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Verzweifelt, Depressiv und Sinnlos - Behörden quälen mich.

Re: Verzweifelt, Depressiv und Sinnlos - Behörden quälen mich.

Hallo,

du klingst wirklich verzweifelt. Ich kann dir nicht viel raten, aber zumindest möchte ich dir deutlich machen, dass es jede Menge Lichtblicke in deinem Leben gibt.

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es toll ist, dass du dir Hilfe gesucht hast und diese auch wirklich in Anspruch nimmst. Dadurch wird es dir mit der Zeit bestimmt besser gehen - es scheint ja bereits erste Erfolge zu zeigen! Wie wundervoll, dass du eine neue Partnerin gefunden hast, die dich unterstützt. Und wie schön, dass du einen so engagierten Hausarzt hast, der für dich Widersprüche einlegt und sich kümmert. Damit hast du wichtige Menschen in deinem Rücken und bist nicht allein!

Was die Krankenkasse angeht, so hört man leider häufiger, dass die Bürokratie und das fast schon automatisierte Ablehnen von Ansprüchen die Leute zur Verzweiflung treiben kann. Auch hier lohnt sich sicherlich dranbleiben und nicht aufgeben. Hast du schon mal mit deinem Sachbearbeiter telefoniert? Vielleicht lässt sich dann einiges klären. Absolut wichtig ist es, freundlich zu bleiben. Es ist auch nur ein Mensch, er kennt deine Situation nicht und er kann nichts dafür, wenn Briefe nicht ankommen. Versuch ihn auf deine Seite zu ziehen.

Vielleicht kann auch dein Hausarzt oder deine Therapeutin dir eine Anlaufstelle empfehlen, wohin du dich für Hilfe wenden kannst. Vielleicht kann die Verbraucherzentrale dir helfen verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung und hier kannst du es auch mal versuchen patientenberatung.de/de/recht/patientenrechte-als-versicherter/beschwerdeweg-versicherter. Ein Anwalt könnte vielleicht auch helfen ...

Vielleicht kannst du auch deinen Sachbearbeiter bei der AfA überzeugen, wenn du deine Krankschreibungen dort vorlegst und darauf hinweist, dass das mit der Krankenkasse sich derzeit alles noch in Klärung befindet. Ich weiß leider nicht, wie viel Spielraum man dort hat.

In jedem Fall wünsche ich dir alles Gute und bitte verlier nicht die Hoffnung!

  • Beitrag vom 19.09.2019 - 09:32

  • Autor:

    gisela43

Verzweifelt, Depressiv und Sinnlos - Behörden quälen mich.

Hallo,

ich hoffe es steht im richtigen Forum, sonst bitte verschieben.
Ich muss einfach mal meinen Kummer losschreiben.

Alles fing mit einem Beruf an den ich nicht mochte. Es kamen viele in nur einem halben Jahr über 230 Überstunden zusammen und meine damalige Partnerin bekam Gebärmutterkrebs.

Ich bemerkte langsam das mein Verstand nicht mehr mitspielen wollte.
Darunter waren
- schlaflose Nächte und Aufschrecken.
- Schwindel (Blackouts) und Gedächtnisschwierigkeiten.
- Nächtliche Depressionen und Trauer.

Nachdem der Krebs nach 14 Notop´s relativ besiegt war und ich von meinem damaligen Geschäftsführer meine normale Arbeitszeit forderte, kam ich etwas zur Ruhe.
Doch kurz darauf trennte sich meine Partnerin und ich musste Hals über Kopf eine Wohnung finden.
Zudem sprach man mich auf der Arbeit an, ob ich nicht etwas anderes in der Hinterhand hätte und das so oder so meine Zeit dort beendet werden würde.

Da brach erneut meine restliche kleine Welt zusammen, erst reißte ich mich für Firma und Freundin auseinander und dann wurde ich von allen verlassen und verraten.
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Auf diese Nachricht ging ich mit totem Blick und Trauer zu meinem Hausarzt. Allerdings war nur die Vertretung dort. Dieser sprach mich an und sagte, er wüsste bereits alles der letzten Jahre und übernehme mich. Er veranlasste eine Krankschreibung (für ein paar Tage vorerst als Wunsch von mir), doch daraufhin erhielt ich eine fristlose Kündigung.

Nun brach meine Welt aus allen Fugen und ich bekam Panik, Atemnot und wusste nicht war ich noch machen soll.
Mein Hausarzt sagte, ich soll eine Reha machen, da ich vergebens die letzten 3 Jahre eine Therapeutin suchte.

