starke Nikotin Entzugserscheinungen

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo alle zusammen nun möchte ich mich auch wieder mal melden.Habe eure Beiträge gelesen was soll ich sagen! Bei mir ist auch noch das gleiche wie bei Euch allen.Ein auf und ab ein hin und her jeden Tag was anderes.Aber ich denke wir gewöhnen uns schon langsam daran man hat es nur an manchen Tagen so richtig satt.Ich glaube es wird nie wieder wie früher wir haben uns das Gehirn vernebelt.Es ist nett ab und zu etwas von Euch zu hören und man weiß es geht einem nicht allein so den manchmal denkt man man ist die einzige die ein Problem in dem Kopf hat😂😂 Also Kopf hoch es wird und muss irgendwie gehen ganz liebe Grüße an alle Claudi

  • Beitrag vom 08.04.2019 - 13:55

  • Autor:

    Claudi60

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich hier nicht mehr jammern, weil man es ja selbst nicht verstehen kann, dass man nach ca. 11/2 Jahren Rauchstopp noch immer nicht fit ist. Aber vielleicht tröstet es ja manche Ex-Raucher, wenn sie lesen, dass es anderen Ex-Rauchern auch noch schlecht geht.
Bei mir ist zur Zeit ein Tinnitus im Kopf, auch habe ich oft wieder Schwindelanfälle und Kopfdruck. Davor hatte ich Magenschmerzen und Schlafstörungen. Eigentlich ist immer irgendetwas.
Das nervt, es ist so ungerecht, weil man so tapfer ist und nicht mehr raucht.
Und die Belohnung kommt nicht, das macht traurig.
Was soll ich Euch sagen? Durchhalten, vielleicht hört der Horror irgendwann auf.
Es tröstet mich, dass ich nicht alleine bin, aber ich will, dass es uns allen gut geht.
Bleiben wir also am Ball, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.
Vielleicht melden sich auch mal andere wieder, die mit uns ständig im Chat waren. Auch die, denen es super geht.
Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch

  • Beitrag vom 06.04.2019 - 21:03

  • Autor:

    tesa1

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Miss Lu,

Ich warte nun seit mindestens 14 Tagen auf nur mal einen einzigen völlig beschwerdefreien Tag, wie es sie ja seit vor etwa einem Jahr nach schrecklichen Perioden immer wieder mal gab. Meistens 1 bis 5 Tage waren es dann jeweils, an denen es mir durchweg gut ging. Das scheint vorbei zu sein. Hatte noch vor ca 2 Wochen gar 7 gute Tage am Stück. Rekord war Januar oder Februar mit 10 Tagen Beschwerdefreiheit. Seit Jahresbeginn erlebe ich die eklatantesten Extreme. Es ist manchmal schlimmer, als nach Rauchstopp. Schlaflosigkeit+Angst sind vor allem zugegen. Dazu hab ich jetzt Kopfdruck -beinahe schon Schmerzen im Schädel, wenn die Attacken eintreffen. Ich habe auch die Hoffnung verloren, dass es je aufhört und kann darum hier leider niemandem guten Gewissens Mut machen, jedenfall niemandem, der um die 40 Jahre geraucht hat. Und jammern möchte man hier auch nicht dauernd. Deshalb schreib ich hier kaum noch. Aber schön, Dich hier anzutreffen, wenn auch aus unschönem Anlass.
Wünsche uns dennoch immer noch tapfer baldige und innigst ersehnte Linderung der Leiden!

Liebe Grüße: Micha
548 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 05.04.2019 - 19:52

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Micha,
Danke für deine Antwort.

Lass dich lieb drücken. Mir geht es auch nicht besser inzwischen😕

Alles plötzlich wieder viel schlimmer (fast wie nach Rauchstopp).
Dezember,Januar, Februar hat ich kaum Beschwerden und jetzt wieder der ganze Mist 😕 als würde mein Gehirn, Psyche und Gefühle immer wieder mit einer grossen, unberechenbaren Attacke durcheinander geschüttelt werden. Dann spinnt alles und ich bin am Rand meiner Kräfte.

