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Akute Bronchitis: Symptome und Diagnose

Frau mit akuter Bronchitis © istockphoto, violet-blue

Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Circa 80 von 100.000 Personen erkranken pro Woche an dieser Entzündung der Bronchialschleimhaut. Diese Zahl kann sich in den Wintermonaten sogar verdoppeln. Hier finden Sie alles über die Ursachen, die Symptome und den Verlauf der akuten Bronchitis.

Was ist eine akute Bronchitis?

Die Bronchitis ist eine Schleimhautentzündung der Luftröhrenverzweigungen (Bronchien). Man unterscheidet die fieberhafte, akute Bronchitis von der chronischen Bronchitis.  

Die Erkrankung tritt am häufigsten bei einer feucht-kalten Witterung wie im Frühjahr, Herbst oder Winter auf und geht meist mit einer Entzündung der Luftröhre (Tracheitis) einher. Meistens ist die Erkrankung Folge einer viralen Infektion der oberen Atemwege.

Ursachen einer akuten Bronchitis

Sehr oft tritt die akute Bronchitis auf, wenn der Betroffene zuvor Nässe, feuchtem Klima oder einer Unterkühlung ausgesetzt war. Solche Einflüsse schwächen die Widerstandskraft des Körpers und verursachen eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern, wobei Viren die häufigste Ursache einer akuten Bronchitis sind. Die Viren sind ansteckend und werden über die Tröpfcheninfektion weitergegeben. Sie ebnen den Weg für die nachfolgende Infektion mit Bakterien.

Manchmal ist die akute Bronchitis auch durch chemische Reize (zum Beispiel Inhalation von Rauch oder Säuren) bedingt. Zudem kann sich die akute Bronchitis als Begleiterkrankung von einigen Infektionskrankheiten wie Grippe, Masern oder Keuchhusten entwickeln.

Akute Bronchtis: Vor allem bei Kindern häufig

Besonders Kleinkinder und Kinder erkranken häufig an einer akuten Bronchitis. Solange jedoch keine erkennbare, ernste Ursache dahintersteckt, ist das nicht beunruhigend. Kinder leiden generell häufiger an Infektionen oder Erkältungen als Erwachsene.

Symptome, Verlauf und Dauer einer akuten Bronchitis

Das sind die Anzeichen einer viralen Bronchitis:

  • Die unkomplizierte Virusbronchitis beginnt zunächst für kurze Zeit mit Schnupfen, Heiserkeit, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl als Zeichen eines Infektes der oberen Luftwege.
  • Anschließend tritt trockener Husten mit zunächst klarem, zähem Auswurf vor allem morgens in Erscheinung, der bald weißlich und schleimig-eitrig wird.
  • Oft klagt der Patient über Brustschmerzen oder ein Brennen in der Brust.
  • Fieber über 39° C ist selten.
  • Zusätzlich ist der Rachen gerötet.
  • Beim Abhören der Lunge hört der Arzt wenige, sogenannte Rasselgeräusche.

Spätestens nach dem Eintreten des schleimigen Auswurfes ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Denn ein langanhaltender Husten und sich festsetzender Schleim kann auf Dauer die Schleimhautschichten schädigen und den Körper stark belasten. Zudem stellt der Schleim einen idealen Nährboden für Viren und Bakterien dar – auch deshalb sollten gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen werden, den Schleim abzutransportieren.

Normalerweise klingt die akute virale Bronchitis innerhalb einiger Tage ab und heilt meist von alleine aus.

Bakterielle Bronchitis

Kommt es allerdings – auch als Folge einer viralen Infektion – zu einer bakteriellen Bronchitis, verändert sich der Auswurf und wird gelblich oder grünlich und schleimig-eitrig. Häufig leidet der Betroffen unter Atemgeräuschen und manchmal auch unter Atemnot. Eine Ausheilung ist in diesem Fall meist nur durch eine Behandlung mit Antibiotika möglich.

Ohne Behandlung kann sich die bakterielle Infektion der Bronchien auf das umliegende Lungengewebe herdförmig ausdehnen. Es entsteht dann eine Lungenentzündung. Aus diesem Grunde sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Beschwerden nicht nach einigen Tagen von selbst verschwinden oder wenn im abgehusteten Schleim Blutspuren erkennbar sind.

Diagnose einer akuten Bronchitis

Eine eingehende Untersuchung sollte bei einer akuten Bronchitis auf jeden Fall erfolgen. Besonders wichtig ist das Abhören der Lunge, um erste Anzeichen einer Lungenentzündung rechtzeitig zu erkennen. Besteht der Verdacht, dass hinter der Erkrankung eine Bronchopneumonie steckt, sollte eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs angeordnet werden.

Zusätzlich kann das Blut untersucht werden. Als Zeichen einer akuten Entzündung steigen das C-reaktive Protein, die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Zahl der weißen Blutkörperchen. Im Stadium des schleimig-eitrigen Auswurfs sollte dieser auf bakterielle Keime untersucht werden. Nach der Untersuchung kann gezielt ein nur gegen diese Bakterien wirkendes Antibiotikum verabreicht werden.

Aktualisiert: 03.01.2018 – Autor: Udo Schmidt; überarbeitet: Nadja Weber

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