Erkältung – Q bis U

Quarkwickel, Suppen, Tee – das alles sind beliebte Hausmittel gegen Erkältung. Auch Reizhusten und die Übertragung von Erregern sind Themen, die im Zusammenhang mit einer Erkältung häufig aufkommen. Im folgenden Abschnitt unseres Erkältungs-ABCs (Q bis U) erläutern wir Ihnen, was es rund um diese Themen zu beachten gilt.

Q – Quarkwickel

Wer Omas altes Hausrezept lächelnd abtut, irrt sich: Quarkwickel werden auch in Therapiezentren bei Gelenkbeschwerden und Rheuma eingesetzt. Und was auch viele Hausärzte bestätigen, ist, dass Quark eine entzündungshemmende, abschwellende, schmerzlindernde und kühlende Wirkung besitzt. Quarkwickel senken zudem das Fieber und sind völlig frei von Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Im Rahmen einer Erkältung werden Quarkwickel häufig bei Halsschmerzen oder zum Senken von Fieber angewandt.

Quarkwickel können mit der folgenden Anleitung ganz einfach angewandt werden:

  1. Der Quark sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen.
  2. Ein Tuch fingerdick mit Quark bestreichen und mit der Quark-Seite auf die betreffende Stelle legen.
  3. Ein zweites Tuch wird darüber gewickelt und wie ein Päckchen an den Seiten eingeschlagen.
  4. Nun den Quark einwirken lassen, bis er trocknet.

Je stärker die Entzündung ist, desto schneller wird der Quarkwickel warm. Je nach Bedarf können dann zwei bis drei Anwendungen hintereinander folgen.

R – Reizhusten

Reizhusten ist unproduktiv, das heißt trocken, und tritt im Gegensatz zum produktiven, also schleimigen Husten, meist am Anfang einer Erkältung auf. Dementsprechend dauert die von Reizhusten begleitete Phase nur relativ kurz, in etwa ein bis drei Tage. Meist muss sich der Betroffene ständig räuspern und ist heiser.

Heißer Tee und Lutschbonbons verschaffen hier etwas Linderung. Pflanzliche Mittel wie Isländisch Moos, Eukalyptusöl, Thymianöl, Anisöl oder Campher dämmen zusätzlich den Reizhusten ein. Viel Trinken erleichtert das Abhusten, zudem sollte man immer auf eine hinreichend feuchte Raumluft achten.

Dauert der Husten jedoch länger als drei Wochen an, muss eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Reizhusten kann auch ein Anzeichen einer Lungenerkrankung sein oder Asthma und Allergien zur Ursache haben, denn Staubpartikel oder ähnliches führen zum reflexartigen Hustenreiz.

S – Suppen

Eine heiße Suppe wärmt in den kalten Tagen von innen und wirkt abschwellend auf die Schleimhäute. Der Klassiker schlechthin bei Erkältung und Grippe ist die kräftigende Hühnersuppe. In Amerika ist die Hühnersuppe sogar als jüdisches Penizillin bekannt. Auch die alten Ägypter und die Perser wussten schon um die heilende Wirkung der Hühnersuppe. Wissenschaftler erforschen mittlerweile die Wirkung von Hühnersuppe auf weiße Blutkörperchen, da man einen entzündungshemmenden Einfluss vermutet.

Ein Suppenhuhn mit einer Zwiebel, einer Petersilienwurzel, einer Selleriestange, drei Lorbeerblättern, einem Teelöffel schwarzer Pfefferkörner und Thymian zaubert eine wunderbare Kraftbrühe. Besonders gut machen sich zudem Zutaten wie Ingwer und Chili in der Suppe, denn sie steigern die heilende Wirkung. Eine exotische und leckere Variante ist zum Beispiel die indonesische Basco-Suppe. Für etwas Abwechslung sorgt ebenso eine stärkende Rinderbrühe.

T – Tee

Dass Tee bei grippalen Infekten hilft, wissen wir nicht erst seit der Erfindung von Erkältungstees. Verschiedene Teesorten können gezielt bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden:

  • Salbeitee wirkt entzündungshemmend und hilft gegen Husten und Halsschmerzen.
  • Pfefferminztee befreit die oberen Atemwege.
  • Das gleiche tut Kamillentee, zudem wirkt er krampflösend und antibakteriell.
  • Thymiantee kann nicht nur getrunken werden, sondern hilft auch gegurgelt gegen Halsschmerzen.
  • Ebenso wirkt sich das Gurgeln mit Arnikatee positiv auf Bronchitis und Atemwegserkrankungen aus, denn Arnika wirkt nicht nur schmerzlindernd im Mund- und Rachenraum, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die Durchblutung der Schleimhäute.
  • Während ähnliches für Salbeitee gilt, wird Holundertee besonders als schweißtreibendes Mittel eingesetzt.
  • Hagebutten- und Johannisbeertee (hier macht sich auch gut eine Teemischung aus beidem gut) stärken die Abwehrkräfte und liefern Vitamin C.
  • Ein weiterer Tipp zur Linderung von Erkältungserscheinungen ist der allseits für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannte Grüne Tee.

U – Übertragung

Da Erkältungen Tröpfcheninfektionen sind, kann man sich vor einer Ansteckung kaum schützen. Der Sitznachbar im Bus nießt, die Kassiererin im Supermarkt hustet, dem Geschäftspartner schütteln wir die Hand – und schon kann es passiert sein. Auch durch das Anfassen einer Türklinke können wir uns die lästigen Viren einfangen.

Entgegen aller Erwartungen ist die Ansteckungsgefahr beim Küssen relativ gering, im Gegenteil: Küssen stärkt die Abwehrkräfte und kurbelt sowohl den Kreislauf als auch die Blutzirkulation an.

So simpel es klingt, am besten schützt man sich vor Ansteckung, indem man erkrankte Personen meidet, sich häufig die Hände wäscht und den Kontakt der Finger mit den Schleimhäuten meidet. Sind Sie selbst erkältet, sollten sie fairerweise auf den freundschaftlichen Händedruck verzichten, und nur in ein Taschentuch nießen und husten (und dieses anschließend sofort entsorgen).

Aktualisiert: 03.12.2019 - Autor: Daniela Heinisch, Medizinautorin

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