Langsam verlässt mich die Hoffnung, dass es je besser wird. Und noch immer kommt mir das ganze rätselhaft, ungerecht und zermürbend vor.

Meine private Situation ist zudem sehr angespannt im Moment.

Wie es wohl den anderen so geht???

Ich würde dir gerne was aufbauendes schreiben, aber es ist nicht leicht die richtigen Worte zu finden. Ich hoffe einfach ganz fest für uns, dass es "heilt" und irgendwann nachlässt. Das ist im Moment mein grösster Wunsch.

Ganz viel Kraft und Mut schicke ich dir 🍀🐯
Bis bald
Deine Leidensgenossin Lu
543 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 05.04.2019 - 11:08

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Miss Lu,

Soeben ist (m)ein langer Eintrag verloren gegangen. Hab nicht die Kraft jetzt mehr, alles zu wiederholen. Ich hoffe, Dir geht es mittlerweile besser, mir gehts seit ca 14 Tage durchweg schlecht und es scheint so zu bleiben.

Liebe Grüße: Micha
546 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 03.04.2019 - 23:20

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Oh schade das hier mittlerweile so wenig los ist.
Ich schreibe trotzdem mal ein wenig 😏

Ich bin nun seit ca. 1,5 Jahren (534 Tagen) rauchfrei... Seit ca. 10 Tagen habe ich plötzlich wieder stärkere Entzugserscheinungen und Schmacht. Ich habe mich informiert und es ist wohl nicht so aussergewöhnlich. Es könnte das Nornikotin sein, welches die Leber ja immer wieder ausscheidet oder irgendein Entgiftungserscheinung. Vielleicht habe ich auch die Psychopharmaka zu schnell abgesetzt. Aber dieses Phänomen haben wohl einige.
Trotzdem demotiviert es mich und es ist auch wieder sehr anstrengend😫🙁😕 ich hätte nie gedacht wieder so stark zurück zu fallen.

Also Tipp an alle: Das kleine Suchtmonster schlägt wohl immer mal wieder zu. Trotzdem ist man sicher weiter im Regenerationsmodus. Deswegen stark bleiben und weiter machen. Irgendwann muss es doch mal aufhören 😥

Bis bald
Lu

  • Beitrag vom 27.03.2019 - 13:20

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Micha,
Schön von dir zu lesen.
Das freut mich so sehr. Ich danke dir sehr!!!

Denn ich habe mich wohl bezüglich meines Zustandes leider zu früh gefreut 🙁

Ich habe nun seit 10-14 Tagen wieder die ganze Bandbreite von Beschwerden (Ängste, Unruhe, Übelkeit, Hypochondrie, Gefühlsprobleme, Suchtdruck usw)..
Es war wohl nur ein kurzes "Hoch". Zwei Monate kaum Beschwerden.

Warum es nun wieder ziemlich schlimm ist, kann ich auch nicht sagen. Zum einen habe ich die Medikamente ausschleichen lassen (ich will einfach keine andere Abhängigkeit ) Zum anderen nehme ich nun natürlich auch wieder mehr in meinem Leben in Angriff=Stress. Aber ich bin auch kein Experte. Den Grund zu suchen, wäre wie die berühmte Stecknadel ... Man macht sich unnötig verrückt.

Wie du sagst: Es gibt Fortschritte aber halt leider nur sehr langsam😥

Ständig bäumt sich wieder etwas in einem auf und das ist sehr erschöpfend.
Mühsam ist dieses Auf und Ab. Man muss sehr viel Geduld und Kraft haben, die inneren Dämonen zu besänftigen und das Leben ohne "Betäubung zu meistern.

Da hast du recht: ich denke auch wir entgiften noch. So fühlt es sich auf jeden Fall an und ich kann mir gut vorstellen, dass die Organe (vor allem die Leber) immer mal wieder den alten Nikotin-Schmutz raushaut.

