nicht grenzenlos belastbar. Ich kann auch mittlerweile nicht mehr – das hab ich neulich hier schon eingeräumt – grundsätzlich jedem, der das Rauchen aufgeben möchte, unbedingt dazu raten, zumal dann nicht, wenn er wie ich über 40 Jahre gequalmt hat. Das wäre nicht aufrichtig. So bin ich eben – kann mir zuweilen unpopuläre Eingeständnisse nicht verkneifen. Aber Mut machen können sollte man doch hier unbedingt, zumal sich das Durchhalten für viele andere Nichtmehrraucher sicherlich lohnen würde. Bei mir sieht es nicht so aus und deshalb melde ich mich jetzt nur noch, falls ich es doch plötzlich überwunden haben sollte oder aber es zumindest deutlich und unzweifelhaft aufwärts geht.

Liebe Grüße von mir an Euch beide und an alle anderen auch, die sich – aus welchen Gründen auch immer - hier nicht mehr melden.

Euer Micha
588 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 15.05.2019 - 19:31

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Jcb18,
Schön von dir zu lesen!
Toll dass du auch durchgehalten hast!!! Super! 👍

Bei mir spinnt auch noch immer einiges. Matschbirne inklusive 😥

Ich habe anfänglich E-Zigaretten geraucht. Erst mit Nikotin, dann ohne. Geholfen hat es mir überhaupt und gar nicht 😑 das war eher für die orale Schmacht.
Aber dann wurde ich leicht E-Zigaretten-süchtig und da man ja auch immer mal negatives liest und es keine Langzeitstudien gibt, habe ich dann lieber wieder aufgehört.

Zu Pflastern bzw Kaugummis kann ich dir leider nicht viel sagen. Ich denke die sind eher für die Anfangszeit und können auch abhängig machen. Dann muss man das selbe irgendwann erneut oder ähnlich durch machen. Nikotin ist auch nicht besonders gesund auf lange Sicht. Aber ich würde mich da mal in der Apotheke beraten lassen.

Wegen dem Dopaminungleichgewicht kann ich dir nur zustimmen (PAWS). Desweitern kann die Leber noch Monate/Jahre nach Rauchstopp immer mal einen Stoff namens Nornikotin ausscheiden, welcher erneut Entzugserscheinungen bereiten kann.
Wir haben halt mit der Raucherei jahrelang unseren gesamten Körper und Psyche durcheinander gebracht, verunreinigt, betäubt. Er braucht Zeit wieder zu regenerieren. Man sagt 2-3 Jahre (PAWS).

Also weiter kräftig durchhalten 👍 es kommt der Tag, da geht es uns wieder besser .

Liebe Grüße...auch an alle andere hier,
Lu

  • Beitrag vom 07.05.2019 - 12:08

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Moin ihr Leidensgenossen,
ich dachte mir ich melde mich nach 1 1/2 Jahren Rauch-Abstinenz auch mal wieder zurück. Ich habe mir gerade die letzten 2 bis 3 Beiträge durchgelesen und finde es krass dass es euch auch noch so geht wie mir. Mal gute Tage, aber häufig scheiss Tage. Hypochondrie, Verspannungen und Rückenprobleme und dadurch wohl noch die Matschbirne. Wahrscheinlich kann unser Hirn einfach nicht genug Dopamin oder so selbst produzieren oder wer weiß was sonst. Ich habe schon überlegt mir Nikotonkaugummis und Pflaster zu holen. Hauptsache nicht wieder rauchen! Aber wenn das Nikotin fehlt und man dadurch evtl seinen normalen Hormonpegel erreicht?! Hat das schon mal jemand ausprobiert?
Ich freue mich jedenfalls dass ihr nicht wieder zur Kippe gegriffen habt! :-)
VG

  • Beitrag vom 04.05.2019 - 13:52

  • Autor:

    Jcb18

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben,
Schön von Euch zu lesen...auch dass ihr es alle so tapfer durch gehalten habt.
Tut mir leid, dass es Euch allen auch noch nicht so gut geht.
Mir ging es seit meinem letzten Beitrag immer besser, die letzten Tage keine Beschwerden.
Nun habe ich seit gestern enormen Stress (privat ein Trauerfall) und seitdem ist alles wieder schrecklich. Unruhe, Übelkeit, Ängste. Tinnitus und Magenprobleme hat ich übrigens auch zwischendurch.
Ich glaube echt wir haben mit den Zigaretten so sehr die Nerven beruhigt, dass sie nun erstmal lernen müssen ohne Gift zu funktionieren (=Stress und Angst so zu bewältigen)
Wie ihr wisst befasse ich mich viel mit PAWS. Da heisst es die Regeneration dauert 2-3 Jahre.
Damit will ich sagen: Wir sind nicht alleine und es wird irgendwann besser.

Trotzdem bin ich heute ganz schön durch den Wind und mir fehlt wie früher eine Beruhigungszigarette. Aber ich bleib stark.
Ich reiche Euch allen gedanklich ganz lieb die Hand.
Bis bald
Lu

  • Beitrag vom 01.05.2019 - 14:33

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo alle zusammen nun möchte ich mich auch wieder mal melden.Habe eure Beiträge gelesen was soll ich sagen! Bei mir ist auch noch das gleiche wie bei Euch allen.Ein auf und ab ein hin und her jeden Tag was anderes.Aber ich denke wir gewöhnen uns schon langsam daran man hat es nur an manchen Tagen so richtig satt.Ich glaube es wird nie wieder wie früher wir haben uns das Gehirn vernebelt.Es ist nett ab und zu etwas von Euch zu hören und man weiß es geht einem nicht allein so den manchmal denkt man man ist die einzige die ein Problem in dem Kopf hat😂😂 Also Kopf hoch es wird und muss irgendwie gehen ganz liebe Grüße an alle Claudi

  • Beitrag vom 08.04.2019 - 13:55

  • Autor:

    Claudi60

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich hier nicht mehr jammern, weil man es ja selbst nicht verstehen kann, dass man nach ca. 11/2 Jahren Rauchstopp noch immer nicht fit ist. Aber vielleicht tröstet es ja manche Ex-Raucher, wenn sie lesen, dass es anderen Ex-Rauchern auch noch schlecht geht.
Bei mir ist zur Zeit ein Tinnitus im Kopf, auch habe ich oft wieder Schwindelanfälle und Kopfdruck. Davor hatte ich Magenschmerzen und Schlafstörungen. Eigentlich ist immer irgendetwas.
Das nervt, es ist so ungerecht, weil man so tapfer ist und nicht mehr raucht.
Und die Belohnung kommt nicht, das macht traurig.
Was soll ich Euch sagen? Durchhalten, vielleicht hört der Horror irgendwann auf.
Es tröstet mich, dass ich nicht alleine bin, aber ich will, dass es uns allen gut geht.
Bleiben wir also am Ball, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.
Vielleicht melden sich auch mal andere wieder, die mit uns ständig im Chat waren. Auch die, denen es super geht.
Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch

  • Beitrag vom 06.04.2019 - 21:03

  • Autor:

    tesa1
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starke Nikotin Entzugserscheinungen

Ich habe 15 Jahre lang geraucht zwischen 20-30 Zigaretten pro Tag. Und habe jetzt von heut auf morgen damit aufgehört, und zwar genau vor 3 Monaten. Seitdem ich aufgehört habe geht es mir richtig dreckig: Habe sämtliche Krankheiten bekommen. Pilz im Mund, Schwindelanfälle, Schlafstörungen (hab immer super geschlafen), Muskelzittern, Rückenschmerzen, durchatmungs Probleme, depressiv, Herzstiche, Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen.
War auch beim Arzt der mit mir Langzeit EKG gemacht hat, Blutdruck gemessen kleines Blutbild. Nichts gefunden. Auf jeden Fall meine ich das es mir seit 1 Woche besser geht. Ich weiss nicht ob es was mit Entzug zu tun hatte oder nicht. Mir gehts jetzt gut und übrigens hab ich 3 Kilo zugenommen. Hat jemand ähnliches durchgemacht???
L.G. Natalie

  • Beitrag vom 11.12.2006 - 08:06

  • Autor:

    natalie