Diese Reha war mehr Sport als Therapie, doch sie tat mir gut. Gleicht zu beginn wurde ich verlängert und blieb 7 Wochen.
Zwischenzeitlich fand ich auch eine super liebe Partnerin, die bereits ähnliches durchgemacht hatte und mich zum weitermachen drängte.
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Nach der Reha fühlte ich mich voller Tatendrang und da ich krank entlassen wurde, stellte ich bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Arbeitserprobung. Dieser wurde sofort abgelehnt.

Also stellte mein Hausarzt einen Widerspruch, das ich alle Punkte einer neuen Berufung erfüllen würde.

Dies hat nun gute 5 Monate gedauert. Statt einer Ablehnung kam ein Brief zur Beurteilung durch meinen "Psychologen" und meinem "Psychotherapeuten".

Durch die Reha hatte ich Anspruch auf eine zeitnahe Vermittlung und fand auch beide und besuche zudem eine Psyrena (Gesprächsgruppe).
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Zwischenzeitlich schrieb mich die AOK für leichte Tätigkeiten gesund. Mein Boden wurde unter meinen Füßen gerissen.
In großer Verzweiflung ging ich zu meinem Hausarzt und dieser schrieb einen neuen Widerspruch, diesmal an die AOK.

Trotz Unterschrift, sagte die AOK sie hätte das Einschreiben nie erhalten. Daraufhin schickte ich alles erneut per E-Mail.
Nach nur zwei Tagen erhielt ich dann die Stattgabe meines Widerspruchs. Doch am selben Tag erhielt ich eine E-Mail, das ich doch nicht mehr Krankgeschrieben sei und sogar noch gesünder sei, als noch beim ersten Schreiben.
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Ich bin zu meinem Hausarzt gegangen, dann zum VDK, dann zu meiner Psychotherapeutin und diese schickte mich noch zu der Psychologin und alle stellten mir ein Schreiben über meine akuten Krankheiten aus und der VDK schickte dies als Widerspruch an die AOK.

Zwischenzeitlich musste ich alle paar Tage zur Agentur für Arbeit und dort einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen, das die AOK mich permanent gesund geschrieben hat.

Ich werde weiterhin von meinem Hausarzt und nun auch meiner Psychologin krank geschrieben und dies schicke ich auch weiter an die AOK.
Bisher habe ich keine Reaktion und bin absolut verzweifelt.

Ich empfand Therapie früher als Schwäche und habe mit der Zeit gemerkt, das ich dies benötige um mit der ganzen Vergangenheit und meinem Perfektionismus klar kommen zu können.

Doch nun wo ich absolut am Boden bin und ich endlich nach Jahren eine Therapeutin gefunden habe und ich endlich die ganzen Depressionen und Ängste angehen will, wird mir von der Rentenversicherung, der AOK und nun vielleicht dem Arbeitsamt der Boden unter den Füßen wegerissen.

Ich fühle mich so Sinnlos und Ergeben. Erfülle ich meine Aufgaben bis zum Burnout und kämpfe für andere werde ich bestraft und gebe ich dann auf und möchte Gesund werden und Therapie annehmen wird mir dies auch verweigert.

Ich hoffe bis hierhin hat jemand gelesen und kann mir einen Rat geben. Mehr als zerreißen und zu allen Therapien und Ämtern kann ich auch nicht. Meine Therapeutin hat Gespräche zu einer Tagesklinik geführt und ich kann nächste Woche dort zu meinem Erstgespräch vorbeikommen.

Doch schon zum 10.10. soll ich zur Agentur für Arbeit kommen, damit dort über das Ergebnis meine Psychologischen Beurteilung (laut Aktenkunde) mit mir besprochen werden kann. Ich habe bereits Innerlich mit der Rentenversicherung aufgegeben und auch das die AOK sich immer nur auf Akten beruft und nach 3 Wochen immer noch nicht auf das Schreiben durch VDK und Ärzten reagiert, habe ich mittlerweile aufgegeben. Doch nun kommt noch die AfA und will mich auch noch nach Aktenkunde beurteilen.

Ich wüsste gerne wieso ich aus der Reha Krank entlassen werde, alles in der Welt in Bewegung setzte um Psychologen und Psychotherapeuten sowie Psyrena zu finden und diese aufsuche wenn dann mittendrin alle Ämter ankommen und mich nach unbekannten Akten beurteilen, als würde ich den ganzen Tag nur top gesund zu Hause rumsitzen und nichts von den oben genannten Dingen nachgehen.

Als Schlusswort möchte ich einfach nur sagen, das mich die ganze Bürokratie so sehr erschöpft und meine Energie noch nicht einmal wieder aufgefüllt ist. Ich würde am liebsten von einer Brücke springen, damit ich endlich etwas Ruhe finden kann. Ich wünsche mir doch nur Heilung und die Zeit diese zu bekommen.

  • Beitrag vom 18.09.2019 - 18:29

  • Autor:

    Verzweifelter