Auch wenn ich im Moment wieder schwer kämpfe, finde ich, dass wir sehr stolz sein können. Ich hoffe so sehr, dass wir es eines Tages belohnt werden und wieder unbeschwert und gelassen leben können.

Schön zu lesen, nicht alleine zu sein damit. Wir schaffen das schon.
Ich wünsche Dir alles Liebe und ein schönes sonniges Wochenende 🌻🌞 (Allen anderen hier natürlich aus.)
Bis bald
Lu

  • Beitrag vom 23.03.2019 - 18:33

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Miss Lu,

Es freut mich, dass es bei Dir deutlich aufwärts geht. Mir geht es leider weit weniger gut. Der Vormarsch des Entzugs ist bei mir eher schleichend langsam.
Schaffe wieder mehr, aber wohl hauptsächlich nur, weil ich mich an die Beschwerden gewöhnt und mich tapfer mit ihnen arrangiert habe. Es sind bei mir eher 20 als 4 Tage, die ich im Monat zu leiden habe.
Aber ich will hier nicht jammern, hab ja schließlich über 40 Jahre geraucht und da dauert es eben seine Zeit, bis Körper, Geist und Nerven gänzlich entgiftet sind.

Liebe Grüße an alle:
Micha
534 Tage rauchfrei

  • Beitrag vom 22.03.2019 - 18:33

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben,

Wie geht es Euch inzwischen?
Der ein oder andere wird mich vielleicht noch kennen..😃
Ich bin nun fast so lange rauchfrei wie Micha (ca 500 Tage) und habe ähnliches durchgemacht.

Ich denke noch oft an meine alten Leidensgenossen/innen hier (Grüsse an Micha, Karin, Claudi, Bergziege und viele andere😊 ohne Euch hätte ich es vielleicht gar nie geschafft oder wäre oft sehr einsam verzweifelt. Danke❤)

Wie geht es mir inzwischen.....?
Mir geht es von Monat zu Monat besser. Aber in kleinen Schritten...

Angstattacken/Entzugserscheinungen/PAWS/Stimmungsschwankungen habe ich immer seltener (an etwa 3-4 Tagen im Monat) und meistens wenn ich:
Starken emotionalen Stress habe, körperlich krank bin (zb Grippe), Alkohol trinke, zu wenig schlafe, mich zu wenig beschäftige oder das monatliche Frauenleiden habe.

Einige blöde Tage, die es dann halt wieder zu meistern gilt. Diese scheiss Tage gibt es halt noch ab und zu. Man muss da durch und weiter dran bleiben. Und vor allem: Alles gar kein Vergleich zum Anfang oder noch vor einem Jahr !!😥

Psychopharmaka habe ich inzwischen auf eigenen Wunsch abgesetzt. Und es geht mir damit gut. Ich nehme schon etwas an Körpergewicht ab und schlafe viel besser.

Einmal im Monat gehe ich noch zur Suchttherapeutin (Drogenberatungstelle). (Das kann ich sehr empfehlen! Es hat mir enorm viel Druck und Ängste genommen.)

Schmacht habe ich gar keine mehr.
Selbst wenn andere in meiner Gegenwart rauchen, mir eine Zigarette anbieten oder bei dem typischen Geruch... Ich habe gelernt (auch durch die Therapie), dass ich nun ein freier Mensch bin, weil ich die Wahl habe👍 der Verzicht ist keine Strafe oder Zwang. Ich kann wählen. Und das Rauchen gibt mir inzwischen nichts mehr.
Ich habe durch diese Krise so schöne Dinge entdeckt: Zum Beispiel lange Spaziergänge durch die Natur mit dem Hund, schöne Musik hören, viel lesen .. oder sich auch mal ein Eis, Obst oder feinen Tee gönnen und so vieles mehr❤. Ich weiss einfach"Ich könnte gerade mindestens 65 Dinge nennen auf die ich mehr Lust habe als eine stinkende Zigarette."😃 einfach neues Lebensglück.

