Allergie – welche Allergiearten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Ausprägungen von Allergien. Je nachdem wie die Allergenen in den Körper gelangen, werden folgende Arten von Allergie unterschieden.

Arten von Allergie

  • Inhalationsallergie (über das Einatmen, z. B. Pollen, Kot der Hausstaubmilben, Schimmelpilze, chemische Substanzen z. B. in Bodenbelägen, Feinstaub, Eiweiß in Tierhaaren oder -federn; Medikamente oder ätherische Öle zum Inhalieren)
  • Ingestionsallergie (über den Mund und Magen-Darm-Trakt; meist als Nahrungsmittelallergie z. B. durch tierische Eiweiße in Eier oder Milch; Soja, Nüsse, Zitrusfrüchte, Gewürze; sehr selten als Arzneimittelallergie durch Medikamente wie Penicillin),
  • Kontaktallergene (über die Haut, z. B. Tierhaare, Metalle wie Nickel, Latex): tritt meist als akute Hautveränderung innerhalb von 12–48 Stunden am Ort des Kontakts auf
  • Injektionsallergene (durch Einspritzen, z. B. Insektengifte von Wespen oder Bienen, Kontrast- oder Betäubungsmittel)
  • Baum- und Gräserpollen fliegen vor allem von Februar bis Mai beziehungsweise von April bis September.
  • Schimmelpilze benötigen etwa 80 % Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur um die 20 °C. Sie sind am aktivsten im Frühjahr und Herbst, wenn die Räume beheizt sind und das Wetter feucht ist.
  • Milben fühlen sich am wohlsten, wenn die Luftfeuchtigkeit 70–75 % beträgt und die Temperatur im Bereich von 20–25 °C. Vor allem nachts leiden die Patienten unter allergischen Beschwerden.
  • Auch in Nahrungsmitteln verstecken sich viele Allergene, da darin häufig Milch- und Hühnereiweiß verarbeitet werden. Diäten, bei denen bestimmte Nahrungsmittel bewusst ausgeschlossen werden, weisen hier den Weg.

Wie schlimm ist eine Allergie?

Abhängig davon, wie stark die Antwort des Immunsystems auf das Allergen ist, reichen die Beschwerden von lästig bis lebensbedrohlich. Besonders gefährlich kann eine allergische Reaktion werden, wenn die Bronchien oder der Kreislauf heftig reagieren. Die Verengung der Bronchien führt zu der für Asthma typischen anfallsweisen Atemnot. Der Kreislauf kann bei einer allergischen Reaktion innerhalb kurzer Zeit zusammenbrechen. Man spricht dann von einem – lebensbedrohlichen – allergischen oder anaphylaktischen Schock.

Die allergischen Reaktionen können an allen Grenz- und Oberflächen des Körpers stattfinden und dort akute und chronische Entzündungen hervorrufen. Damit ist die Bandbreite möglicher allergischer Reaktionen groß und unspezifisch. Sie reicht – unabhängig von der Art der Allergene – von Hautreaktionen, über Magen-Darm-Beschwerden und Atemnot bis hin zum allergischen Schock. Deshalb ist auch die Suche nach den Auslösern oft so schwierig.

Wie wird die Allergie behandelt?

  • Anzahl und Herkunft der allergieauslösenden Stoffe sind kaum überschaubar. Heute sind ungefähr 20.000 Stoffe bekannt, die eine Allergie auslösen können. Entsprechend schwierig ist die ärztliche Diagnose. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt sprechen.
    Wichtig ist eine gezielte Behandlung der Allergie, denn Allergien können zu chronischen Erkrankungen führen.
    Welcher Stoff die Allergie auslöst, kann in vielen Fällen durch einen Allergietest geklärt werden.
  • Erster und wichtigster Schritt: Vermeiden Sie den Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff.
  • Oft ist auch eine so genannte Hyposensibilisierung möglich. Bei dieser Methode wird dem Patienten eine immer höhere Dosis des Allergens verabreicht, bis der Körper den Stoff verträgt.
  • Führen Sie als Allergiker immer einen Allergiepass mit sich, damit Sie auch in Notfallsituationen sicher sein können.
  • Schnellwirkende Antiallergika helfen im akuten Fall.
  • Kalziumtabletten helfen, Allergien vorzubeugen und mindern die allergische Reaktion.
  • Auch bei Heuschnupfen gibt es bewährte Medikamente zur Vorbeugung.

Aktualisiert: 31.10.2018

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