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Blasen, und Darmsenkung - Scheidenplastik- OP

Blasen, und Darmsenkung - Scheidenplastik- OP

Hallo und guten Tag,
ich (59), wurde vor 3 Monaten auf Grund einer 5-jährigen Blasen- und Darmsenkung am Unterleib operiert. Da ich mich nicht länger durch die Probleme der Senkungen einschränken lassen wollte, habe ich mich zu dieser OP entschlossen. Eine Klinik in unserer Nahe hat sich darauf spezialisiert. Bei mir wurde eine hintere Scheidenstraffung und ein Netz vorne eingesetzt.

Bei mir lief leider einiges nicht ganz normal. Zuerst hatte ich den ganzen Scheidenbereich voller Blutergüsse. Ich bin sehr empfindlich und hatte schon einmal 2011 bei einer Hämorriden-OP Probleme mit inneren Blutergüssen zu kämpfen.

Die neue Narbe von der Scheidenstraffung zog sich bis zum After hin und war dick geschwollen. Ich konnte die ersten 4 Wochen gar nicht sitzen. Mir ging es zwar recht schnell wieder gut, mein Bauch schmerzte nur bei Bewegung. Aber jeder Pupser war wie ein Erdbeben, da ich unter Reizdarm litt, Ich bin nicht wehleidig, kenne meinen empfindlichen Darm und habe alles ertragen.
Meine Blase fühlte sich irgendwie irritiert an – ich konnte aber trotzdem sofort gut zur Toilette. Ich musste nicht mehr jede Stunde zur Toiletten und schlief nachts sogar fast durch. Nach 10 Tagen wurde ich entlassen.
Mind. 6 Wochen strickte Ruhe war angesagt und daran hielt ich mich auch.

Ich konnte nicht sitzen, da die Fäden an der Scheide so drückten.

Ich konnte nur liegen – stehen und gehen, was ich auch immer wieder versuchte. Die Blutergüsse gingen im Scheidenbereich weg, aber ich konnte immer noch nicht sitzen. Irgendwie störten die Fäden – ich hatte das Gefühl, als hätte man mich zugenäht. Selbst Zäpfchen bekam ich kaum eingeführt.
Nach 4 Wochen hatte ich eine schlimme Blasenentzündung und bin zum meiner Frauenärztin. Sie stellte eine Blasenentzündung anhand meines Urins fest und stellte beim Ultraschall einen 8 x 4 cm großen Bluterguss hinter/über der Blase fest. Also zwischen Blase und Scheidenwand.
Ich musste sofort zurück zur Klinik. Mein damals operierender Arzt war sofort für mich da (auch anschließend noch per eMail). Er öffnete von der Scheide aus den Bluterguss und punktierte einen großen Teil des geronnen Bluts. Weiter löste er alle Fäden an der OP-Naht der Scheidenstraffung. Diese waren fest eingewachsen. Mit der Lösung der Fäden entspannte sich der gesamte Unterleib - der Dauerdruck lies nach.
Dieser Eingriff verlängerte meine gesamte Schonzeit um mind. 4 Wochen.

Das geronnene Blut floss ist Strömen.
Mein allgemeines Unterleibsgefühl war durch diesenEingriff total irritiert - ich hatte wohl bisher durch diesen innerlichen Bluterguss den Unterleibsdruck durch das Netz gar nicht bewusst wahr genommen.
Der Bluterguss entleerte sich krass - nach 2 Wochen war er schon kaum auf dem Ultraschall zu sehen. Beim Blasenentleeren hatte ich wohl immer weiterhin ein Ziehen. Das immer mal wieder aufkommende Ziehen wie bei Wehen im Bauch und Rücken kamen und gingen. Mal hatte ich Spannungsgefühle im Beckenboden - mal zwickte es am After oder auch vorne - da wo das Netz fixiert ist. Aber es wurde alles immer besser.

Blähungen machten mir weiterhin schlimme Probleme - meine Beine schmerzten bei Anstrengung, wie früher bei der starken Periode. Nach einer Pause ging es dann aber wieder.

Mir ging es bis auf die Spannungsgefühle im Netzbereich immer besser.
6 Wochen (10 Wochen nach OP) nach der Blutergussöffnung sagte mir meine Frauenärztin, dass ich eigentlich gesund sei.
Ich sollte langsam wieder zum normalen Leben zurückkehren. Anfang August bekam ich von meiner Ärztin auch das OK im geplanten Urlaub Rad zu fahren. Auch könnten wir auch versuchen miteinander zu schlafen - vorsichtig!!

Das ich in den letzten 3 Wochen vorm Urlaub schon mal für 5 bis 10 Minuten auf den Crosstrainer gegangen bin, klappte das Radfahren im Urlaub auch zuerst recht gut. Ich war tatsächlich fast beschwerdefrei und traute mich aufs Rad. Ich habe ein eBike und die erste Tour vorn 14 km lief super. Die gleiche Tour 2 Tage später auch. Ich weiß auch nicht, was dann verkehrt lief. Ich versuchte auch vorsichtig mit meinem Mann zu schlafen, was nicht so recht kappen wollte. Wir waren zwar sehr vorsichtig, aber es ging irgendwie nicht – weil wir beide Angst hatten. Am Tag drauf bin ich dann dumerweise mit unserem Hund an der Hand ein Stück überm Campingplatz gelaufen.
Leider wurde ich von den Beinen gerissen, als dieser ohne Vorwarnung einem Hasen nachjagen wollte. Durch meinen Körper jagte ein Ruck, aber eigentlich hatte ich meiner Meinung nach alles gut überstanden. Am nächsten Tag bekam ich Schmerzen – ein Ziehen oder Spannungsgefühl bei jeder kleinen Bewegung. Im unteren Teil - würde ich sagen - da wo das Netz sitzt.
Das Netz ist an vier Stellen fixiert und genau diese Stellen tun weh, wenn ich mich bewege.
Ich kann im Sitzen oder Stehen Beckenbodenübungen (Kneifbewegungen) machen, ohne Probleme. Ich kann mich Bücken und bewegen, ohne dass mir die Scheide oder der Beckenboden selbst weh tut. Es ist eher so wie ein Entzündungsgefühl im Bereich da drunter und das zieht bis in den Darm. Ich schone mich jetzt schon seit Tagen. Beim Blasenentleeren zieht es ziemlich schlimm und es vergeht nicht wirklich.
Was noch hinzu kam ist, dass ich seit Tagen wieder einen Reizdarm habe – ich hatte in diesen doofen tagen einmal auch recht schlimm Durchfall mit Krämpfen und musste fast 10 Minuten mit Gewalt innehalten – das hat alles noch verschlimmert.

Ich fühle mich eigentlich gut – wenn ich sitze und ruhe. Es ist nur in der Bewegung alles noch gereizt. Ich habe mich mit meiner Ärztin in Verbindung gesetzt und habe kommende Woche einen Termin. Eigentlich vermute ich, dass alles nur gereizt ist – natürlich mache ich mir Gedanken. Meine Angst ist einfach, dass das Netz irgendwas verletzen könnte. Ich bereue diese OP – weiß aber auch, dass ich Geduld haben muss.

Mein Anliegen ist einfach:

Wer hat auch so eine OP machen lassen und kann davon berichten?

Leider ist zu diesem Thema kaum was zu finden. Es betrifft so viele Frauen.
Lieben Gruß

  • Beitrag vom 13.08.2019 - 15:17

  • Autor:

    eckybaer