Ich kann Ausflüge/Reisen bewusster und viel viel entspannter genießen.
Ich fühle mich wieder stärker zur Natur, aber auch Kindern und Tieren verbunden.
Allgemein fühle ich mich körperlich besser: ich kann richtig gut atmen, fühle mich oft viel frischer und klarer. Alles schmeckt intensiver.

Warum das nun wieder eintauschen gegen etwas so nachteiliger??? Das wäre ziemlich dumm.

Nun ja psychisch muss ich nun noch einiges aufarbeiten... da sind einige "Baustellen" im Leben und in meiner Seele, welche ich sicherlich oft mit der Zigarette oder Joint betäubt und somit aufgeschoben habe. Zahnarzt und neue Arbeitstelle vorne weg. Aber auch Ängste und Konflikte.

Öfters bereue ich Vergangenes. Ich denke schon ab und zu, ich habe durch den Rauchstopp einige kostbare Lebenszeit und Chancen verloren. Aber mein Vater sagt immer: "Wer weiss ob du später dadurch nicht sehr viele kostbare Jahre dazugewonnen hast❤." Ihr kennt ja sicher alle die Statistiken... man denkt immer das ist nur Propaganda. Aber und nun ja: die letzten 2-3 Jahre sind in meinem Umfeld einige gute Bekannte/Nachbarnn wegen Lungenkrankheiten, Herzproblemen oder den typischen Krebserkrankungen gestorben. Die meisten so im Alter von 55 -60, alles Raucher. Leidenskämpfe bis zum Tod. Hinterblieben sind traurige Partner, Familien oder sogar Kinder. Also ist da schon was dran an den Statistiken🤔

Trotzdem möchte ich nie jemand belehren, maßregeln oder ähnliches. Jeder soll so leben wie er möchte und wenn er es geniesst und niemand anderem schadet, freue ich mich für ihn. Ich persönlich mag es halt nicht mehr. Aber ich mag auch kein rostiges Leitungswasser trinken oder ( viel harmloser) Rosinen essen😁 so ähnlich sind Zigaretten halt mittlerweile für mich.

Bis auf die Einträge und Lesen hier und während meiner Suchttherapie-Stunde oder wenn mich jemand anspricht, beschäftige ich mich mittlerweile auch kaum noch mit diesem Thema.

Das Leben ist zu kostbar.

Ich lass Euch in dem Sinne ganz liebe Grüsse da, wünsche allen ein schönes Wochenende 🌼
Falls jemand Fragen hat/Rat sucht, gerne melden.
Bis bald
Eure Lu 😁

  • Beitrag vom 03.03.2019 - 17:07

  • Autor:

    MissLu

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Klara,

Das beweist, dass es verschiedene Wege gibt, sich des Nikotin-Teufels zu erwehren. Wenn Du im Kampf gegen die Sucht gar Deine eigene Gegenwehr Energie gewinnend zu nutzen verstandest, na prima! Aber jetzt, da die Schmacht offenbar für immer verschwunden ist, sei doch auch froh darüber, denn nun ficht Dich doch nichts mehr an! Dir alles Gute:

Micha (509 Tage rauchfrei)

  • Beitrag vom 25.02.2019 - 18:17

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Ich fand den Schmacht eigentlich eher angenehm. Ein Rush von Energie den man Ausnutzen muss. Nach 8 Jahren Rauchen aufhören dann nach 3 Wochen wieder 3 bis 6 Tage Rauchen und Aufhören das ging ca. 3 Jahre gut dann war der Schmachter weg, leider muss ich sagen.

  • Beitrag vom 13.02.2019 - 23:06

  • Autor:

    klara3456

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Micha,

Danke erstmal für deine Antwort. Schön daß es bei dir auch langsam bergauf geht.
Auch wenn es immer wieder Rückschläge geben wird denke ich doch daß die positiven Fortschritte überwiegen werden. Mir geht es mittlerweile den Umständen entsprechend sehr gut. Habe nur noch ab und zu ein leichtes zwicken stechen ziehen um das Brustbein herum. Könnte aber auch nur ne Verspannung sein. Hoffe mal das geht in nächster Zeit auch weg. Ich glaube auch daß es mir sehr geholfen hat daß ich nicht wegen jeder Beschwerde sofort zum Arzt gerannt bin. Ich habe mir einfach immer gedacht daß die Schmerzen mit dem Entzug zusammenhängen und es irgendwann wieder besser wird. Das hat es mir viel erträglicher gemacht. Ich werde hoffentlich weiter durchhalten. Wir schaffen das!!!
Gruß Alushi

