Allergiegefahr bei Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen © pixabay, silviarita

Zimtsterne, Nussecken und Vanillekipferl – Adventszeit ist Plätzchenzeit. Doch für Allergiker sind viele Zutaten im Weihnachtsgebäck unverträglich. So versetzen die süßen Leckereien nicht jeden in besinnliche Stimmung: Denn Christstollen und andere vorweihnachtliche Gebäcksorten können bei jedem sechsten in Deutschland eine allergische Reaktion auslösen. "Schuld sind so genannte Kreuzallergien", erklärt Hanna-Kathrin Kraaibeek, Ernährungswissenschaftlerin der DAK. "Viele Lebensmittel beinhalten Grundstoffe, auf die der Betroffene wie auf Pollen oder Gräser reagiert." Damit Zimtsterne und andere Naschereien keine üblen Nachwirkungen auslösen, erläutert die Expertin, worauf es in der heimischen Backstube ankommt.

Nüsse bei Birkenallergie meiden

Ein Kribbeln im Mund, rote Lippen, der Hals schwillt an – vor allem Pollenallergiker sind von der "Kreuz-Wirkung“ betroffen. Wer auf den Blütenstaub der Birke überempfindlich reagiert, sollte zur Adventszeit einen großen Bogen um nussiges Backwerk machen. Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse können schwere allergische Reaktionen auslösen – im schlimmsten Fall führt unbedachtes Naschen zu Hautausschlag, Durchfall oder Atemnot.

Auch Nougat und Marzipan sollten Allergiker mit Vorsicht genießen, denn die Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus Nuss oder Mandel. Alternativ eignen sich Kokosraspeln, Sesam oder Amarant als Nussersatz; Persipan ist ein guter Marzipan-Ersatz.

Vorsicht: Gewürzmischung!

Anis und Zimt lassen es zwar weihnachtlich duften. Wer jedoch unter einer Beifuß-Allergie leidet, sollte davon lieber die Finger lassen, denn die Würzstoffe können nicht minder unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen. "Beim Beifuß-Gewürz-Syndrom kann eine Kreuzreaktion auf Zutaten wie Anis, Chilipfeffer oder Zimt eintreten", weiß die Expertin. Wer also auf Beifuß-Pollen allergisch reagiert, sollte weihnachtliche Gewürzmischungen meiden.

Plätzchen ohne Ei und Milch?

Für weihnachtliche Naschkatzen mit einer Ei- oder Milchunverträglichkeit gibt es eine gute Nachricht: Einige Teigmischungen kommen ganz ohne Zutaten wie Milch und Eier aus. Mürbeteig ist Grundlage für viele Weihnachtsplätzchen und wird ohne Ei oder Milch zubereitet – ebenso Hefe- und Strudelteig. Unser Tipp für die Weihnachtsbäckerei: Wenn das Rezept diese Zutaten vorschreibt, kann anstelle von Ei eine pürierte Banane und anstatt Kuh- bei guter Verträglichkeit auch Sojamilch oder Wasser verwendet werden.

Aktualisiert: 02.12.2016 – Autor: DAK

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