  • Beitrag vom 11.02.2019 - 17:26

  • Autor:

    Alushi

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo alushi,

Bin seit 30.1.18 hier im Forum. Meine vielfältigen Entzugs-Beschwerden habe ich hier bereits mehrmals aufgezählt. Das spar ich mir jetzt mal. Bin wie du auch seit Oktober 2017 rauchfrei. (4.10.17 letzte Zigarette). War 2 mal stationär im Krankenhaus, vorher und zwischenein 4 mal in der Notaufnahme. Bei 2 Psychologen war ich inzwischen auch, bei einer Neurologin bin ich noch immer. Unterm Strich: Es wurde nicht viel gefunden bei sämtlichen Untersuchungen der Organe. Noch immer leide ich - wohl am Entzug. Es ist leider bislang nicht all zuviel besser geworden. Aber immerhin - alles in Allem - es geht laaaaaangsam voran. Wir alle werden es irgendwann schaffen!

Halt durch!
Gruß: Micha

  • Beitrag vom 10.02.2019 - 11:00

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo allerseits,

bis vorhin dachte ich noch ich sei der einzige Mensch auf diesem Planeten der an diesen Symptomen leidet und dann bin ich hier gelandet.
Es ist beruhigend zu wissen daß man nicht allein ist.
Nun.. ich habe nach 25 Jahren im Oktober 2017 mit dem Rauchen aufgehört und bin aufs Dampfen umgestiegen!
Nach gut 1 Jahr war ich soweit daß ich auch vom Dampfen loslassen konnte.
Die ersten 4 Wochen vergingen bis auf bisschen schmacht, ohne Probleme. Kurz vor Neujahr kam es dann volle Suppe.
Es fing mit einem stechen in der Brust an wobei mir direkt HERZINFARKT durch den Kopf schoss. Hinzu gesellten sich Brustschmerzen Schlaflosigkeit Schweißausbrüche und ich wurde zunehmend reizbarer und und und.. !! nach Ekg und Belastungs-Ekg konnte der Arzt mich bezüglich der Herzprobleme beruhigen.
Die Brustschmerzen wurden komischerweise intensiver je mehr ich an diese dachte. Ich wurde fast wahnsinnig vor Angst und das googeln nach den Symptomen machte alles noch schlimmer weil das Wort Lungenkrebs immer wieder einem entgegen schlug.
Zum Lungenarzt zu gehen hab ich vor lauter schiss nicht auf die Reihe bekommen.
Jedoch geht es mir mittlerweile viel besser seit ich gelesen habe daß fast alle Symptome die ich hatte/habe auf Entzugserscheinungen zurückzuführen sind. Und je weniger man an diese Nebenwirkungen denkt desto verträglicher ist der Entzug. Also viel Kopfarbeit.

  • Beitrag vom 08.02.2019 - 15:23

  • Autor:

    Alushi

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo zusammen,

wie ich lese, haben ja doch noch ein paar Leute Probleme.
Bergziege, ich habe genau die gleichen Symptome wie Du. Spielt sich irgendwie alles in meinem Kopf ab. Mal geht es ganz gut und dann geht es wieder los mit Schwindel, Matschbirne, Kopfdruck usw.
Auch ich glaube, dass die vielen Gifte in den Kippen alles übertüncht haben und jetzt ist das Gift nicht mehr da und unsere Symptome sind nun frei fühlbar.
Auch ich hoffe, dass das alles mal irgendwann komplett verschwinden wird. Wäre einfach zu schön.
Also kämpfen wir weiter, vor einem Jahr ging es uns viel schlechter.

Liebe Grüße an alle tapferen Ex-Raucher

  • Beitrag vom 08.01.2019 - 17:35

  • Autor:

    tesa1

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Ein herzliches Hallo und ein gutes neues an euch alle!
Ich hatte mich rar gemacht n letzter Zeit, ja ich weiß. Es war aber auch richtig viel los bei mir.
Bei mir sind es jetzt schon über 14 Monate her, seit dem ich ohne Zigarette bin. Ich glaube, dass der Entzug soweit überstanden ist. Meine Ängste und Panik Attacken kommen trotzdem immer mak wieder. Es gibt Zeiten, da geht es mir recht gut und dann kommt immer wieder eine Phase, in der ich Schwindel, Kopfdruck, Matschbirne und Herzrasen hab. Dazu Angst und Panik Attacken. Aber ich empfinde das (Gott sei Dank) nicht mehr so bedrohlich wie früher. Ich denke, dass ich eine sogenannte Toleranz gegenüber diesen Empfindungen aufgebaut habe. Ich denke, dass diese Erscheinungen auch nix mit Entzug zu tun haben, sondern dass ich diese psychischen Probleme schon immer hatte und durch den Glückshormone Kick durch die Zigarette immer nur überdeckt war.
Ich seh heute vieles anders als zu meinen Raucherzeiten. Vieles ist klarer geworden. Und ich genieße die Freiheit, die ich als Nichtraucher habe.
Ich bete, dass ich nie wieder anfange zu rauchen. Und ich verliere nicht die Hoffnung, dass ich eines Tages auch meine psychischen Störungen hinter mir lasse.
Seid alle herzlich gedrückt von mir - ich glaub fest an uns !!

  • Beitrag vom 07.01.2019 - 22:12

  • Autor:

    Bergziege

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo alle zusammen na wie gehts so im Neuen Jahr.Bei immer noch durchwachsen ich hoffe das es irgendwann bergauf geht.Schade das man nichts mehr hört von vielen Leuten .Man hat sich Monatelang geschrieben ausgetauscht gejammert und versucht sich gegenseitig aufzubauen und auf einmal nichts mehr.Geht es Euch allen wieder gut oder was ist los??Es ist nur schade ich fand es immer gut Eure Erfahrungen zu lesen.Na vielleicht hat mal wieder jemand Lust zu schreiben Liebe Grüße an alle Claudi

  • Beitrag vom 06.01.2019 - 12:59

  • Autor:

    Claudi60

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr Lieben,

ich wünsche ein frohes neues Jahr. Bleibt standhaft und fangt nicht wieder mit dem Rauchen an. Über ein Jahr kämpfen einige von uns nun schon gegen diverse Beschwerden, das soll doch nicht umsonst gewesen sein!
Schade nur, dass sich einige von Euch nun überhaupt nicht mehr melden und man nicht weiß, ob sie mit den Beschwerden durch sind oder ob sie wieder Rauchen.
Ich habe überhaupt keine Lust mehr auf Zigaretten.
So, dann mal alles Gute im neuen Jahr.
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  • Beitrag vom 01.01.2019 - 16:52

  • Autor:

    tesa1

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Jörn,

Ich nehme seit Januar 2018 Antidepressiva. Verschrieben von Hausärztin wegen Panik und Schlaflosigkeit. Erst 7,5 mg, dann 15 mg, jetzt seit Anfang Sept. wieder auf 7,5 mg runter. Seit 5.9.18 nehme ich zusätzlich Tabletten gegen die Angstanfälle. Vom 5.9. bis 1.10. langsam hochgeschlichen von täglich 1 mal 5mg bis 3 mal 10mg. (Die Medikamente nenne ich hier nicht, sonst haut man mir hier die Nebenwirkungen um die Ohren, über die ich mich diesmal mit Bedacht NICHT informiert hatte. Was nutzt das, sich verrückt zu machen, wenn man sich nun einmal entschlossen hat, sie zu nehmen. Unbedenklich ist wegen diverser Nebenwirkungen wohl kaum irgendein chemisches Medikament.
Was macht denn nun Dein Bauch? Du befürchtetest doch eine Bauchspeichelerkrankung? Hat sich bei dem CT etwas ergeben?

Liebe Miss Lu,

Danke für Deine wie immer kurzweilig-ausführlichen, informativen und mutmachenden Ausführungen. Daran läßt sich stets so schön aufatmend aufrichten.
Mir geht es mal wieder gut bis sehr gut seit ein paar Tagen. Mal sehen, wie lange. Bin aber über jeden gänzlich beschwerdefreien Tag froh. Es werden doch unterm Strich allmählich etwas mehr. Und so gut wie überhaupt keine Matsch-Birne mehr!
Nur diese Anfälle mit Schlaflosigkeit-Hochschrecken-Atemnot-Panik sind leider nach wie vor, wenn sie auftreten, so intensiv wie ehedem.
Versuche seit gestern in eigener Verantwortung die halbe Tablette Antidepressiva abzusetzen. Dann vielleicht nach und nach auch die Angst-Pillen. Aber die nur in Absprache mit Neurologin.
Eine eigentliche Psycho-Therapie habe ich nach 5 probatorischen Sitzungen bei einem Psychologen nicht begonnen. Undzwar nach Absprache mit ihm. Wir waren uns einig, das ich es allein schaffen könnte. Er ließ mir aber die Wahl, eine längere (25 Sitzungen), eine kürzere (12 Sitzungen) oder eben erstmal gar keine Thera zu machen. Falls ich doch Schwierigkeiten bekommen sollte, würde er mich so kurzfristig wie möglich eine neue bei ihm beginnen lassen. Ohne die 5 Vorabsitzungen. Innerhalb des nächsten Jahres benötigte ich auch keinen neuen Konzessionsbericht anhand zeitnaher medizinischer Untersuchungen zum Ausschluss körperlicher Ursachen für die Angststörungen.
So, ihr Lieben alle, ich hoffe für Euch und für mich das Beste für die nächste Zukunft und wünsche noch einmal allen ein frohes Fest und ein glückliches Neues Jahr nach gutem Rutsch!

Euer Leidensgenosse Micha
Tag 444

  • Beitrag vom 22.12.2018 - 13:55

  • Autor:

    MichaelRoschke

Re: starke Nikotin Entzugserscheinungen

Hallo Ihr,

Ich habe nun seit einigen Tagen wieder Ruhe von den blöden Anfällen😥 und kaum bis keinerlei Beschwerden.

Generell bin ich aber auch an guten Tagen ängstlicher, launischer und sensibler als früher. Schwierige Themen oder Stress werfen mich viel leichter aus der Bahn. Körperliche Beschwerden wie Kopfweh, Schwindel, Übelkeit wirken stärker auf mich ein.

Es fällt immer mehr auf, dass es wohl doch (wenn auch nur schleppend) von Monat zu Monat besser wird und ich die schweren Attacken nun vorwiegend genau während meinen red days (Periode) habe.
Ich vermute nun ein wenig, dass das Rauchen meine Hormone völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat, oder sich mein Unterbewusstsein dann irgendwie an den Entzug erinnert und mit Panik reagiert...
Aber Grübeln, "hätte ich... .was wäre wenn" und krampfhaft Gründe suchen bringt ja auch nichts! Das wird man wohl nie herausfinden und ist deshalb nicht konstruktiv.

Wie ich Euch schon erzählt habe: Ich gehe regelmäßig zur Suchttherapeutin. Diese hilft mir extrem. Vielleicht gibt es in Eurer Nähe ja auch eine Suchtberatungsstelle oder Drogenberatungsstelle....Da wurde mir die tolle Therapeutin zugewiesen. Diese macht mir jedes Mal großen Mut, nimmt mir den Druck und findet meinen Werdegang vollkommen normal.

Ich kann Euch nur sagen: Es wird besser!
Meine Therapeutin hat viel Erfahrung und sie sagt jedes Mal "Nicht aufgeben, alles auf einem guten normalen Weg 😊" Jeder Entzug ist bei jedem unterschiedlich (Länge, Stärke, Beschwerden).
Sie sagt auch, es dauert bei manchen oft sehr lange, ein Jahr oder länger. Ein gebrochnes Bein oder Trauer heilt ja auch nicht in ein paar Wochen. Die Seele rebelliert und bäumt sich auf oder trauert. Was hat man mit dem Suchtmittel jahrelang versucht zu regulieren bzw überdeckt? (zum Beispiel Angst/Unruhe/Leere/Hunger/Problemgedanken/Trost/Schutz usw) Das bricht ja nun auf, die Seele ist geschockt. Sie fühlt sich schutzlos, verwundet und muss neue Wege finden den Schock plus diese alten Gefühle ohne Suchtmittel zu verarbeiten. Neue Wege und Heilung vor allem psychisch braucht Zeit.

Außerdem glaube ich auch noch immer, man hat so vieles jahrelang mit dem Nervengift im Körper durcheinander gebracht oder gelähmt (=Hormone, Biochemie Gehirn(Dopamin), Insulin usw). Körper und Seele sind aus dem Gleichgewicht (PAWS).

Aber eins steht fest: der Körper und die Psyche "wollen" heilen (Selbstheilungskräfte). Darauf kann man vertrauen. Das sagt auch die Suchttherapeutin 👍🏻

Desweiteren nehme ich meiner Psyche mittlerweile den Druck, indem ich mir immer sage, dass ich ja ein freier eigenständiger Mensch bin, aber auch vernünftig und selbstschützend ❣️Ich genieße diese Freiheit. Rauchstopp bedeutet für mich nicht mehr Verzicht sondern Wahl. Und ich habe einfach keine Lust auf Rauchen. Ich darf es, aber ich will es nicht. Das ist sehr schön 😍.

Ich setz mich nun allgemein weniger unter Druck. Ich übe mich in Selbstsorge und Verständnis für mich...

Ich versuche auch das ganze Thema nicht mehr zu thematisieren in meinem Leben (außer bei meiner Therapeutin, Neurologen oder hier). Ich versuche mich an schlimmen Tagen abzulenken mit Aufgaben, Ausflügen, Plänen, Hobbies ..und Humor 😄👍🏻auch wenn es schwer fällt und sicher kommen auch wieder schwere Tage.

So viele Menschen haben gesundheitliche Probleme, Sorgen, Beschwerden. Auch viele Menschen die gar nicht so wirken... Und oft viel viel schlimmer.
Wir sind nicht alleine!!! und ich glaube immer noch daran, dass wieder bessere Zeiten kommen und zwar bei jedem von uns hier ❣️

Genug geschnattert.....🐧. Ich wünsche Euch allen nun eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch. Lasst es Euch gut gehen 💕🤗🍀 Bis bald. Eure Miss Lu

  • Beitrag vom 20.12.2018 - 22:12

  • Autor:

    MissLu
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starke Nikotin Entzugserscheinungen

Ich habe 15 Jahre lang geraucht zwischen 20-30 Zigaretten pro Tag. Und habe jetzt von heut auf morgen damit aufgehört, und zwar genau vor 3 Monaten. Seitdem ich aufgehört habe geht es mir richtig dreckig: Habe sämtliche Krankheiten bekommen. Pilz im Mund, Schwindelanfälle, Schlafstörungen (hab immer super geschlafen), Muskelzittern, Rückenschmerzen, durchatmungs Probleme, depressiv, Herzstiche, Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen.
War auch beim Arzt der mit mir Langzeit EKG gemacht hat, Blutdruck gemessen kleines Blutbild. Nichts gefunden. Auf jeden Fall meine ich das es mir seit 1 Woche besser geht. Ich weiss nicht ob es was mit Entzug zu tun hatte oder nicht. Mir gehts jetzt gut und übrigens hab ich 3 Kilo zugenommen. Hat jemand ähnliches durchgemacht???
L.G. Natalie

  • Beitrag vom 11.12.2006 - 08:06

  • Autor:

    natalie